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Frau nimmt Migräne Tabletten gegen die Kopfschmerzen durch Migräne

Viele kennen das Gefühl, von Kopfschmerzen geplagt zu werden. Bei einer Migräneattacke sind die Kopfschmerzen nicht nur besonders heftig, sondern oft auch nicht das einzige Problem. Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie andere Beschwerden machen die Migräne zu einer schweren Belastung.

Wenn allgemeine Maßnahmen, wie das Abschirmen von Licht und lauten Geräuschen und das Einhalten von Bettruhe allein nicht mehr weiterhelfen, können Tabletten den Schmerz lindern und das Befinden bei einer Migräneattacke verbessern. 

Die Ärzte in der DrEd Online-Sprechstunde beraten Sie gerne über Migräne Tabletten und stellen Ihnen ein Folgerezept für Ihr Medikament aus.

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Welche Migräne Medikamente können bei einem akuten Migräneanfall verschrieben werden?

Für eine erfolgreiche Therapie der Migräne ist es oftmals entscheidend, die Medikamenteneinnahme frühzeitig und hochdosiert einzuleiten. Je nach Schweregrad der Migräne kann auf verschiedene Wirkstoffe zurückgegriffen werden.

Bei leichten bis maximal mittelstarken Migränekopfschmerzen bilden die nichtsteroidalen Antirheumatika Aspirin und Ibuprofen sowie Paracetamol die Mittel der ersten Wahl.

Bei starker Migräne reicht diese Medikation oft nicht aus. Bei mittelschweren bis schweren Migräneanfällen kommen Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Triptane zum Einsatz.

Ein Medikament gegen das Erbrechen (Antiemetikum) wird zusätzlich verordnet. Üblich sind Metoclopramid (MCP) und Domperidon, die beide als Dopaminantagonisten wirken. MCP kann durch seine Wirkung im zentralen Nervensystem Störungen der Motorik hervorrufen und wird nur noch in Einzeldosen bis 10 mg beim Erwachsenen empfohlen. Insbesondere bei Kindern wird nur Domperidon als Antiemetikum verwendet und die Dosis an das Körpergewicht angepasst.

Der Einsatz der Antiemetika ist bei Migräneanfällen sinnvoll, da durch Übelkeit und Erbrechen die Aufnahme der Migränemedikamente unzuverlässig ist. Außerdem werden durch die Einnahme auch die Magenperistaltik und damit die Aufnahme (Resorption) der Wirkstoffe gesteigert, wenn sie als Tablette (oral) verabreicht werden.

Wie wirken Triptane gegen Migräne?

Während der Migräne kommt es zur Erweiterung der Gefäße, die das Gehirn und die Hirnhäute versorgen. Außerdem entsteht eine Entzündung durch die Reizung von Nervenfasern im Bereich der erweiterten Gefäße und Freisetzung von verschiedenen Überträgerstoffen, wie Noradrenalin. Hierdurch kommt es zu den typischen Schmerzen. Triptane wirken als Agonisten am Serotonin-Rezeptor. Sie hemmen im Bereich der Arterien der harten Hirnhaut (Dura mater) die Entzündung und bewirken eine Konstriktion der Gefäße.

Es gibt verschiedene Applikationswege für die Einnahme von Triptanen, nämlich eine orale (Tablette), nasale (Nasenspray), rektale (Zäpfchen) und eine subkutane (unter die Haut) Darreichungsform. Bei einer subkutanen Injektion tritt die Wirkung besonders schnell ein. Da die Wirkdauer begrenzt ist und bei langandauernden Attacken die Schmerzen zurückkehren können, kann eine erneute Injektion erforderlich sein. Insbesondere bei Durchfall und Erbrechen ist eine nicht-orale Applikation sinnvoll.

Ein Vorteil der Triptane liegt darin, dass sie zu jedem Zeitpunkt des Migräneanfalls wirken. Die größte Wirkung wird aber bei einer frühzeitigen Gabe (zu Attackenbeginn, jedoch nicht schon während einer möglichen Migräne-Aura) erreicht.

Welche Wirkstoffe gehören zu den Triptanen?

Der bevorzugte Wirkstoff unter den Triptanen ist Sumatriptan (Wirkstoff von Imigran). Es ist in Tablettenform in 50 mg oder 100 mg Dosierung erhältlich. Außerdem gibt es Sumatriptan auch als Nasenspray.

Weitere Triptane wie Rizatriptan (im Handel als Maxalt lingua 5 mg als Schmelztablette erhältlich), Zolmitriptan und Naratriptan stellen Alternativen zu Sumatriptan dar. Eine Kombination der Triptane miteinander ist nicht zulässig.

Es wurde aber festgestellt, dass eine Kombinationstherapie mit den oben genannten Nichtsteroidalen Antirheumatika (wie Aspirin) wirksamer ist als die Therapie mit Triptanen allein. 

Mit welchen Nebenwirkungen muss bei der Einnahme von Triptanen gerechnet werden?

Die Hauptursache für die Nebenwirkungen der Triptane stellt ihre gefäßverengende Komponente (Vasokonstriktion) dar. Dadurch kommt es häufig zu vorübergehendem Blutdruckanstieg und in seltenen Fällen zu einer vorübergehenden Verengung der Herzkranzarterien, die sich durch Brustschmerzen bemerkbar machen. Auch Symptome wie Sensibilitätsstörungen und Kältegefühl in Armen und Beinen, Schwindel und Müdigkeit können auftreten. Bei zu häufiger Anwendung können auch Dauerkopfschmerzen auftreten.

Wann sollte auf die Einnahme von Triptanen verzichtet werden?

Aufgrund der vasokonstriktorischen Wirkung ist der Einsatz bei bestehender koronarer Herzkrankheit, Hypertonie oder bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, die durch Minderversorgung insbesondere der peripheren Gefäße der Beine gekennzeichnet ist, kontraindiziert.

Auch während der Schwangerschaft darf kein Triptan eingenommen werden. Die Substanzen sind muttermilchgängig, sodass sie wenn möglich auch in der Stillzeit vermieden werden sollten oder eine mindestens 12 bis 24 Stunden lange Stillpause nach der Einnahme eingehalten werden sollte.

Kann man prophylaktisch Tabletten gegen Migräne einnehmen?

Wenn mehr als drei Migräneanfälle pro Monat oder lange Migräneattacken (länger als 72 Stunden) auftreten oder im Falle lang anhaltender Aura-Phänomene, kann auch eine medikamentöse Migräneprophylaxe durchgeführt werden. Dabei werden nicht dieselben Präparate wie bei einer akuten Migräneattacke eingesetzt, da bei einer häufigen Einnahme die Migränefrequenz zunehmen kann und auch ein Dauerkopfschmerz droht.

Welche Medikamente werden als erste Wahl zur Migräne-Prophylaxe verschrieben?

Häufig werden Beta-Blocker wie Metoprolol und Propranolol zur prophylaktischen Migränebehandlung verschrieben. Die Beta-Blocker werden sonst zur Therapie der koronaren Herzkrankheit und des arteriellen Hypertonus eingesetzt. Der Mechanismus der antimigranösen Wirkung ist bislang ungeklärt.

Desweiteren werden auch Antikonvulsiva eingesetzt, die sonst in der Therapie der Epilepsie verwendet werden. Dazu gehört zum einen die Valproinsäure und zum anderen Topiramat. Außerdem kann auch Flunarizin, ein Calciumantagonist, der antagonistisch zu den Neurotransmittern Serotonin, Dopamin und Histamin wirkt, verordnet werden.

Gibt es außer Medikamenten noch weitere Möglichkeiten gegen Migräneanfälle vorzubeugen?

Neben dem Einsatz von Medikamenten sollte versucht werden, durch eine Lebensstiländerung, wie zum Beispiel die Vermeidung von Stress, positive Effekte zu erzielen. Häufig ist es nicht möglich, Stress wirklich zu vermeiden – sowohl beruflich als auch privat. Wichtig ist es deshalb, Wege zu finden, mit diesem Stress umzugehen, ohne dass er uns zu stark beeinflusst.

Hilfreich können dafür Entspannungstechniken wie die Muskelrelaxation nach Jacobson sein. Auch mit Akupunktur und Biofeedback-Training wurden positive Effekte erzielt. Neben den Entspannungstechniken spielt auch der sportliche Ausgleich in der Migräneprophylaxe eine wichtige Rolle. Regelmäßiger Ausdauersport wie Schwimmen, Fahrrad fahren oder Joggen, wirkt sich nicht nur positiv auf die allgemeine Fitness aus, sondern kann auch helfen, Migräneattacken zu reduzieren.

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Quellen:

  • Karow, T., & Lang-Roth, R. (2012). Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie: vorlesungsorientierte Darstellung und klinischer Leitfaden für Studium und Praxis 2012;]. Selbstverl. des Verf. S. 595-597
  • Lipton, R. B., Manack, A. N., Serrano, D., & Buse, D. C. (2013). Acute treatment optimization for migraine: results of the American migraine prevalence and prevention (AMPP) study. The journal of headache and pain, 14(1), 1-1. Online: onlinelibrary.wiley.com
  • Lipton, R. B., Hamelsky, S. W., & Dayno, J. M. (2002). What do patients with migraine want from acute migraine treatment?. Headache: The Journal of Head and Face Pain, 42(s1), 3-9. Online: onlinelibrary.wiley.com
  • Saper, J. R. (1996). Diagnosis and symptomatic treatment of migraine. Headache, 37, S1-14. Online: europepmc.org

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