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Mann mit Kopfschmerzen sucht nach Migräne Ursachen

Migräne ist eine weit verbreitete Form des Kopfschmerzes und tritt meist nur einseitig auf. Eine Migräne-Attacke kann sich bereits einige Zeit vor Einsetzen des Kopfschmerzes ankündigen und hält wenige Stunden bis zu drei Tagen an. Damit einhergehen können Stimmungsänderungen, Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen. Schätzungsweise leiden 10 - 15 Prozent der Weltbevölkerung an Migräne, sodass die Frage nach Ursache und Therapie der Migräne von großem Interesse ist. DrEd erklärt, welche Ursachen Migräne haben kann und welche Faktoren einen Migräneanfall begünstigen.

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Welche Ursachen liegen Migräne zu Grunde?

Diese Frage ist leider noch nicht eindeutig zu beantworten. Zwar ist bekannt, dass während einer Migräne-Attacke vermehrt entzündungs- und schmerzfördernde Botenstoffe im Gehirn ausgeschüttet werden, jedoch ist die Ursache dafür unklar. Dafür konnten bereits einige Risikofaktoren identifiziert werden, die zur Entwicklung einer Migräne beitragen. Kommt es zu einem Migräneanfall, verkleinern sich die Blutgefäße im Kopf anfangs (initiale Vasokonstriktion). Dann kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Da die Wände der Blutgefäße sehr empfindlich sind und dort viele Nervenfasern enden, bewirkt die Dehnung der Wände den typischen pulsierenden Kopfschmerz. Der Botenstoff Serotonin spielt ebenfalls eine Rolle in diesem Geschehen.

Welche Risikofaktoren für Migräne sind bekannt?

Risikofaktoren sind bestimmte innere und äußere Einflussgrößen, die eine Krankheit wie Migräne begünstigen können. Meistens führt eine bestimmte Kombination aus genetischen, psychologischen und Umweltfaktoren zu dem Ausbruch einer Krankheit. Im Augenblick weist die Studienlage darauf hin, dass Menschen mit Migräne bestimmte Risikofaktoren für die Entwicklung von Migräne angeboren sind und zusätzlich noch Risikofaktoren im Laufe des Lebens neu dazu kommen können. Erst die Summe dieser angeborenen (z.B. Genetik, familiäre Belastung, Geschlecht) und dazu gekommene, sogenannte „erworbene“ Risikofaktoren (z.B. eine Kopfverletzung, Wetter, Stress) begünstigen die Entwicklung einer Migräne.

Angeborene Risikofaktoren

Im Rahmen des angeborenen Risikos an Migräne zu erkranken sind bislang mehr als zehn Gen-Varianten identifiziert worden, die gehäuft bei Menschen auffindbar sind, die unter Migräne leiden. Eine genetische Komponente als Migräne-Ursache ist also gesichert. Nach aktuellen Erkenntnissen wird die familiäre Vorbelastung durch bestimme Gene als der wichtigste Risikofaktor für Migräne angesehen. Mehr als die Hälfte der Migränepatienten sind familiär mit Kopfschmerzen vorbelastet, wobei nicht immer eine echte Migräne bei Verwandten vorliegen muss.

Darüber hinaus konnte in Studien gezeigt werden, dass das Risiko an Migräne zu erkranken auch vom Geschlecht abhängt. Während geschlechtsunreife Mädchen und Jungen noch etwa gleichhäufig an Migräne erkranken, steigt das Risiko für Frauen ab der Pubertät um das dreifache im Vergleich zu Männern. Dieses Phänomen kann durch den schwankenden Sexualhormon-Spiegel von Frauen erklärt werden, der sich im Rahmen des weiblichen Zyklus natürlicherweise stetig ändert. Dazu passt, dass Frauen kurz vor oder nach der Monatsblutung gehäuft Migräne-Attacken bekommen. Dagegen kommen Migräne-Attacken während der Schwangerschaft und Stillzeit, wenn der Sexualhormon-Spiegel konstanter ist, deutlich seltener vor. Frauen suchen wegen Migräne insgesamt häufiger ärztliche Hilfe.

Erworbene Risikofaktoren

Neben einem genetischen Risikoprofil und dem Geschlecht spielt auch das Alter eine Rolle. Während die Erkrankung durchschnittlich im jugendlichen oder jungen Erwachsenenalter beginnt, sind Menschen zwischen 30 und 40 Jahren am häufigsten von Migräne betroffen. Mit weiter zunehmendem Alter sinkt die Häufigkeit von Migräne-Attacken wieder und kann sogar ganz verschwinden.

Darüber hinaus erhöhen Begleiterkrankungen wie eine Kopfverletzung (Hirnblutung, Schlaganfall), Depressionen und Epilepsie das Risiko an Migräne zu erkranken.

Welche Trigger können einen Migräne-Anfall begünstigen?

Ist eine Migräne diagnostiziert, sollte sich der Patient damit vertraut machen, dass es bestimmte Auslöser gibt, die einen Migräneanfall herbeiführen können. Diese sogenannten Trigger-Faktoren (Trigger: Englisch für „Auslöser“) unterscheiden sich von Patient zu Patient. Nicht jeder Migräne-Patient reagiert auf dieselben Trigger. Diese auslösenden Faktoren zu kennen ist wichtig für Patienten, da eine Vermeidung der Trigger zu einer abnehmenden Häufigkeit von Migräne-Anfällen führt.

Die Trigger-Faktoren von Migräne können gleichzeitig Warnsignal sein und die Frühzeichen eines Migräne-Anfalls begleiten. Ihre Erscheinungsform ist sehr unterschiedlich und nicht jeder Migräne-Patient reagiert auf alle diese Trigger-Faktoren. Die eigenen Trigger-Faktoren herauszufinden und wenn möglich zu meiden, verschafft vielen Betroffenen Linderung. Häufige Trigger sind: 

  • Klimatische Veränderungen: Wetterwechsel, Kälte
  • Konsum von bestimmten Genuss- und Nahrungsmitteln: Alkohol, Nikotin, Zitrusfrüchte, Milchprodukte, tyraminhaltige Lebensmittel (Schokolade, Rotwein, bestimmte Käsesorten)
  • Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Zeitverschiebung, Berufswechsel
  • Hormonelle Änderungen: Menstruation, Einnahme oder Wechsel der Pille
  • Sonstige Trigger: Auslassen von Mahlzeiten, starke Emotionen, plötzlicher Stress, Überanstrengung, Entspannung nach Stress (Sonntags- oder Ferienmigräne), Kopfverletzungen (z.B. „Footballer’s migraine”)

Die hier genannten Trigger müssen nicht bei jedem Migräne-Patienten zu einem Migräne-Anfall führen, werden aber einzeln oder in Kombination häufig von Betroffenen als auslösende Faktoren beschrieben. Darüber hinaus gibt es individuelle Faktoren, die hier nicht genannt sind, aber trotzdem bei einzelnen Patienten zum Migräneanfall führen.

Kann Stress eine Migräneattacke verursachen?

Stress spielt eine wesentliche Rolle beim Auslösen einer Migräneattacke. Die Vermeidung von Stress und eine entsprechende Anpassung des Lebensstils spielen eine große Rolle in der Vermeidungsstrategie von Migräneanfällen.

Doch Stress hat nicht für jeden Betroffenen die gleiche Bedeutung und kann sich ganz unterschiedlich auswirken. Ein bekanntes Stress-Modell aus der Psychologie ist das Stress-Model nach Lazarus, das 1974 vom Namensgeber und Psychologen Richard Lazarus veröffentlicht wurde. Demnach führt nicht die Beschaffenheit einer Situation (zum Beispiel ein Berufswechsel) zu Stress, sondern erst die persönliche Beurteilung der Situation. Da diese Beurteilung sehr individuell und nicht verallgemeinerbar ist, lässt sich nachvollziehen, warum es so viele unterschiedliche Stressfaktoren gibt, die bei Migräne-Patienten zu Attacken führen können.

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Quellen

  • Goodrick, S. (2015). Migraine and headache. Lancet Neurology, 1(14), 35. Online: www.thelancet.com (aufgerufen am 20.06.2015)
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO). Media centre. Factsheet – Headache disorders. Online: www.who.int (aufgerufen am 20.06.2015)
  • Hargreaves, R. J., & Shepheard, S. L. (1999). Pathophysiology of migraine—new insights. The Canadian Journal of Neurological Sciences, 26(03), 12-19. Online: www.journals.cambridge.org
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