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Blister einer Mikropille

Die Mikropille ist eines der sichersten Verhütungsmittel weltweit, einfach anzuwenden und im Allgemeinen gut verträglich. Ihre Wirkung beruht auf einem feinen Eingriff in den Hormonzyklus der Frau: Durch die kontinuierliche Anwendung von Hormonen über meist 21 Tage bleiben die Signale aus, die ohne Pille einen Eisprung auslösen würden.

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Was ist die Mikropille?

Der Begriff Antibabypille ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Dosierungen und Wirkstoffkombinationen. Dank der vielen unterschiedlichen Pillen gibt es für fast jede Frau die passende Pille. Welche Pille die Richtige ist, entscheidet man am besten mit dem Frauenarzt. Die meisten erhältlichen Pillenpräparate sind Mikropillen und enthalten eine Kombination von Östrogen und Gestagen. Aus diesem Grund nennt man sie auch Kombinationspräparate. Sie bieten einen hohen Verhütungsschutz und garantieren einen stabilen Zyklus.

Definitionsgemäß wird dann von einer Mikropille gesprochen, wenn der Östrogengehalt weniger als 50 Mikrogramm pro Dragee beträgt. Der Großteil der heutigen Präparate enthält entweder 20 oder 30 Mikrogramm Östrogen. Durch die niedrigeren Hormonmengen der modernen Pillen sollen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen reduziert werden.

Woher kommt der Name Mikropille?

Das Wort „Mikro“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet klein. Für die Pille hat man diesen Begriff gewählt, da sie im Vergleich zu früheren Pillenpräparaten eine geringe Östrogenmenge enthält. Der Östrogengehalt der Mikropille beträgt pro Tablette weniger als 50 Mikrogramm.

Wie wirkt die Mikropille?

Das Gestagen in der Mikropille verhindert die Freisetzung reifer Eizellen aus den Eierstöcken (Eisprung) und behindert zusätzlich die Wanderung der Spermien in die Gebärmutter. Außerdem stört es den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass eine Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter kaum noch möglich ist. Das Östrogen unterstützt die empfängnisverhütende Wirkung, in dem es die Eireifung noch weiter unterdrückt.

Man unterscheidet bei der Mikropille zwischen ein- bzw. mehrphasigen Präparaten, die sich in der Menge der Hormone und in der Art des Einnahmeschemas unterscheiden. Einphasenpräparate enthaltenen in jedem Dragee die gleiche Menge Östrogen und Gestagen in der gleichen Zusammensetzung. Sie sind in der Einnahme am einfachsten zu handhaben, denn aufgrund der identischen Wirkstoffkombination macht es nichts, wenn die Reihenfolge der Tabletten versehentlich vertauscht wird. Bei den Mehrphasenpräparaten ist die Hormondosierung für die verschiedenen Zyklushälften unterschiedlich. Dadurch soll der weibliche Zyklus nachgeahmt werden. Vorteile hat das medizinisch gesehen jedoch keine. Die Dragees müssen immer in der korrekten Reihenfolge eingenommen werden, um die empfängnisverhütende Wirkung zu garantieren.

Wie wird die Mikropille eingenommen?

Die Mikropillenpackung enthält in der Regel 21 Dragees. Über diesen stehen die jeweiligen Wochentage, damit man bei der Einnahme nicht durcheinander kommt. Wenn die Pille zum ersten Mal eigenommen wird, beginnt man am ersten Tag der Monatsblutung mit dem Wochentag, der auf dem Monatsstreifen vermerkt ist. Wenn das Mikropillenpräparat gewechselt wird, sollte man spätestens nach der siebentägigen Pause mit der Einnahme starten. Wenn vorher mit einem reinen Gestagenpräparat, einer sogenannten Minipille, verhütet wurde, wird die Pille einfach abgesetzt und mit der Einnahme der neuen Pille am Folgetag begonnen.

Klassischerweise wird die Pille über 21 Tage hinweg kontinuierlich eingenommen. Im Anschluss wird die Einnahme für sieben Tage unterbrochen. Währenddessen erfolgt meist die Monatsblutung. Um Einnahmefehler zu vermeiden sind in einigen Pillenpackungen 28 Dragees enthalten, wobei die letzten vier Dragees wirkstofffrei sind (Placebos). Hier wird die Pille ohne Pause eingenommen. Die Monatsblutung setzt meist während der Einnahme der wirkstofffreien Dragees ein. Zu welcher Tageszeit die Pille eingenommen wird, spielt keine Rolle, wichtig ist aber, dass die Pille ungefähr zur gleichen Uhrzeit eingenommen wird. Der Zeitabstand der Einnahme sollte am besten 24 h betragen.

Prinzipiell kann man die Pille so lange nehmen wie man möchte und sie nach der letzten Pille einer Packung einfach absetzten, wenn man schwanger werden möchte oder wenn ein anderer Grund vorliegt.

Kann man die Periode mit der Mikropille verschieben?

Manchen Frauen ist es lieber auf die monatliche Blutung zu verzichten oder die Periode zu verschieben. Werden regelmäßig zwei oder mehr Zykluspackungen hintereinander eingenommen, so spricht man vom Langzeitzyklus. Dieser ist allerdings nur bei den Einphasenpräparaten möglich. Nach Absprache mit dem Frauenarzt ist das in vielen Fällen möglich. Nach 21 Tagen wird die Einnahme der Pille nicht unterbrochen, sondern man beginnt nach der letzten Tablette ohne Pause mit der Einnahme der ersten Pille des neuen Blisters. Nach vier Monatsstreifen sollte eine siebentägige Pause eingelegt werden, in denen es zur Blutung kommt.

Wie sicher ist die Mikropille?

Die Mikropille gehört zu den sichersten Verhütungsmitteln überhaupt. Wenn man die Einnahme der Pille wie vorgeschrieben am ersten Zyklustag startet, verhütet sie vom ersten Tag der Einnahme nahezu hundertprozentig. Nur 0,1 bis 1 von 100 Frauen werden pro Jahr ungewollt schwanger, wenn sie mit einer Mikropille verhüten. Damit bietet die Mikropille im Vergleich zum reinen Gestagenpräparat (Minipille) einen etwas besseren Schutz und einen niedrigeren Pearl-Index.

Auch während der siebentägigen Pause, in der meist die Blutung erfolgt, besteht bei richtiger Einnahme die ganze Zeit über der gewünschte Empfängnisschutz. Wird die Pille mal vergessen und innerhalb von 12 Stunden nachgenommen, so besteht keine Gefahr. Die Pilleneinnahme sollte dann wie gewohnt fortgesetzt werden. Werden die 12 Stunden überschritten, muss individuell entschieden werden. Konkrete Informationen finden sich im Beipackzettel einer jeden Pille.

Wurden eine oder mehrere Pillen vergessen und konnten sie nicht innerhalb des 12 Stunden Einnahmefensters nachgenommen werden, sollte unbedingt sieben Tage lang zusätzlich ein Kondom angewendet werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden. Problematisch hinsichtlich der Verhütungssicherheit sind schwerer Durchfall und Erbrechen. Sie können die Wirkung der Pille aufheben, da die Wirkstoffe zum Empfängnisschutz über den Magen-Darm-Trakt ins Blut gelangen. Setzen Durchfall und Erbrechen innerhalb von drei bis vier Stunden nach der Einnahme ein, können deshalb nicht alle Hormone den Blutkreislauf erreichen und es besteht kein ausreichender Schutz. Auch bestimmte Medikamente wie Abführmittel, Antibiotika und einige Schlaf- und Beruhigungsmittel können die Wirkung der Pille abschwächen. Deshalb ist es wichtig den Frauenarzt zu informieren, wenn zusätzlich zur Pille andere Arzneimittel eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen hat die Mikropille?

Da die Hormonkonzentration bei Mikropillen sehr gering ist, treten in der Regel keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen auf und sie wird eher gut vertragen. Manchmal kommt es zu Zwischenblutungen, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Brustspannen, vor allem zu Beginn der Einnahme. Auch Gewichtszunahmen, sexuelle Lustlosigkeit und Stimmungsschwankungen können bei manchen Patientinnen auftreten. Es handelt sich meist aber um vorübergehende Beschwerden. Sollten diese nach zwei bis drei Monaten nicht verschwunden sein, hilft es manchmal, das Pillenpräparat zu wechseln.

Durch die Mikropille steigt das Thromboserisiko im Vergleich z.B. zur Minipille etwas an. Thrombosen sind Blutgerinnsel in den Gefäßen im Körper, die fortgespült werden können und so zu einem Gefäßverschluss führen können (Embolie). Im schlimmsten Fall kann es so zu einer Lungenembolie, einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen. Frauen mit zusätzlichen Risiken wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Thrombosen in der Familie und auch Raucherinnen, haben ein erhöhtes Risiko eine Thrombose durch die Einnahme einer Mikropille zu bekommen und sollten in Absprache mit dem Frauenarzt eher eine Minipille oder eine hormonfreie Verhütungsmethode wählen. Insgesamt ist diese Bildung der gefährlichen Blutgerinnsel aber selten.

Welche Vorteile hat die Mikropille?

Die Pille kann sich auch auf andere Erscheinungen positiv auswirken. So können durch die Einnahme der Mikropille die Schmerzen während der Periode reduziert werden, der Zyklus wird regelmäßiger und die Blutung fällt in der Regel etwas schwächer und kürzer aus als ohne Einnahme der Pille. Häufig wird das Hautbild durch die Pille verbessert. Laut aktueller Studien kann durch die Einnahme der Mikropille auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen wie Gebärmutter oder Eierstockkrebs gesenkt werden.

Wie bekomme ich die Mikropille?

Die Pille wird vom Frauenarzt verschrieben, Voraussetzung ist, dass man auf jeden Fall schon eine Menstruation hatte. Bei Mädchen unter 14 Jahren ist die Einverständniserklärung der Eltern notwendig. Frauen die bereits mit der Pille verhüten können in der DrED Online Sprechstunde ein Folgerezept für ihr Medikament anfordern oder sich beraten lassen. Bis zum 20. Geburtstag haben Frauen und Mädchen mit einer gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf eine Kostenübernahme der Pille durch ihre jeweilige Krankenkasse. Eventuell können Zuzahlungen erforderlich sein, wenn der Verkaufspreis über dem allgemeinen Festbetrag liegt.

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Quellen:

  • B.C. Runnebaum, T. Rabe (2013) Springer Verlag, Orale Kontrazeption.
  • Stauber, M. (2013). Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. T. Weyerstahl (Ed.). Georg Thieme Verlag.
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