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Morbus Crohn

Der Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Er zeichnet sich durch ein erstmaliges Auftreten in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter aus, selten später. Typisch bei Morbus Crohn sind unregelmäßige Durchfälle, Gewichtsverlust und Bauchschmerzen. Vor Diagnosestellung muss eine Colitis Ulcerosa ausgeschlossen werden, da die beiden Erkrankungen oft ähnliche Symptome aufweisen. Die Behandlung erfolgt im akuten Zustand mit Cortisol, langfristig werden oft Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems und somit zur Verbesserung des entzündlichen Zustandes eingesetzt. Der Morbus Crohn ist nicht heilbar, jedoch können bei guter Behandlung schwere Schübe vermindert werden.

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Was sind die Ursachen für die Entstehung eines Morbus Crohn?

Der Morbus Crohn ist vor allem eine genetisch bedingte Erkrankung. Es wurden mittlerweile mehrere Gene gefunden, die bei Patienten mit Morbus Crohn eine Rolle in der Krankheitsentstehung spielen. Der Morbus Crohn ist somit vererbbar und tritt familiär gehäuft auf.

Zusätzlich kann Studien zufolge durch Rauchen die Entstehung eines Morbus Crohn begünstigt werden. Andere Ursachen sind noch Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte und derzeit nicht bekannt.

Bei der Erkrankung liegt eine Fehlregulation des Immunsystems im Magen Darm Trakt vor. Einerseits ist die Barrierefunktion der Schleimhaut vermindert und zusätzlich erkennt das Immunsystem potenzielle Krankheitserreger nur noch schlecht. Dadurch verändert sich die Darmflora und Bakterien können eindringen. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion und so zu einer Schädigung der Darmwand. Das verschlechtert die Aufnahme von Nährstoffen und begünstigt die typischen Symptome.  

Wie zeichnen sich die Symptome beim Morbus Crohn aus?

Die Symptome bei Morbus Crohn sind vor allem unregelmäßige, zum Teil sehr starke Durchfälle. Meist ist kein Blut im Stuhl vorhanden, es kann dennoch vorkommen. Oft ist der Stuhlgang sehr fettig und schwimmt auf dem Toilettenwasser. Die sehr starken, unabhängig vom Stuhlgang auftretenden Bauchschmerzen beim Morbus Crohn erinnern oft an eine Blinddarmentzündung. Sie treten vor allem im rechten unteren Bauch auf, können jedoch auch unspezifischer den gesamten Bauchraum betreffen. Auch Schmerzen beim Stuhlgang sind häufig.

Der Morbus Crohn tritt schubweise auf. Patienten können also über mehrere Wochen oder Monate beschwerdefrei sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb eines Jahres zu einem weiteren Schub kommt, liegt bei etwa 30 Prozent. Manche Patienten leiden unter häufigeren Schüben, andere sind sogar jahrelang beschwerdefrei. Es kann zu einem Andauern der Symptome von einem halben Jahr oder mehr kommen, diese Form wird als chronisch aktive Form bezeichnet und ist dringend behandlungsbedürftig.

Was können weitere Anzeichen sein?

Bei einem Morbus Crohn kommt es neben der Symptomatik im Darm zu weiteren Anzeichen, die nicht immer alle gemeinsam auftreten. Die Konstellation der Symptome kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen, weshalb die Diagnose eines Morbus Crohn sehr schwierig sein kann.

Typisch sind aufgrund der mangelhaften Nährstoffaufnahme ein starker Gewichtsverlust und bei einem früheren Auftreten im Kindesalter eine Störung des Wachstums. Auch ein Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) ist häufig, was sich durch Müdigkeit, Leistungsminderung und Blässe zeigt. Ein Zinkmangel kann zu rötlich-blasigen Hauterscheinungen mit Krustenbildung in den Mundwinkeln, um die Nase und an Fingern und Zehen führen.

Viele weitere Symptome sind möglich, treten jedoch seltener auf. Der Facharzt befragt den Patienten im Rahmen der genaueren Diagnostik dazu ausführlich. Für die Diagnosestellung wird das Gesamtbild der Symptomatik und der Untersuchungen betrachtet. Neben einer Blutentnahme, Stuhlprobe und Ultraschalluntersuchung wird meist auch eine Darmspiegelung des Dünn- und Dickdarms (Ileokoloskopie) durchgeführt.

Was sind die Folgen eines Morbus Crohn?

Aufgrund der mangelhaften Nährstoffaufnahme kommt es zu Folgen wie Gewichtsverlust und Leistungsminderung. Auch ein Vitaminmangel, besonders an den fettlöslichen Vitaminen A, E, D und K sind häufig und bringen zahlreiche Folgen wie Blutarmut und vermehrter Blutungsneigung sowie Wundheilungsstörungen mit sich. Weiterhin ist die Neigung zu Gallen- und Harnsteinen erhöht.

Abszesse, Fisteln und Risse im Analbereich treten bei längerer Erkrankungsdauer häufig auf und können sehr belastend für die Patienten sein. Das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs ist bei Morbus Crohn-Patienten erhöht. Deshalb sollte zur Früherkennung von Veränderungen der Darmwand regelmäßig eine Darmspiegelung vorgenommen werden.

Auch im Hinblick auf eine durch den Nährstoffmangel bedingte Osteoporose sollten Untersuchungen durchgeführt und gegebenenfalls ein Nährstoffersatz verschrieben werden.

Welche Behandlungen bieten sich an?

Die Therapie eines Morbus Crohn ist sehr vielschichtig, da zwischen der Therapie während eines Schubes, außerhalb der Schübe und den allgemeinen Maßnahmen unterschieden werden muss.

Die Therapie während eines akuten Schubes der Erkrankung erfolgt mit Glukokortikoiden (Cortisol-Varianten). Sie wirken anti-entzündlich und unterdrücken die Immunreaktion. Alternativ wird immer häufiger das Medikament Mesalazin eingesetzt. Es ist ursprünglich für die Therapie von Colitis Ulcerosa zugelassen worden, zeigt aber auch beim Morbus Crohn oft eine gute Wirkung. In sehr schweren Schüben, die nicht auf diese Medikation ansprechen, müssen größere Mengen Glukokortikoide oder zusätzlich sogenannte Immunsuppressiva eingesetzt werden. Da die Nebenwirkungen oft stark sind, werden die Optionen vor dem Verschreiben immer abgewogen und mit dem Patienten besprochen.

Außerhalb der Schübe zur Vermeidung von weiteren Schüben werden aufgrund der Nebenwirkungen nur selten Glukokortikoide langfristig verschrieben. Manche Patienten kommen zu Beginn der Erkrankung und bei leichtem Verlauf ohne eine sogenannte Rezidivprophylaxe aus. In schwereren Fällen und bei häufigen Schüben werden langfristig Immunsuppressiva eingesetzt. Häufig müssen auch Antibiotika verschrieben werden, um aufgrund der veränderten Immunreaktion bei Morbus Crohn mögliche Komplikationen von Infekten zu vermeiden.

Bei schweren Komplikationen wie einem Ileus (Darmverschluss) oder einer Perforation (Loch in der Darmwand) muss eine Operation erfolgen. Eine Heilung durch eine Operation ist beim Morbus Crohn jedoch nicht möglich.

Zu den allgemeinen Maßnahmen zählt insbesondere der Verzicht auf Nikotin. Abgesehen von der medikamentösen Therapie sollte grundsätzlich eine Nahrungsergänzung eingenommen werden. Wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Zink, Calcium und Eiweiß sollten bei Bedarf in Absprache mit dem behandelnden Arzt in Tablettenform substituiert werden. Gegebenenfalls kann auch eine Laktoseintoleranz erkrankungsbedingt entstehen, in diesem Fall sollte der Umstieg auf eine laktosefreie Ernährung erfolgen.

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