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Frau leidet unter Nasenherpes

Herpes ist eine virale Erkrankung, die durch die Herpes Simplex Viren verursacht wird. Das Virus verursacht beim Menschen eine Infektion mit bläschenartigen Haut- und Schleimhautausschlägen, welche hoch ansteckend sind. Tritt die Erkrankung im Nasenbereich auf, spricht man von Nasenherpes (Herpes nasalis). Insgesamt gibt es acht verschiedene Herpesvirustypen. Für Herpesinfektionen an der Nase sind in den meisten Fällen die Herpes Simplex Viren Typ 1 (HSV1) und Typ 2 (HSV2) verantwortlich.

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Wie verläuft Nasenherpes?

Die meisten Menschen infizieren sich bereits im Kindesalter mit Herpes Viren. Die Erstinfektion verläuft in der Regel ohne Symptome und unbemerkt von den Betroffenen. Die Übertragung des Virus kann durch direkten Kontakt oder durch Tröpfchen über die Luft erfolgen. Die Viren dringen über die Haut oder Schleimhäute in den Körper ein und breiten sich entlang der Nervenleitbahnen bis zum Nervenknoten hin aus und nisten sich dort unerreichbar für die Immunabwehr des Körpers ein. Weltweit tragen etwa 90 Prozent der Menschen den Herpes Simplex Virus in sich.

Sobald der Virus einmal im Körper ist, verbleibt er dort lebenslang und führt bei einer Aktivierung zum Ausbruch der Infektion. Die Herpesviren können auch Jahre und Jahrzehnte später noch aktiviert werden. Ursachen für den Ausbruch einer Herpesinfektion können ein geschwächtes Immunsystem, Stress und psychische Probleme oder UV-Strahlung (Sonne im Urlaub, UV-Lampe) sein. Bei Frauen kann eine Aktivierung des Herpesvirus auch durch Hormonschwankungen bei einer Schwangerschaft oder der Monatsblutung erfolgen. In vielen Fällen kommt es aber ohne erkennbaren Grund zu einem Ausbruch der Infektion.

Typisch für eine Infektion ist das Auftreten von Herpesbläschen an der Lippe (Lippenherpes), im Mund, auf der Haut im Gesicht (Herpes facialis oder buccalis) oder als Herpes in der Nasenregion. Es bilden sich als Folge der aktivierten Infektion charakteristische Herpesbläschen mit rötlichen Infektionsherden und blasenartigen Erhebungen. In seltenen Fällen können die Herpesviren auch die Augen infizieren.

Welche Symptome löst Nasenherpes aus?

Beim Nasenherpes entstehen entzündete Areale und Bläschen an der Nase und den Nasenschleimhäuten. Die Bläschen stören optisch, können starke Schmerzen und ein unangenehmes Spannungsgefühl verursachen. Erste Symptome von Nasenherpes sind ein ausgeprägter Juckreiz und ein Brennen und Kribbeln der betroffenen Stellen.

Die Bläschen können sich leicht entzünden und aufplatzen. Sie enthalten wässrige bis eitrige Flüssigkeit, die viele Herpesviren enthält und hoch infektiös ist. Hierdurch besteht die Gefahr, dass durch Kontakt mit der Flüssigkeit weitere Hautbereiche im Gesicht oder am Körper mit Herpesviren infiziert werden. Die Infektion kann auch die Nase hochwandern und zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen.

Nach ein paar Tagen platzten die Bläschen auf. Es bildet sich eine Kruste und die Bläschen heilen ab. Durch Schnäuzen der Nase oder Niesen können diese verkrusteten Wunden immer wieder aufreißen und die Abheilung kann so erheblich länger dauern als bei einer Herpesinfektion der Gesichtshaut oder der Lippe. Es kann bis zu drei oder mehr Wochen dauern, bis Nasenherpes abgeheilt ist.

Was hilft gegen Nasenherpes?

Wer von Herpes in der Nase betroffen ist, sollte seinen Hausarzt aufsuchen und sich eine antivirale Salbe verschreiben lassen. Außerdem kommt zur Nasenherpes Behandlung häufig der Wirkstoff Aciclovir als wirksame verschreibungspflichtige Tabletten zum Einsatz. Ein Rezept für Aciclovir Tabletten kann bei den Ärzten von DrEd angefordert werden. Weitere bewähre Wirkstoffe sind Valaciclovir, Penciclovir und Ganciclovir. Sie verhindern, dass sich die Viren vermehren und lindern den Verlauf von Nasenherpes. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte mit der Einnahme der Tabletten so früh wie möglich, das heißt bei den ersten Hauterscheinungen, begonnen werden.

Welche natürlichen Heilmittel gegen Nasenherpes gibt es?

Ist die Herpesinfektion in der Nase nur leicht ausgeprägt, können auch Hausmittel ausprobiert werden. Betroffene behandeln leichten Nasenherpes zum Beispiel mit Teebaumöl, welches sie auf die Bläschen auftragen. Die Bläschen trocknen aus, die Krusten fallen so schneller ab und die Haut wird desinfiziert und beruhigt. Auch Pflanzliche Heilmittel können eine symptomatische Erleichterung der Beschwerden bewirken: Schwarzem Tee oder Salbeitee wird eine zusammenziehende und desinfizierende Wirkung zugesprochen. Der erkaltete Teebeutel wird mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgelegt. Wichtig für den Erfolg ist aber bei allen Behandlungsformen von Herpes in der Nase, dass sie so früh wie möglich angewendet werden. Die Wirksamkeit dieser Hausmittel sind wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen, können aber in Einzelfällen Linderung verschaffen.

Kann man Nasenherpes vorbeugen?

Besonders wichtig bei einer Nasenherpes Infektion ist eine gute Händehygiene. Nach jedem Auftragen der Medikamente auf die Infektionsgebiete sollen die Hände gründlich gewaschen werden. Zum Auftragen der Cremes und Salben am besten ein Wattestäbchen verwenden. Kontaktlinsenträger müssen besonders vorsichtig sein, sonst können die Viren ins Auge verschleppt werden. Bereits ab dem Auftreten von Nasenherpes Symptomen besteht eine Ansteckungsgefahr. Deshalb sollte man während der Infektion engen Körperkontakt (z.B. Küssen oder Benutzen des gleichen Trinkglases) mit Mitmenschen vermeiden und besonders bei Säuglingen und Kleinkindern auf ausreichend Abstand achten.

Da ein schwaches Immunsystem den Ausbruch von Herpesinfektionen begünstigt, ist eine Stärkung des Immunsystems als vorbeugende Maßnahme sinnvoll, um so die gesunden Intervalle zwischen den Krankheitsausbrüchen zu verlängern, wenn wiederholte Ausbrüche vorkommen.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die Bläschen in der Nase nach drei bis vier Wochen noch nicht abgeheilt sind, ein starkes Krankheitsgefühl besteht oder eine Nasenherpesinfektion mehrmals innerhalb von zwei Monaten auftritt.

Breiten sich die Bläschen zunehmend aus oder treten in Augennähe auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da es sonst zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann.

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Quellen:

  • Lilie, H. M., & Wassilew, S. W. (2000). Differentialdiagnose und Therapie des akuten Herpes zoster. In Dermatologie an der Schwelle zum neuen Jahrtausend (pp. 313-314). Springer Berlin Heidelberg. Online: www.link.springer.com, aufgerufen am 9.9.2015
  • Rober Koch Institut. Herpes simplex-Virus Typ 1 (HSV 1) und Typ 2 (HSV 2) Seroprävalenz in der deutschen Bevölkerung: Veränderungen über die Zeit und Vergleich zwischen den alten (ABL) und neuen (NBL) Bundesländern. Online: www.rki.de, aufgerufen am 9.9.2015
  • Hellenbrand, W., Müller, B., Thierfelder, W., Färber, I., Hamouda, O., & Breuer, T. (2001). Die Herpes simplex-Virus 1 (HSV1) und 2 (HSV2) Seroprävalenz in der deutschen Bevölkerung: Ein Vergleich zwischen den alten und neuen Bundesländern und Veränderungen über die Zeit. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie. Garmisch-Partenkirchen: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit.
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