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Frau informiert sich über Nebenwirkungen der Pille

Die häufigsten Nebenwirkungen der Pille beim Beginn der Einnahme sind Stimmungsschwankungen, Schmerzen und Spannungsgefühle im Brustbereich, Übelkeit mit oder ohne Erbrechen, Kopfschmerzen und unregelmäßige Blutungen. Sehr selten kommt es zu Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen, Depressionen oder starken Schmerzen in Brust oder Gliedmaßen. DrEd erklärt die häufig auftretenden Nebenwirkungen genauer. Einige Nebenwirkungen sollten jedoch vom verschreibenden Arzt abgeklärt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat die Pille?

Wenn es zu den oben genannten oder anderen Nebenwirkungen unter der Einnahme der Pille kommt, sollte der behandelnde Gynäkologe darüber informiert werden. Er kann bei sehr starken Nebenwirkungen nach Ablauf der ersten drei Monate - da sich die Nebenwirkungen meist innerhalb der ersten drei Monate der Einnahme legen - mit der Patientin gemeinsam über einen Pillenwechsel sprechen. Wird die nächste Pille wiederum nicht vertragen, kann es sinnvoll sein, den Gebrauch von alternativen Verhütungsmethoden in Betracht zu ziehen.

Minipillen, also reine Gestagenpillen, haben ein etwas anderes Spektrum an Nebenwirkungen. Sie verbessern die Haut meist nicht bzw. verursachen bei Frauen mitunter Akne. In solchen Fällen werden oft Mikropillen, die die Hormone Östrogen und Gestagen enthalten, bevorzugt, da sie die Haut oft verbessern. Es kann außerdem, besonders anfangs, zu starken Regelschmerzen und unregelmäßigen Schmierblutungen kommen. Wie auch bei der Mikropille pendeln sich die Nebenwirkungen häufig drei Monate nach dem Beginn der Pilleneinnahme ein. 

Nimmt man durch die Einnahme der Pille zu?

Die ersten Pillen, die Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Markt waren, enthielten noch große Mengen der Hormone Östrogen und Gestagen. Heutzutage werden hauptsächlich sogenannte Mikropillen eingesetzt, die die beiden Hormone in deutlich geringerer Dosierung enthalten. Zusätzlich wurde das enthaltene Gestagen in unterschiedlichen chemischen Varianten eingefügt, um positive Nebenwirkungen zu verstärken und negative zu verringern. Durch die hohe Dosierung der Hormone in den ersten Pillen haben die Frauen durch Appetitsteigerung und Wassereinlagerungen stark an Gewicht zugenommen.

In den neuen Generationen der Pille ist das jedoch nur noch selten der Fall. Sollte es zu einer Gewichtszunahme nach Einnahme der Pille kommen, muss dies mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden, um mögliche Ursachen außerhalb der Einnahme der Pille festzustellen. Gibt es diese nicht, so kann das Problem meist durch den Wechsel auf ein anderes Präparat gelöst werden.

Kann die Pille Durchfall verursachen?

Die Pille kann als Nebenwirkung Durchfall verursachen. Dieses ist jedoch nicht sehr häufig. Wenn Durchfall auftritt, tritt er besonders in der Anfangsphase der Einnahme auf und geht meistens nach der Gewöhnungsphase an das neue Medikament wieder vorbei.

Bei der Einnahme der Pille ist Durchfall jedoch ein Faktor, der die Zuverlässigkeit der Verhütung beeinflussen kann. Normalerweise ist die Pille ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Bei Durchfall innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie noch nicht vollständig ins Blut aufgenommen wurde. Wenn die Pille also Durchfall verursacht, sollte dies mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Oft sind auch andere Einflussfaktoren wie Ernährung, Stress und Magen-Darm-Infekte an der Entstehung von Durchfall beteiligt.

Entscheidet sich die Frau, die Pille weiter zu nehmen, besonders wenn die Durchfälle nicht sehr schwer sind und eine andere Ursache möglich ist, so kann die Pille weiterhin regelmäßig eingenommen werden. Es sollten jedoch zur Sicherheit zusätzliche Verhütungsmethoden, wie beispielsweise Kondome, verwendet werden. 

Möglich ist auch der Umstieg auf ein anderes Pillenpräparat, für den Fall, dass der Durchfall nicht nachlässt und andere Ursachen ausgeschlossen werden können.

Ist Thrombose eine Nebenwirkung der Pille?

Das bekannteste Risiko, das durch die Einnahme der Pille erhöht wird, ist die Entstehung einer Thrombose und die daraus folgende Lungenembolie. Frauen, die bereits Thrombosen erlitten haben, bei denen eine Gerinnungsstörung bekannt ist oder die aus anderen Gründen ein erhöhtes Thromboserisiko haben, dürfen also aufgrund dieses Risikos die Pille nicht einnehmen. Thrombosen sind Blutgerinnsel, die in den Blutgefäßen entstehen und an möglichen Engstellen stecken bleiben können (Embolie). Bleibt der Thrombus in einer Lungenarterie stecken, entwickelt sich eine unter Umständen lebensgefährliche Lungenembolie. Die verschiedenen Gestagene in den Pillen erhöhen das Thromboserisiko unterschiedlich stark. Die Einnahme der Pille erhöht das Risiko, eine venösen Thrombose zu erleiden.

Das Risiko für ein solches Ereignis ist durch die Einnahme der Pille je nach enthaltenem Gestagen bis zu zwölffach erhöht. Durch zusätzlich Thrombose-steigernde Risikofaktoren erhöht sich das Risiko weiter. Dazu gehört in erster Linie das Rauchen. Frauen, die rauchen und die Pille nehmen, sind besonders gefährdet, eine Thrombose zu erleiden. Auch Erkrankungen wie Bluthochdruck sowie Übergewicht spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Thrombosen.

Das durch die Pille erhöhte Thromboserisiko ist vor allem im ersten Jahr der Pilleneinnahme besonders hoch. Deshalb ist es sinnvoll, mit der Einnahme der Pille nur zu beginnen, wenn in naher Zeit kein Kinderwunsch besteht. Auch ein Absetzen der Pille, um kurz darauf wieder zu beginnen, sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Gesunde Ernährung, Sport, Normalgewicht, sowie ein gesunder Blutdruck verringern das Risiko für ein thrombotisches Ereignis ebenfalls. Wenn eine Frau ohne familiäre Vorbelastung und ohne weitere Risikofaktoren die Pille nehmen möchte, ist das also meistens möglich. Wenn eine familiäre Vorbelastung vorliegt oder weitere Thrombose-Risikofaktoren vorliegen, sollte das unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Kann es durch die Einnahme der Pille zu Zwischenblutungen kommen?

Eine häufige Nebenwirkung der Pille sind unregelmäßige Zwischen- oder Schmierblutungen. Sie können sowohl bei der Einnahme von Minipillen als auch von Kombinationspillen auftreten. Diese bestehen aufgrund der Umstellung des Hormonhaushaltes auf die neue Pille meist nur in den ersten Wochen bis maximal drei Monate nach Einnahmebeginn. Selten kommt es auf Dauer während der Einnahme zu Schmierblutungen, die auch dann in der Regel nicht besonders stark ausgeprägt sind.

Eine weitere Ursache für Schmierblutungen kann eine unregelmäßige Einnahme der Pille sein. Sie sollte je nach Art der Pille immer in einem bestimmten Zeitfenster eingenommen werden, um den Hormonspiegel stets aufrecht zu erhalten und einen optimalen Verhütungsschutz zu gewährleisten.

Wird eine Mikropille anstatt der normalen Einnahmezeit innerhalb von 12 Stunden nachträglich eingenommen, stellt dies keine Probleme für den Hormonspiegel und die empfängnisverhütende Wirkung dar. Für die Minipille ist das sichere Einnahmefenster deutlich kleiner: Es beträgt, bei den meisten Präparaten, nur drei Stunden und sollte streng eingehalten werden, um sowohl eine Schwangerschaft als auch Zwischenblutungen sicher zu verhindern.

Für den Hormonhaushalt kann eine unregelmäßige Einnahme außerhalb des entsprechenden Zeitfensters irritierend sein. In der Folge kann es einen oder wenige Tage später zu Zwischenblutungen kommen. Auch dies pendelt sich bei einer anschließend pünktlichen Einnahme in den folgenden Tagen wieder ein. Das gleiche gilt, wenn eine Pille vergessen wurde. Dies kann einerseits Schmierblutungen verursachen, wirkt sich jedoch auch auf den Verhütungsschutz aus. Deshalb müssen in diesem Fall besondere Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen werden. Auch dann reguliert sich der Hormonhaushalt jedoch innerhalb weniger Wochen wieder und auch die Blutung wird wieder pünktlich.

Manchmal kommt es bei einem Wechsel der Pille auf ein anderes Präparat zu Zwischenblutungen. In einer solchen Situation ist in der Regel ebenfalls nur ein wenig Geduld gefragt, bis sich der körpereigene Hormonhaushalt wieder an die Umstellung gewöhnt hat.

Für alle oben beschriebenen Fälle von Zwischenblutungen gilt: Wenn Zwischenblutungen sehr stark ausgeprägt, schmerzhaft oder in anderer Form krankhaft und nicht normal erscheinen, sollte immer der behandelnde Gynäkologe um Rat gefragt werden. Er kann im Zweifelsfall Erkrankungen ausschließen und weitere Maßnahmen einleiten.

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Quellen:

  • Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe, Thieme Verlag, 3. Auflage 2007, Hrsg.: M. Stauber, T. Weyerstahl: (S. 408 - 413)

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