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Mann mit Penisverkrümmung

Es wird geschätzt, dass etwa einer von 100 bis 1.000 Männern in Deutschland unter einer Penisverkrümmung leidet. Experten schätzen allerdings, dass es mehr Betroffene gibt, da viele Patienten aus Scham vor der Erkrankung nicht zum Arzt gehen. Dabei ist es wichtig, dass die Penisverkrümmung regelmäßig von einem Arzt kontrolliert wird, um einer möglichen Verschlechterung der Situation entgegenwirken zu können. DrEd klärt in diesem Artikel, welche Arten der Penisverkrümmung existieren, welche Symptome typisch sind und wie eine Penisverkrümmung behandelt wird.

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Welche Arten der Penisverkrümmung gibt es?

Generell kann zwischen der angeborenen (kongenitalen) und der erworbenen Penisverkrümmung unterschieden werden. Haben die Betroffenen eine erworbene Penisverkrümmung tritt sie meistens zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr das erste Mal in Erscheinung, während Männer mit einer angeborenen Penisverkrümmung bereits mit der Erkrankung aufwachsen. Eine erworbene Penisverkrümmung wird in der Fachsprache als Induratio penis plastica, wortwörtlich eine plastische Verhärtung des Penis, bezeichnet.

Welche Ursachen hat eine Penisverkrümmung?

Bisher sind die genauen Ursachen der Erkrankung noch ungeklärt. Auch zu den Risikofaktoren gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse, allerdings werden Dinge wie Bluthochdruck oder starker Alkoholkonsum als mögliche Risikofaktoren angesehen. Man geht davon aus, dass die Penisverkrümmung zu Stande kommt, wenn die Bindegewebshülle (Tunica albuginea) beschädigt ist, welche die beiden Schwellkörper umgibt. Dabei entstehen durch Kalkeinlagerungen Vernarbungen im Bindegewebe, die als kleine Knoten unter der Haut sichtbar werden. 

Bei der angeborenen Penisverkrümmung vermutet man einen Fehler in der genetischen Anlage, der zu einer fehlerhaften Ausbildung der Tunica albuginea und einer allgemeinen Bindegewebsschwäche führt. Dadurch kann sich die Harnröhre erweitern, wodurch die Form des Penisschaftes verändert wird.

Für das Auftreten einer erworbenen Penisverkrümmung kann es verschiedene Gründe geben. So kann es beim Geschlechtsverkehr zu kleinen Verletzungen (Mikrotrauma) kommen, wodurch die Tunica albuginea geschädigt wird. Auch können Stoffwechselerkrankungen in der Bindegewebsproduktion eine Rolle spielen. In einer Studie konnte zudem festgestellt werden, dass Männer die an der Dupuytren-Krankheit leiden, ein höheres Risiko für eine erworbene Penisverkrümmung haben. Bei der Dupuytren-Krankheit krümmen sich die Finger der Hand ebenfalls durch Bindegewebsknoten. In einigen Fällen liegen auch Penisverkrümmung und Dupuytren-Krankheit zeitgleich vor.

Welche Symptome treten bei Penisverkrümmung auf?

Auch hinsichtlich der Symptome lassen sich die beiden Arten der Penisverkrümmung unterscheiden. Bei der angeborenen Penisverkrümmung sind Beschwerden relativ selten. Zwar ist der Penis in eine Richtung gekrümmt, trotzdem kommt es kaum zu Einschränkungen während des Wasserlassens. In einigen Fällen kann es zu leichten Problemen während des Geschlechtsverkehrs kommen. Typisch ist hier die psychische Belastung der betroffenen Person durch die abweichende Form des Penisschaftes.

Bei der erworbenen Penisverkrümmung treten die Symptome anders auf. Die Abknickung entwickelt sich nach und nach und ist meistens ausschließlich am erigierten Penis sichtbar. Mit der Krümmung einher gehen punktuelle Schmerzen, die meist zu Beginn leicht auftreten und mit der Zeit stärker werden. Die Verhärtungen der Tunica albuginea werden mit dem Fortschreiten der Erkrankung als kleine Knoten unter der Haut tastbar. Aufgrund der fortschreitenden Krümmung und der Schmerzen kommt es zu starken Einschränkungen, vor allem beim Geschlechtsverkehr. In schweren Fällen kann es auch zu einer kompletten Vernarbung oder Verknorpelung des Penis kommen, sogar eine Knochenbildung kann in einzelnen Fällen auftreten (Penisknochen).

Wie wird eine Penisverkrümmung diagnostiziert?

Die meisten Patienten gehen aufgrund der Schmerzen oder der Angst vor einem Tumor (knötchenartige Wucherungen) zu einem Arzt. Dieser kann meist bereits aufgrund eines Gespräches sowie des Abtastens des Penis eine relativ sichere Diagnose stellen. Meist wird mittels einer Ultraschalluntersuchung die Diagnose gesichert, da man mit diesem Verfahren die vernarbten Bindegewebsanteile feststellen und damit den Behandlungsort genauer lokalisieren kann. Zur Diagnostik werden selten alternative bildgebende Verfahren wie CT oder MRT eingesetzt. Sie werden allerdings häufig zur Abklärung verwendet, wenn sich der Arzt in seiner Diagnose unsicher ist und eine andere Erkrankung hinter den Symptomen vermutet.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Art der Behandlung ist es wichtig, ob eine angeborene oder eine erworbene Penisverkrümmung vorliegt. So kann die angeborene Form ausschließlich operativ behandelt werden, während bei einer erworbenen Penisverkrümmung auch eine Behandlung mit Medikamenten in Betracht gezogen werden kann. Zu beachten ist, dass die medikamentöse Behandlung nach aktuellem Stand bereits vernarbtes Gewebe nicht wieder regenerieren kann. Aus diesem Grund sollte bereits so zeitig wie möglich mit der Behandlung begonnen werden. Eine weitere Möglichkeit bieten Verfahren wie die Ultraschalltherapie oder die extrakoporale Stoßwellentherapie. Letzteres Verfahren befindet sich derzeit in der Erprobung und soll in der Zukunft einige Möglichkeiten zur Schmerzlinderung bieten. Zeigt die medikamentöse Behandlung keine Erfolge oder ist die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten, bietet eine Operation meist die letzte Option.

Eine Operation sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn der Leidensdruck des Patienten sehr groß ist. Allerdings sollte ein derartiger Eingriff frühestens sechs Monate nach dem erstmaligen Auftreten erfolgen. Für eine Operation zur Korrektur des Penisschaftes werden je nach Krümmung unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Bei den am häufigsten eingesetzten Techniken wird entweder die längere Penisseite gekürzt (Raffplasttechnik) oder die kürzere Seite verlängert (Inzisionsbehandlung). Der Nachteil dieser Methoden ist, dass das vernarbte Gewebe im Penis enthalten bleibt, weswegen es bei etwas mehr als einem Drittel der Fälle zu einer Erektionsstörung nach der Operation kommt. Der Vorteil der Methoden ist, dass die chirurgischen Eingriffe relativ wenig Aufwand erfordern. Ein aufwendigerer Eingriff ist die Exzisionsbehandlung, bei der die Narbenstruktur entfernt und durch Bindegewebstransplantate oder sogenannte Penisprothesen ersetzt wird, die später teilweise zu körpereigenem Material umgewandelt werden können.

Welche Medikamente existieren zur Behandlung der Penisverkrümmung?

Da das genaue Entstehen der Erkrankung noch nicht komplett geklärt ist, ist auch die medikamentöse Behandlung einer Penisverkrümmung bisher sehr schwierig. Aus diesem Grund kann nicht die eigentliche Ursache, sondern lediglich die vermehrte Bildung sowie die Vernarbung des Bindegewebes verhindert werden. Das momentan gängige Mittel dazu ist unter dem Namen „Potaba“ erhältlich und enthält als Wirkstoff Kalim-4-aminobenzat. Durch die nachgewiesene Hemmung der Bindegewebsproduktion kann das Fortschreiten der Krankheit verhindert werden. Bereits bestehende Deformationen können allerdings nicht wieder rückgängig gemacht werden. Potaba ist im Moment das einzige in Deutschland zur Behandlung einer Induratio penis plastica zugelassene Medikament und kann entweder in Pulver- oder Tablettenform eingenommen werden.

In den USA ist bereits ein weiteres Medikament unter dem Namen „Xiaflex“ auf dem Markt, welches aber kontrovers diskutiert wird, da eine Wirkung nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Außerdem gibt es zu diesem Medikament noch keine Langzeitstudien zu etwaigen Nebenwirkungen.

Welche Nebenwirkungen können bei der medikamentösen Behandlung auftreten?

Bei der Behandlung mit Potaba kann es zu Fieber, Magenbeschwerden oder Übelkeit kommen. Gelegentlich sind auch Gelenkschmerzen oder Hautausschlag möglich. Selten können schwerere Nebenwirkungen wie Leberentzündungen oder eine Veränderung des Blutes auftreten.

Welche Nebenwirkungen können bei der operativen Behandlung auftreten?

Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung bei einer operativen Behandlung sind neben den typischen Risiken einer Operation (Blutungen oder ähnliches) eventuell auftretende Erektionsstörungen als unerwünschte Folge der Operation.

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Quellen:

  • Nugteren, H. M., Nijman, J. M., De Jong, I. J., & Van Driel, M. F. (2011). The association between Peyronie's and Dupuytren's disease. International journal of impotence research, 23(4), 142-145. Online: www.nature.com, aufgerufen am 31.10.2015
  • Hauptmann, A., Diemer, T., & Weidner, W. (2013). [Current therapeutic options for Peyronie's disease]. Der Urologe. Ausg. A, 52(10), 1406-1415. Online: www.europepmc.org, aufgerufen am 31.10.2015
  • Alwaal, A., Aly Hussein, A., B Zaid, U., & F Lue, T. (2015). Management of Peyronie's Disease after Collagenase (Xiaflex:®). Current drug targets, 16(5), 484-494. Online: www.ingentaconnect.com, aufgerufen am 31.10.2015
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