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Arzt klärt Patient über Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs auf

Prostatakrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern in Deutschland. Neben der unmittelbaren Gesundheitsgefahr die von Prostatakrebs ausgeht, kann ein Tumor der Prostata unter anderem auch zu Inkontinenz und Erektionsstörungen führen. Mit modernen Behandlungsmethoden lässt sich Prostatakrebs in vielen Fällen allerdings sehr gut behandeln.

 

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Was ist die Prostata?

Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und befindet sich direkt unterhalb der Harnblase zwischen Penis und Enddarm. Nur Männer besitzen eine Prostata. Sie ist ungefähr 20 g schwer, besteht hauptsächlich aus Drüsengewebe und umschließt den oberen Teil der Harnröhre. Die Aufgabe der Prostata ist es, einen Teil des Ejakulats zu produzieren, das beim Orgasmus in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit den Spermien vermischt. Das Prostata-Sekret hilft den Spermien unter anderem bei ihrer Bewegung und schützt sie vor dem sauren Milieu in der weiblichen Scheide. Die Prostata unterstützt also die Zeugungsfähigkeit des Mannes.

Wie entstehen Tumore der Prostata?

Die Prostata ist mikroskopisch in mehrere Bereiche gegliedert, nämlich die zum Enddarm hin gelegene periphere Zone, die zentrale Zone und die an die Harnröhre anliegende Übergangszone. Jede dieser Zonen besteht zum Großteil aus Drüsengewebe, das das Prostata-Sekret produziert, sowie zu geringen Anteilen aus Bindegewebe (Stroma) und Deckgewebe (Epithel). Ein Prostatatumor kann im Prinzip in allen der genannten Zonen auftreten, allerdings treten bösartige Prostatatumore am häufigsten im Drüsengewebe der peripheren Zone auf.

Als Tumor wird allgemein eine abnorme Zellvermehrung bezeichnet, die nicht mehr zentral durch die normalen Körperfunktionen reguliert ist. Dieser Prozess kann durch Schäden an der Erbinformation (DNA) einer Zelle ausgelöst werden. Viele Faktoren können solche Wucherungen begünstigen, beispielsweise Rauchen, Alkohol, bestimmte Chemikalien oder radioaktive Strahlung. Wenn eine Prostatazelle entsprechend geschädigt wurde, beginnt sie sich unkontrolliert zu teilen, wodurch die Prostata oder genauer gesagt der Prostatatumor allmählich größer wird.

Warum werden manche Tumore als gutartig bezeichnet?

Gutartige (benigne) Tumore zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nicht in andere Teile des Körpers ausbreiten. Außerdem wachsen sie nicht in Blutgefäße oder Lymphbahnen hinein und bilden keine Tochtergeschwülste (Metastasen). Mikroskopisch betrachtet liegt dies daran, dass benigne Tumore immer innerhalb einer abgegrenzten Zellschicht, der sogenannten Basalmembran wachsen. Gutartige Tumore können zwar auch durchaus schnell wachsen und teilweise sehr groß werden, allerdings zerstören sie dabei keine lebenswichtigen Strukturen wie innere Organe. Daher sind gutartige Tumore in der Regel nicht lebensbedrohlich, können aber trotzdem Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen verursachen.

Was ist die benigne Prostatahyperplasie?

Im Fall der Prostata bezeichnet man einen gutartigen Tumor als benigne Prostatahyperplasie (BPH). Die BPH tritt bei der Hälfte der Männer, die älter als 50 Jahren sind, auf und entsteht meist in der Übergangszone der Prostata. Ein Großteil der Männer mit BPH ist zeitlebens beschwerdefrei. Es kann aber vorkommen, dass durch die BPH die Harnröhre oder der Blasenausgang eingeengt werden, sodass betroffene Männer unter anderem Probleme beim Wasserlassen oder eine Neigung zu Harnwegsinfekten entwickeln können. In diesen Fällen sollte eine Behandlung der BPH erfolgen, um weitere Komplikationen bis hin zu Nierenversagen zu vermeiden.

Was machen bösartige Prostatatumore?

Bösartige (maligne) Tumore wachsen zwar zunächst ähnlich wie benigne Tumore räumlich begrenzt innerhalb der Basalmembran. Im Unterschied zu gutartigen Tumoren durchbrechen sie diese aber irgendwann und breiten sich dabei immer weiter in angrenzende Organe, Blutgefäße, Lymphbahnen oder Knochen aus. Zudem können sich einzelne Tumorzellen abspalten und zum Beispiel in Blutgefäßen an andere Stellen im Körper wandern, um dort eine Metastase zu bilden. Im Verlauf des Tumorwachstums werden dabei immer mehr Strukturen im Körper durch den Tumor und seine Metastasen zerstört, sodass maligne Tumoren unbehandelt in der Regel zum Tod führen.

Bösartige Tumore der Prostata, sogenannte Prostatakarzinome, gehören zu den häufigsten malignen Tumoren bei Männern. Jedes Jahr erkranken in Deutschland ungefähr 65.000 Männer an bösartigen Veränderungen der Prostata, etwa 12.000 Männer sterben jährlich an den Folgen eines Prostatakarzinoms. Obwohl diese Zahlen hoch erscheinen, zeigen Prostatakarzinome zwei Eigenschaften, die sie von vielen anderen Krebsarten unterscheiden. Einerseits wachsen die meisten Prostatakarzinome verhältnismäßig langsam, andererseits ist die Tendenz zur Metastasierung erst ab einem Durchmesser von 0.2 cm³ gegeben und ab Tumorgrößen von ungefähr 4 cm³ kann der Primärtumor in das umliegende Gewebe expandieren.

Frühsymptome von Prostatakarzinomen sind häufig, wie bei der benignen Prostatahyperplasie auch, Beschwerden beim Wasserlassen und eine erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfekte. Bei fortgeschrittenen Prostatakarzinomen treten oftmals Metastasen im Skelett auf, besonders in den Beckenknochen und der Wirbelsäule. Dadurch kommt es bei Betroffenen teilweise zu Rückenschmerzen, die somit auch ein Symptom eines Prostatakarzinoms sein können.

Wer ist besonders gefährdet, Prostatakrebs zu entwickeln?

Da Frauen keine Prostata besitzen, können nur Männer an Prostatakrebs erkranken. Bei Männern unter 45 Jahren tritt Prostatakrebs so gut wie nicht auf. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Prostatakrebs stetig an. Ein weiterer Risikofaktor neben dem Alter ist eine genetische Vorbelastung in der Familie. Männer, bei denen ein Verwandter ersten oder zweiten Grades an Prostatakrebs erkrankt ist, haben ein bis zu dreimal höheres Risiko, selbst ein Prostatakarzinom zu bekommen. Außerdem begünstigen wohl ungesunde Umweltfaktoren und Lebensgewohnheiten die Entwicklung von Prostatakrebs. Dazu zählen schlechte Luftqualität, der Verzehr großer Mengen tierischer Produkte, Übergewicht und mangelnde Bewegung.

Auch regional unterschiedliche Neuerkrankungsraten lassen sich zumindest teilweise auf die landestypischen Lebensgewohnheiten zurückführen. So ist beispielsweise das Prostatakrebs-Risiko unter amerikanischen Männern bis zu 73-fach höher als unter chinesischen Männern. Ob auch Infektionen und Entzündungen der Prostata Prostatatumore begünstigen ist immer noch Gegenstand aktueller Forschung. Seit einigen Jahren gibt es auch starke Hinweise, das regelmäßiges Ejakulieren, also häufiger als vier Mal pro Woche ab dem frühen Erwachsenenalter, das Risiko für Prostatakrebs um bis zu 20 Prozent senken kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ejakulation im Rahmen von Geschlechtsverkehr oder Masturbation erfolgt.

Wie erkennt man Prostatakrebs?

Da Prostatakrebs im Frühstadium normalerweise keine Symptome hervorruft, wird eine jährliche Früherkennungsuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr empfohlen. Im Rahmen dieser Früherkennung wird in der Regel eine digital-rektale Untersuchung durchgeführt. Dabei führt der Arzt einen behandschuhten Finger in den After des Patienten ein und tastet von dort aus die Prostata. Auch wenn diese Untersuchungsmethode archaisch anmutet, kann ein erfahrener Arzt damit mit relativ hoher Sicherheit ein Prostatakarzinom ertasten. Weitere diagnostische Maßnahmen sind eine Ultraschalluntersuchung der Prostata und eine Blutentnahme zur Bestimmung diverser Laborwerte wie dem prostataspezifischen Antigen (PSA). Durch diese regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen können sowohl gut- als auch bösartige Prostatatumore heutzutage sehr früh erkannt und falls nötig gut behandelt werden.

Können Prostatatumore behandelt werden?

Prostatatumore können besonders in frühen Stadien effektiv behandelt werden. Auch für weiter fortgeschrittene Prostatakarzinome stehen heutzutage gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die benigne Prostatahyperplasie kann anfangs zumeist einfach engmaschig überwacht und beispielsweise mit pflanzlichen Medikamenten wie Kürbiskernextrakten behandelt werden. Sobald die Symptomatik eine gewisse Stärke erreicht, ist mindestens eine teilweise Entfernung der Prostata angeraten.

Bei bösartigen Prostatatumoren hängt das Vorgehen sehr stark von der individuellen Tumorgröße und -lage ab. Sehr kleine Karzinome werden zunächst nur regelmäßig kontrolliert, da in klinischen Studien gezeigt wurde, dass eine Behandlung dieser sehr frühen Krebsstadien keinen gesundheitlichen Vorteil für den Patienten bringt. Lediglich bei verhältnismäßig jungen Patienten, also unter 60 Jahren, kann ein frühzeitiges Einschreiten sinnvoll sein. Bei mäßig weit fortgeschrittenen Tumoren ist die Standardtherapie die operative Entfernung der Prostata. Auch bei diesen Patienten spielt das Alter eine Rolle. Da Prostatakarzinome in der Regel sehr langsam wachsen, wird bei vielen älteren Patienten ab ungefähr 70 bis 75 Jahren aufgrund der ohnehin geringeren natürlichen Lebenserwartung von einer Operation abgesehen. Im Fall von sehr weit fortgeschrittenen Prostatakarzinomen müssen die Therapieoptionen individuell festgelegt werden. In Frage kommen – neben einer operativen Entfernung des Krebsgeschwürs – eine hormonunterdrückende (antiandrogene) medikamentöse Therapie, Bestrahlung oder eine Chemotherapie.

Welche Gefahren gibt es bei einer chirurgischen Entfernung der Prostata?

Neben den normalen Risiken einer Operation in Vollnarkose gibt es bei der vollständigen Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) Besonderheiten, die mit bedacht werden sollten. Je nach Größe und Lage des Tumors kann eine Entfernung der Nerven notwendig sein die für die Erektion des Penis zuständig sind. Auch bei einer nervenerhaltenden Operation kann es dennoch vorkommen, dass diese Nerven geschädigt werden. Eine zeitweise oder auch dauerhafte Erektionsstörung kann daher die Folge sein. Des Weiteren kann es durch Schädigung des Blasenschließmuskels zu Inkontinenz kommen. Daher sollte vor der Operation mit dem Arzt ein intensives Beratungsgespräch geführt werden, in dem auch die individuellen Risiken abzuwägen sind.

 

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Quellen:

  • Hautmann, R., & Huland, H. (Eds.). (2006). Urologie. Springer-Verlag.
  • Snowdon, D. A., Phillips, R. L., & Choi, W. (1984). Diet, obesity, and risk of fatal prostate cancer. American journal of epidemiology, 120(2), 244-250.
  • Rider, J. R., Wilson, K. M., Sinnott, J. A., Kelly, R. S., Mucci, L. A., & Giovannucci, E. L. (2016). Ejaculation frequency and risk of prostate cancer: updated results with an additional decade of follow-up. European urology, 70(6), 974-982.
  • Stone, N. N., & Crawford, E. D. (2016). The Prostate Cancer Dilemma. Springer International Publishing. 

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