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Frau vermeidet Rauchen in der Schwangerschaft

Etwa 25 Prozent aller Frauen in Deutschland rauchen. Zu Beginn einer Schwangerschaft geben nur ein Drittel der rauchenden Schwangeren das Rauchen auf. Doch Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Komplikationen während der Schwangerschaft, welche durch einen Rauchstopp vermeidbar sind. DrEd erklärt, welche Risiken Rauchen für die Schwangerschaft und das ungeborene Kind mit sich bringt.

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Welche Wirkung hat Zigarettenrauch im Körper einer Schwangeren?

Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe des Tabaks und gleichzeitig der Stoff, der für das große Suchtpotential von Zigaretten verantwortlich ist, ist das Nikotin. Im Gehirn bindet es an die sogenannten Acetylcholin-Rezeptoren und vermittelt, unter anderem durch eine Ausschüttung des Glücks-Botenstoffes Dopamin, seine süchtig machende Wirkung.

Auch im restlichen Körper wirkt Nikotin, hier zum Beispiel durch Ausschüttung des Botenstoffes Norardrenlin. Dieser dem Adrenalin eng verwandte Botenstoff führt zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und einer Verengung von Blutgefäßen. Gerade diese Effekte vom Rauchen spielen eine wichtige Rolle bei den Risiken des Rauchens für das ungeborene Kind.

Wie wirkt sich Rauchen in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind aus?

Um die Auswirkungen des Rauchens auf das ungeborene Kind zu verstehen, müssen verschiedene Aspekte betrachtet werden. Von großer Bedeutung sind vor allem die Effekte von Zigaretten auf:

  • Den frühen Embryo
  • Die Plazenta (Mutterkuchen)
  • Das Wachstum des Fötus
  • Die Mutter

1) Wirkung des Rauchens auf den frühen Embryo

In Studien konnte der Einfluss von Rauchen auf das Wachstum des frühen Embryos nachgewiesen werden. Ein verringertes Wachstum des Embryos hing direkt mit der Anzahl und der Stärke der gerauchten Zigaretten zusammen. Zudem wurde beobachtet, dass die Rate von spontanen Fehlgeburten (Aborten) in der frühen Schwangerschaft bei Raucherinnen um etwa 20 Prozent erhöht ist. Ein genauer Grund für diesen Effekt ist allerdings nicht bekannt.

2) Wirkung des Rauchens auf die Plazenta

Die Plazenta, auf Deutsch als Mutterkuchen bezeichnet, ist während der Schwangerschaft für die Ernährung des Fötus und dessen Versorgung mit Sauerstoff zuständig. Mütterliches Blut gelangt durch die Plazenta zum Fötus.

Nikotin, das eine gefäßverengende Wirkung besitzt, führt auch in der Plazenta zu einer Verringerung der Durchblutung. Dadurch kann die Sauerstoffversorgung des Fötus verringert werden und eine ausreichende Nährstoffversorgung ist möglicherweise nicht mehr gewährleistet. Zudem können viele Giftstoffe, die im Zigarettenrauch enthalten sind, die Plazenta überwinden und ihre Wirkung auf das Kind entfalten.

3) Wirkung des Rauchens auf das Wachstum des Fötus

Das Geburtsgewicht des Kindes ist einer der wichtigsten Faktoren für die Gesundheit und das Überleben von Neugeborenen. Kinder, die mit einem Geburtsgewicht von weniger als 2.500 g auf die Welt kommen, haben ein vierzigfach höheres Risiko, in der Zeit kurz nach der Geburt (sogenannte Neonatalperiode) zu versterben.

Auch nach der Neonatalperiode gibt es zusätzliche Risiken für Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht. Infektionen der unteren Atemwege, die im Säuglingsalter schnell lebensgefährlich werden können, sind häufiger. Im späteren Jahren und im Erwachsenenalter steigt das Risiko für Lernstörungen, Verhaltensstörungen und krankhaftes Übergewicht.

Rauchen führt zu einer geringeren Sauerstoffversorgung des Kindes. Hierdurch erklärt man sich den Einfluss, den das Rauchen auf das Geburtsgewicht von Kindern zeigt. In einer großangelegten Studie, in der Daten von 50.000 Schwangeren untersucht wurden, konnte gezeigt werden, dass Kinder von rauchenden Müttern mit deutlich verringertem Gewicht zur Welt kommen.

4) Wirkung des Rauchens auf die Mutter

Neben den anerkannten schädlichen Wirkungen des Rauchens – wie z.B. einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs und andere Lungenerkrankungen – bringt Rauchen in der Schwangerschaft besondere Risiken mit sich.
So ist die Wahrscheinlichkeit von Blutungen vor und während der Geburt erhöht und das Risiko für eine vorzeitige Plazentaablösung (Abruptio placentale) steigt.

Löst sich die Plazenta schon vor der Geburt ab, wird die Sauerstoffversorgung des Kindes stark beeinflusst. Es kann sogar zu einem Ersticken des Kindes im Mutterleib kommen. Außerdem können auch die Blutgefäße, die in der Placenta liegen, reißen und lebensbedrohliche Blutungen für Mutter und Kind verursachen.

Wann sollten Schwangere mit dem Rauchen aufhören?

Da Rauchen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen hat, empfiehlt es sich, dass schon bei einem Kinderwunsch beide Partner das Rauchen aufgeben. Spätestens bei einem positiven Schwangerschaftstest sollte die Mutter mit dem Rauchen aufhören.
Da Passivrauchen ebenfalls einen schädlichen Einfluss auf das Kind im Mutterleib hat, ist es am besten, wenn in Anwesenheit der Schwangeren auch der Partner und andere Personen nicht rauchen.

Auch während der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören – am Besten vor der fünfzehnten Schwangerschaftswoche – hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes. Das Risiko für Frühgeburten und andere Komplikationen wird deutlich gesenkt.

Kann nach der Schwangerschaft wieder geraucht werden?

Sollte man sich für einen Rauchverzicht nur während der Schwangerschaft entscheiden, gibt es einiges zu beachten.

Zum einen ist Passivrauchen gerade für Neugeborene und Kleinkinder sehr gefährlich, denn diese befinden sich in ständiger körperlicher Entwicklung. Die negativen Einflüsse des Zigarettenrauchs kommen hier also besonders zum Tragen. Außerdem beeinflusst Rauchen die Muttermilch. Es wird weniger Milch produziert und viele der Schadstoffe, die in dem Zigarettenrauch enthalten sind, gelangen in die Muttermilch und damit zum Kind.

Daher ist es am Besten, einen Rauchstopp in der Schwangerschaft zu nutzen, um das Rauchen ein für alle Mal aufzugeben.

Kann eine Raucherentwöhnung in der Schwangerschaft schädlich für das Kind sein?

Lange Zeit kursierte der Mythos, ein Rauchstopp während der Schwangerschaft und die damit verbundenen Entzugserscheinungen, haben einen negativen Einfluss auf die Gesundheit des Kindes. Für diese These gibt es allerdings keine belastbaren medizinischen Beweise. Ein Rauchstopp während der Schwangerschaft bringt eindeutig mehr positive Effekte mit sich als eventuelle Risiken für das Kind. Welche Hilfsmittel bei einer Raucherentwöhnung während der Schwangerschaft angewandt werden können, besprechen Schwangere am besten mit ihrem Arzt.

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Quellen:

  • Hösli, I., Zanetti-Daellenbach, R., Holzgreve, W., & Lapaire, O. (2008). Rauchen in der Schwangerschaft. Geburtsh Frauenheilk, 68, 141-146. Online: www.researchgate.net, aufgerufen am 26.12.15
  • Cnattingius, S. (2004). The epidemiology of smoking during pregnancy: smoking prevalence, maternal characteristics, and pregnancy outcomes. Nicotine & Tobacco Research, 6(Suppl 2), S125-S140. Online: www.oxfordjournals.org, aufgerufen am 26.12.15
  • O'Campo, P., Davis, M. V., & Gielen, A. C. (1995, August). Smoking cessation interventions for pregnant women: review and future directions. In Seminars in Perinatology (Vol. 19, No. 4, pp. 279-285). WB Saunders. Online: www.seminperinat.com, aufgerufen am 26.12.15

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