Hervorragend 9.5/10
Frau Magenschmerzen auf Grund eines Reizmagens

Der Reizmagen wird im Fachjargon auch „funktionelle Dyspepsie“ genannt. Damit sind Verdauungsbeschwerden im Oberbauch (oberer Gastrointestinaltrakt) bezeichnet, für die keine eindeutige organische Ursache gefunden werden kann.

Sie leiden unter Sodbrennen?

Bei DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Was ist ein Reizmagen?

Bei der funktionellen Dyspepsie berichten die betroffenen Personen von verschiedenen Beschwerden im Magen/Oberbauch. Untersuchungen und Labortests beim Facharzt zeigen jedoch keine auffälligen Befunde. Es kann also keine eindeutige organische Ursache für die Beschwerden gefunden werden. Wenn sich auch nach drei Monaten anhaltender Beschwerden keine organische Ursache feststellen lässt, so werden die Beschwerden als „funktionell“ eingestuft. Meist lässt sich ein Zusammenhang zwischen der Stärke der Beschwerden und z.B. Stress im Alltag aufdecken.

Wie häufig ist der Reizmagen?

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der Bevölkerung unter Reizmagen-Beschwerden leiden – das bedeutet, dass jeder zehnte zumindest gelegentlich funktionelle Dyspepsie-Symptome hat.

Welche Symptome kann der Reizmagen haben?

Der Reizmagen kann verschiedene andere Erkrankungen wie Sodbrennen, eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösopahgitis) oder eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) imitieren. Mögliche Symptome können saures Aufstoßen, Schmerzen hinter dem Brustbein oder Schmerzen im Oberbauch sein. Des Weiteren können vermehrtes Aufstoßen („Rülpsen“), Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit, ein Druckgefühl in der Magengegend sowie Übelkeit bis hin zu Erbrechen auftreten. Oftmals treten neben Symptomen einer funktionellen Dyspepsie auch Reizdarm-Beschwerden wie Verstopfung oder wässrig-schleimige Durchfälle und Blähungen auf. Die Beschwerden können vor, während oder nach den Mahlzeiten auftreten oder vollkommen unabhängig von diesen sein.

Wann sollte der Betroffene den Arzt aufsuchen?

Wenn die genannten Beschwerden erstmals über einige Tage hinaus auftreten, sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen. Dies ist wichtig, da den genannten Symptomen ernsthafte Erkrankungen wie z.B. eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori oder eine Refluxerkrankung zu Grunde liegen kann. Der Arzt wird verschiedene Untersuchungen durchführen, darunter möglicherweise eine Magenspiegelung oder eine Blutentnahme, um ernste Erkrankungen auszuschließen. Wenn neben den vermeintlichen Reizmagen-Beschwerden Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust auftreten, darf nicht viel Zeit verstreichen, bis der Arzt aufgesucht wird. Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust können z.B. auf eine bösartige Erkrankung wie Magenkrebs hinweisen.

Welche Ursachen gibt es für den Reizmagen?

Bevor die Diagnose eines Reizmagens gestellt wird, wird eine Reihe weiterer Erkrankungen durch den Arzt ausgeschlossen. Ebenso sollten alle Medikamente, die der Patient einnimmt, auf mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen überprüft werden. Manche Schmerzmittel können z.B. dazu führen, dass sich eine Magenschleimhautentzündung entwickelt. Bei der Diagnose „funktionelle Dyspepsie“ handelt es sich somit um eine sogenannte „Ausschlussdiagnose“, für die sich zumeist keine körperliche Ursache finden lässt.

Patienten mit Reizmagen haben ein überempfindliches vegetatives Nervensystem im Oberbauch, welches ihre Beschwerden verursacht. Teilweise finden sich Auffälligkeiten wie z.B. eine verzögerte Magenentleerung nach den Mahlzeiten („Magenträgheit“). Da sich keine direkte körperliche Ursache für den Reizmagen finden lässt, wird der behandelnde Arzt den Patienten nochmals genau nach seiner aktuellen Lebenssituation und seinen Lebensgewohnheiten befragen und versuchen, Situationen zu identifizieren, in denen die Beschwerden stärker bzw. schwächer waren. Dies geschieht mit der Intention, die individuellen Auslöser und Verstärker der Reizmagen-Symptomatik herauszufinden. Je nach Patient können Stress, unstete Lebensgewohnheiten, ein ungesundes Essverhalten, Schlafmangel, Stress in der Beziehung oder psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen die Reizmagen-Beschwerden verursachen.

Wie kann der Reizmagen behandelt werden?

Die Behandlung des Reizmagens gestaltet sich sehr individuell. Oftmals ist viel Geduld notwendig, bis Möglichkeiten gefunden werden, die dem Patienten helfen, die Beschwerden zu lindern. Die Reduktion von Alltagsstress sowie ausreichender Schlaf können bereits helfen. Ebenso sollte auf eine „magenfreundliche“ Ernährung geachtet werden – hierzu zählt der Verzicht auf schwer verdauliche Speisen (z.B. stark fetthaltige oder blähende Gerichte, unter Umständen auch Rohkost und Vollkornprodukte) sowie eine Mahlzeitenverteilung mit fünf kleineren anstatt drei großen Hauptmahlzeiten. Ein Ernährungstagebuch, in das neben den täglichen Speisen auch die Reizmagen-Symptome notiert werden, kann dabei helfen, individuell schlechter verträgliche Nahrungsmittel zu identifizieren. Der Verzicht auf Nikotin, Alkohol und Koffein kann ebenfalls hilfreich sein.

Wenn psychische Erkrankungen vorliegen, sollten auch diese behandelt werden. Nach Abklingen z.B. einer Depression verschwinden die Reizmagen-Symptome oft von ganz allein.

Kann doch eine körperliche Ursache gefunden werden, so muss diese selbstverständlich behandelt werden. Eine Refluxerkrankung wird z.B. mit Protonenpumpeninhibitoren behandelt, eine Magenschleimhautentzündung mit Antibiotika-Kombinationen.

Welche Medikamente können gegen den Reizmagen eingesetzt werden?

Wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg bringen, können verschiedene Medikamente gegen den Reizmagen eingesetzt werden. Beschwerden wie saures Aufstoßen und Magenschmerzen sprechen oft gut auf eine Behandlung mit Protonenpumpeninhibitoren an, durch die die Menge an Magensäure reduziert wird. Liegt eine Magenträgheit vor, können sogenannte Prokinetika wie z.B. Metoclopramid helfen. Die Beschwerden kehren nach Absetzen der Medikamente allerdings häufig wieder zurück.

Welche Prognose hat die Reizmagen-Erkrankung?

Über den Verlauf der funktionellen Dyspepsie lässt sich leider keine allgemeingültige Aussage treffen. Viele Betroffene werden nur einen Teil ihres Lebens von dem Magen als „Schwachstelle“ begleitet, oftmals in einem besonders stressigen Lebensabschnitts. Wenn eine magenfreundliche Ernährung eingehalten wird, können die Beschwerden meist reduziert werden. Oftmals treten sie jedoch in erneuten Stressphasen wieder auf.
Viele Betroffene leiden zudem unter weiteren funktionellen Beschwerden, wie z.B. funktionellen Herzbeschwerden oder Reizdarm-Symptomen. In diesen Fällen liegt ein überempfindliches vegetatives Nervensystem vor. Ganzheitliche Entspannungsmethoden und moderate körperliche Aktivität wie z.B. Yoga können den Betroffenen dabei unterstützen, mit dieser Veranlagung besser zurecht zu kommen.

Wie kann man dem Reizmagen vorbeugen?

Funktionellen Verdauungsbeschwerden kann vorgebeugt werden. Große Bedeutung liegt dabei in einer gesunden Lebensweise: Stress sollte reduziert werden, ausreichender Schlaf und eine leichte, vollwertige Ernährung unterstützen den Körper ebenfalls. Mehrere, kleine Mahlzeiten können über den Tag verteilt eingenommen werden, der Genuss von Alkohol sollte eine Ausnahme sein. Es empfiehlt sich ein Rauchstopp, sowie nur ein moderater Konsum von Kaffee. In den Alltag sollte zudem körperliche Aktivität eingebaut werden, wie z.B. täglich flottes Spazierengehen. Achtsamkeits- und Entspannungsübungen helfen der Seele, im Gleichgewicht zu bleiben.

Sie leiden unter Sodbrennen?

Bei DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Quellen:

  • Talley, N. J., Walker, M. M., & Holtmann, G. (2016). Functional dyspepsia. Current Opinion in Gastroenterology, 32(6), 467-473.
  • Talley, N. J., & Ford, A. C. (2015). Functional dyspepsia. New England Journal of Medicine, 373(19), 1853-1863.
  • Arasteh, K., Baenkler, H. W., Bieber, C., Brandt, R., & Chatterjee, T. T. (2012). Duale Reihe Innere Medizin. Georg Thieme Verlag.

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an [email protected] schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Standardversand

Lieferung in 1 bis 3 Werktagen

KOSTENLOS
Expressversand

Lieferung am nächsten Werktag

10,00 €
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen