Hervorragend 9.5/10
Mann nach einem Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine häufig auftretende Notsituation, die schwere Folgen mit sich bringt und zum Tod führen kann. Mit zunehmender Lebenserwartung in den Industrienationen steigt die Anzahl der Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu zählt auch der Schlaganfall. Hierbei kommt es zu Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zahlreiche Symptome aufweisen können und sofort behandelt werden müssen.

Eine Vorerkrankung, die das Risiko für einen Schlaganfall erhöht, ist hoher Blutdruck. Die Ärzte von DrEd können Folgerezepte für Blutdrucksenker ausstellen.

✓ Erfahrene deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin
✓ Vertraulich

Wie kommt es zu einem Schlaganfall?

Ein Schlaganfall oder auch Hirninfarkt entsteht aufgrund einer Minderdurchblutung von Teilen des Gehirns. Das Gehirn wird von verschiedenen Blutgefäßen versorgt, die ebenso wie die Blutgefäße des restlichen Körpers von Arteriosklerose betroffen sein können. Diese Erkrankung zeichnet sich durch Kalkablagerungen in den Gefäßen aus, sogenannten Plaques. Solche Plaques wachsen und werden mit zunehmender Größe instabil, bis sie platzen und ihren Inhalt in die Blutgefäße freisetzen. Das löst eine Blutgerinnung mit Verklumpung der Blutplättchen aus und es bildet sich ein Thrombus. Dieser Thrombus fließt mit der Blutströmung mit, bis er an eine Gefäßengstelle kommt und dort hängen bleibt. In der Folge wird das restliche Blutgefäß verstopft und das Blut mitsamt dem enthaltenen lebenswichtigen Sauerstoff erreicht sein Versorgungsgebiet nicht mehr.

Passiert das in einer Arterie des Gehirns, kann der betroffene Teil des Gehirns seine Funktion nicht mehr ausüben. Die unterschiedlichen Hirnareale erfüllen verschiedene Aufgaben wie beispielsweise die Steuerung der Muskulatur und Koordination, die Sprache oder das Sehen. Je nachdem, wofür das betroffene Gebiet zuständig ist, zeigen sich entsprechende Symptome.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit erhöhtem Risiko für Schlaganfälle sind in erster Linie Patienten mit Arteriosklerose. Besonders, wenn Blutgefäße in der Nähe des Gehirns von Arteriosklerose betroffen sind, ist das Risiko für eine Öffnung der Plaques und einem daraus resultierenden Schlaganfall sehr hoch. Die Karotiden – die großen Gefäße des Halses – sind am häufigsten von einem Infarkt betroffen.
Außerdem steigt das Risiko für Schlaganfälle durch Vorerkrankungen wie arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus deutlich an. Weitere Risikofaktoren sind kardiale Vorerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen. Besonders gefährlich ist das Vorhofflimmern. Auch Menschen mit bekannten Blutgerinnungsstörungen, bei denen die Blutplättchen leichter verklumpen, zählen zu den Risikopatienten.

Welche Rolle spielen Alter und Geschlecht?

Für alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt mit steigendem Lebensalter ein erhöhtes Risiko. Insgesamt sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Bei Frauen steigt das Risiko nach der Menopause jedoch stark an. Für Menschen mit nahen Familienangehörigen, bei denen bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen diagnostiziert wurden, besteht ebenfalls eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten ähnlicher Erkrankungen. Zahlreiche Studien bestätigen eine entscheidende Rolle der genetischen Faktoren bei der Entstehung von Arteriosklerose und Schlaganfällen.

Woran bemerkt man einen Schlaganfall als erstes?

Die Symptome eines Schlaganfalls sind je nach betroffenem Hirnareal entweder sehr auffällig und spezifisch oder weniger leicht zu bemerken. Sie treten stets plötzlich auf und können sich bei Nichtbehandlung verschlimmern.

Typisch für einen Hirninfarkt im Bereich der motorischen Steuerung sind Lähmungen an bestimmten Stellen des Körpers. Sie ermöglichen außerdem die Lokalisation des Infarkts. Ein Beispiele ist die sehr auffällige Hemiparese – eine Lähmung, die eine gesamte Hälfte des Körpers betrifft. Auch Teilausfälle, also Bewegungsunfähigkeit nur eines Armes sind möglich. Lähmungen der Gesichtsmuskulatur treten ebenfalls häufig auf und können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Sie sind ebenfalls in der Regel halbseitig und durch verschiedene Merkmale gekennzeichnet: Auf der betroffenen Seite zeigt sich ein herunterhängendes, erschlafftes Augenlid, das Auge kann nicht mehr vollständig geöffnet werden. Ebenso ist die Muskulatur um den Mundbereich gelähmt, das Sprechen wirkt deshalb oft verwaschen und unverständlich. Insgesamt weist die betroffene Gesichtshälfte eine Verarmung der Mimik auf.

Was kann mit der Sprache bei Schlaganfall-Patienten passieren?

Die Sprechstörungen sind wichtig für die Unterscheidung des betroffenen Hirnareals. Der Arzt wird versuchen herauszufinden, ob die Sprache aufgrund einer Schwäche der Sprechmuskulatur unverständlich klingt oder ob das Sprachvermögen zentral im Gehirn beeinträchtigt ist. Wenn das Sprachzentrum im Gehirn betroffen ist, können Patienten entweder keine zusammenhängenden Sätze mehr bilden oder es ist kein Sprachverständnis vorhanden.

Welche neurologischen Ausfälle ruft ein Schlaganfall hervor?

Plötzliche Sehstörungen treten bei Schlaganfall-Patienten häufig auf. Das kann sich in einer vollständigen Erblindung oder in einem Ausfall einer Hälfte des Gesichtsfeldes manifestieren. Manchmal kann der Ausfall auch nur einen kleinen Ausschnitt betreffen. Je nach Ausmaß fällt diese Einschränkung dem Betroffenen sofort auf oder bleibt sogar unbemerkt. Beim Autofahren ist das sehr gefährlich. Eine weitere Form der Sehstörungen äußert sich in Doppelbildern, bei deren Auftreten man unbedingt an einen Schlaganfall denken sollte. 

Manche Schlaganfälle gehen mit Schwindelanfällen, Ohrensausen und Stürzen einher. Auch diese Symptome sollten stets als Anzeichen für einen Schlaganfall in Betracht gezogen werden. Besonders bei Patienten aus den Risikogruppen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Folgen.

Weiterhin kommt es bei manchen Schlaganfällen zu Sensibilitätsstörungen, die aber nicht immer bemerkt werden. Temperaturen wie „heiß“ und „kalt“ oder Berührungen und sogar Schmerzen werden in diesem Fall nicht mehr wahrgenommen. Das kann oft erst im Nachhinein als Symptom auffallen. Ein Arzt testet bei dem Verdacht auf einen Schlaganfall gezielt hinsichtlich solcher neurologischer Ausfälle.

Wie reagiert man, wenn solche Symptome bemerkt werden?

Ein aufmerksamer Beobachter, der eine solche Symptomatik bei einem Bekannten plötzlich wahrnimmt oder bei sich selbst eines der typischen Anzeichen bemerkt, muss umgehend einen Notarzt rufen. Die sofortige Therapie ist entscheidend für den Ausgang eines Schlaganfalls.

Nicht immer sind solche Symptome Zeichen für einen Schlaganfall, sie können auch als kurzzeitige Symptome einer bestehenden Arteriosklerose des Gehirns auftreten, bei der es nur zeitweise zu leichten Durchblutungsstörungen kommt. Diese Unterscheidung muss allerdings immer im Krankenhaus erfolgen, da hierzu weitere Untersuchungen notwendig sind.

Wie behandelt man einen Schlaganfall?

Die akute Behandlung des Schlaganfalls besteht in der Auflösung des verstopfenden Blutgerinnsels. Das erfolgt zumeist mit einer Heparin-Spritze, die so bald wie möglich verabreicht wird. Spezielle Schlaganfall-Zentren mit sogenannten Stroke-Units bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Auflösung weiterer Thromben.

Ist eine der Halsschlagadern als Auslöser des Infarkts vom Arzt festgestellt worden, so wird häufig eine Operation mit Erweiterung der Arterie durch einen Stent durchgeführt.

In der Nachbehandlung und zur Vorbeugung weiterer Schlaganfälle werden Blutverdünner verschrieben, die das erneute Verklumpen der Blutplättchen verhindern. Außerdem ist die Behandlung von Herzrhythmusstörungen ein entscheidender Faktor, um der Entstehung neuer Gerinnsel vorzubeugen.
Im weiteren Verlauf kann auch über eine – falls nicht im Notfall erfolgte – Operation nachgedacht werden, um das Fortschreiten der Arteriosklerose in den Karotiden aufzuhalten.

Wie gefährlich sind die Folgen eines Schlaganfalls?

Schlaganfälle enden in etwa einem Viertel der Fälle tödlich. Je schneller der Thrombus im Gehirn aufgelöst wird, desto besser sind die Überlebenschancen. Deshalb ist das umgehende Handeln so wichtig.

Jeder Dritte Überlebende leidet für den Rest seines Lebens an den Folgen des Schlaganfalls. Diese Patienten sind mitunter schwerbehindert und pflegebedürftig. In vielen Fällen verschlimmern sich die Symptome mit der Zeit, was selbst durch Medikamente nicht aufgehalten werden kann.

Patienten hingegen, die sofort behandelt wurden, können auch wieder vollständig genesen. Sie zeigen nach der Behandlung keine Ausfälle mehr, die auf einen vergangenen Schlaganfall hinweisen. In manchen Fällen verbleiben Teile der Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen, was jedoch individuell je nach Ausmaß mehr oder weniger einschränkend ist. Für all diese Patienten ist es wichtig, die Anweisungen des Arztes bezüglich der Medikamenteneinnahme und des Lebensstils zu befolgen.

Wie kann man der Entstehung eines Schlaganfalls vorbeugen?

Die Entstehung des Schlaganfalls ist eng mit der Entstehung aller Herz-Kreislauf Erkrankungen verbunden. Vorbeugung heißt, einen gesunden Lebensstil zu führen und Tipps für ein gesundes Herz zu befolgen: Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Vermeidung von Rauchen sowie von übermäßigem Alkoholkonsum.

Wichtig bei bereits bestehenden Vorerkrankungen ist eine gute Einstellung der Blutdruckwerte. Diabetiker müssen außerdem die richtige Insulinmenge für einen normalen Blutzuckerspiegel beachten. Patienten mit erhöhtem Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln sollten besonders auf die regelmäßige Einnahme ihrer Blutverdünner achten.

✓ Erfahrene deutsche Ärzte
✓ Ohne Termin
✓ Vertraulich

Quellen:

  • Innere Medizin, 12. Auflage 2005, Thieme Verlag, Hrsg. H. Greten (S. 195, 287ff.)
  • Klinische Pathophysiologie, 9. Auflage 2006, Thieme Verlag, Hrsg. W. Siegenthaler und H. E. Blum (S. 679, 702ff., 1089)
  • Duale Reihe Innere Medizin, 3. Auflage 2013, Thieme Verlag, div. Autoren; (S. 289ff.)

Schnell & bequem

Unser Service hilft Ihnen, wertvolle Zeit zu sparen. Die Ärzte bei DrEd sind für Sie da, ohne Termin und Wartezeit.

Medikament wählen

Sie beantworten einen kurzen Fragebogen und wählen Ihr Medikament. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung am besten für Sie geeignet ist, können unsere Ärzte Ihnen eine Empfehlung machen.

Einer unserer Ärzte stellt Ihr Rezept aus

Einer unserer Ärzte prüft und verschreibt Ihr Medikament.

Kostenlose Lieferung direkt zu Ihnen

Wir kümmern uns für Sie um die Einlösung des Rezepts und Sie erhalten Ihr Medikament von einer Versandapotheke direkt zugeschickt. Eine neutrale und unauffällige Verpackung schützt Ihre Privatsphäre.

Alle Sprechstunden Schließen

Absolut vertraulich

Ihre Informationen sind bei uns sicher

Falls Sie Fragen haben oder mehr Informationen benötigen, können Sie uns gerne anrufen unter der 040 / 8740 8254 oder eine Nachricht an [email protected] schreiben.
Alle Sprechstunden Schließen

Kostenloser Versand

Alle Bestellungen vor 15 Uhr werden noch am selben Werktag verschickt.

Standardversand

Lieferung in 1 bis 3 Werktagen

KOSTENLOS
Expressversand

Lieferung am nächsten Werktag

10,00 €
Neutrale Verpackung

Sie erhalten Ihr Medikament in einer neutralen und unauffälligen Verpackung.

Alle Sprechstunden Schließen

1.500.000 Behandlungen

DrEd ist eine Arztpraxis, der Sie vertrauen können. Seit 2011 haben wir über 1.500.000 Behandlungen durchgeführt.

Alle Sprechstunden Schließen