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Frau ist schwanger trotz Pille

Die Antibabypille ist das Verhütungsmittel Nummer 1 und gilt mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 als sehr sichere Verhütungsmethode. Dabei rangiert es im Aspekt der Sicherheit vor Kondomen und Spiralen, vorausgesetzt, die Anwendung erfolgt korrekt.

Eine ungewollte Schwangerschaft trotz Pilleneinnahme ist durchaus möglich, wobei sie meistens auf Anwendungsfehler zurückzuführen ist. Durch eine sehr gewissenhafte Einnahme der Pille, kann eine Schwangerschaft fast immer vermieden werden. Bei jeglichen Einnahmefehlern gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, den Schutz aufrecht zu erhalten.

Die Pille danach ist bei einer Pillenpanne unter Umständen eine Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu verhindern.

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Ist man vor einer Schwangerschaft geschützt, obwohl die Pille vergessen wurde?

Der Empfängnisschutz durch die Pille ist von verschiedenen Faktoren der Einnahme abhängig. Wenn eine Pille vergessen wurde, ist entscheidend, zu welchem Zeitpunkt die Einnahme der vergessenen Pille nachgeholt wurde. Wurde die Einnahmezeit durch die fehlende Einnahme um mehr als 12 Stunden verschoben, kann der Empfängnisschutz je nach Zykluszeitpunkt nicht mehr gewährleistet sein. In diesem Fall sollte unbedingt ein weiteres Verhütungsmittel wie ein Kondom angewandt werden.

Wenn trotz verspäteter Pilleneinnahme bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, kann in den ersten 72 Stunden bzw. 120 Stunden die „Pille danach“ eingenommen werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Kann man schwanger sein, wenn man die Pille verloren hat?

Durch das Auslassen einer Pille ist der Schutz nicht mehr gewährleistet. Für einen Empfängnisschutz muss der künstlich aufrecht gehaltene Hormonspiegel ausreichend hoch sein.

Für den notwendigen Hormonspiegel darf die Pilleneinnahme nie länger als sieben Tage unterbrochen werden und muss zum Aufbau des Schutzes an mindestens sieben Tagen regelmäßig hintereinander eingenommen werden. Die Pilleneinnahme darf sich zudem nicht um mehr als 12 Stunden verschieben. Bei unregelmäßiger Einnahme kann somit der Schutz vermindert sein und zu einer Schwangerschaft führen.

Kann man trotz Pille schwanger werden, wenn man Alkohol getrunken hat?

Das Trinken alkoholischer Getränke hat zunächst einmal keinen Einfluss auf die Empfängnisverhütung, wobei ein paar Punkte beachtet werden müssen. Beim Genuss von ein oder zwei Gläsern Sekt oder Wein, die sich noch nicht in großem Maße auf das Bewusstsein auswirken, ist der Verhütungsschutz vollständig gewährleistet. Gefährlich wird es, wenn aufgrund des alkoholisierten Zustands die Einnahme vergessen wird. Da die Pille immer zur annähernd gleichen Uhrzeit eingenommen werden sollte, ist es sinnvoll, sich eine tägliche Erinnerung beispielsweise auf dem Handy über eine Pillen App einzurichten. Dies erleichtert die regelmäßige Einnahme auch, wenn man mal etwas mehr getrunken hat.

Unsicher wird der Schutz durch die Pille in Kombination mit Alkohol, wenn durch den Alkoholkonsum Unverträglichkeitserscheinungen wie Erbrechen und Durchfall auftreten. Wird nach Einnahme der Pille innerhalb einiger Stunden erbrochen, kann es sein, dass die Wirkstoffe noch nicht vollständig aufgenommen sind und der Hormonspiegel zu gering ist, um einen Verhütungsschutz zu bieten. Das gleiche gilt für eine Unverträglichkeit auf den Alkoholkonsum, die sich in Form von Durchfall äußert. Viele Frauen vertragen Alkohol nicht in größeren Mengen und leiden in der Folge unter Durchfällen, die ebenso wie Erbrechen die Wirkung der Pille abschwächen können. In beiden Fällen gilt es, zur Sicherheit zusätzlich mit einer sicheren Verhütungsmethode wie den Barrieremethoden zu verhüten.

Weiterhin kann nach einem solchen Ereignis nach Beendigen des Blisters gleich der nächste Pillenblister ohne Pause durchgenommen werden. Dies ist sinnvoll, um den Hormonstatus ausreichend hoch zu halten, damit die verhütende Wirkung nicht nachlässt.

Wie kann man trotz regelmäßiger Pilleneinnahme schwanger werden?

Trotz regelmäßiger Pilleneinnahme ist eine Schwangerschaft grundsätzlich möglich. Durch Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall kann der Schutz verringert werden. In dieser Zeit empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz durch ein anderes Verhütungsmittel.

Ebenfalls kann die Wirkung der Antibabypille durch die Einnahme anderer Medikamente wie Antibiotika, mancher Antihistaminika oder Johanniskraut beeinflusst werden. Eine Abklärung mit einem Apotheker oder Arzt, ob die Medikamente miteinander in Wechselwirkung treten können, ist somit ratsam.
Auch Erkrankungen, die den Stoffwechsel beeinflussen, können zu einer reduzierten Wirkung des Präparates führen. Dazu gehören unter anderem Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), Zoliäkie (Gluten-Unverträglichkeit), Gastritiden (Entzündungen des Magens) sowie Anorexie (Magersucht) oder Bulimie (Ess-Brechsucht).

Wann ist es sinnvoll, die Pille danach einzunehmen?

Die „Pille danach“ ist ein Notfallkontrazeptivum, welches seit März 2015 rezeptfrei in der Apotheke verkäuflich ist. Das Präparat besteht aus hochdosierten Gestagenen und hemmt oder verzögert den Eisprung. Die Einnahme erfolgt einmalig innerhalb der ersten 72 Stunden (entspricht 3 Tagen: Pidana) bzw. bei einem anderem Präparat innerhalb von 120 Stunden (entspricht 5 Tagen: ellaOne) nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr.

In den folgenden Situationen ist die Einnahme der „Pille danach“ zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft zu empfehlen.
Bei Geschlechtsverkehr:

  • Ohne Verhütungsmittel
  • Nach unzureichendem Schutz durch ein Kondom: Zum Beispiel beim Reißen des Kondoms oder Herunterrutschen
  • Nach unzureichendem Schutz durch die Pille: Zum Beispiel beim Vergessen der Pille oder bei Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • Nach Fehlanwendung einer anderen Verhütungsmethode (wie Verhütungsring, Verhütungspflaster)
  • Nach ungewolltem Geschlechtsverkehr ohne ausreichender Verhütung

Der Geschlechtsverkehr sollte bei Einnahme der „Pille danach“ je nach Präparat nicht länger als 72 bzw. 120 Stunden her sein. Je zeitnaher die Einnahme erfolgt, umso besser kann eine Schwangerschaft durch die Wirkung des Medikamentes vermieden werden. Bei Frauen mit erhöhtem Körpergewicht wird diskutiert, ob die Wirkung der „Pille danach“ verringert sein kann.

Die Einnahme der normalen hormonellen Verhütungspille sollte trotz Einnahme einer Pille danach weiter erfolgen, um Unregelmäßigkeiten im Zyklus zu vermeiden. Der Schutz ist jedoch bis zum nächsten Zyklus nicht gewährleistet.

Über den Verhütungs-Service von DrEd ist eine Beratung und Ausstellung eines Rezeptes möglich.

Kann man trotz Pille danach schwanger werden?

Die Pille danach wirkt umso effektiver je zeitnaher die Einnahme nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt.

Innerhalb der ersten 24 Stunden verhindert das Präparat 95 Prozent aller ungewollten Schwangerschaften. Zwischen 24 und 48 Stunden verhindert die „Pille danach“ nur noch 80 Prozent. Erfolgt die Einnahme erst mehr als 48 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, sinkt die Prozentzahl auf 58 Prozent ab.

Trotz rechtzeitiger Einnahme der „Pille danach“ kann es somit zu einer Schwangerschaft kommen. Das Präparat bietet keinen hundertprozentigen Schutz, wobei ungefähr ein bis drei von 100 Frauen trotz Einnahme des Notfallkontrazeptivums schwanger werden. Die Versagensquote liegt je nach Präparat also bei ca. 1 Prozent. Bei Verdacht einer Schwangerschaft wie das Ausbleiben der Periode über mehr als sieben Tage, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um eine mögliche Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen.

Kann man sich schwanger fühlen, obwohl man es nicht ist?

Die Anzeichen einer Schwangerschaft wie das Ausbleiben der Periode, Veränderungen der Brust, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und Übelkeit können auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein.

Ursächlich für das Ausbleiben der Periode können psychische Belastungen, Medikamenteneinnahme, Untergewicht oder die Wechseljahre sein.
Eine Veränderung der Brust geht unter anderem mit Gewichtszu- und abnahmen einher oder kann bei der Verwendung neuartiger Cremes oder Sonneneinwirkung beobachtet werden.

Anhaltende Müdigkeit kann durch Schlafmangel, Stress oder Infekte ausgelöst werden und so die Beschwerden ergänzen. Magen-Darm-Infekte, Medikamenteneinnahme, Veränderungen der Essgewohnheiten oder Ängste sind ebenfalls in manchen Fällen für die beschriebene Übelkeit verantwortlich.
Schwangerschaftssymptome wie Schwindel und Kreislaufprobleme können gerade bei jungen Frauen oft einen zu niedrigen Blutdruck zurückgeführt.

Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt beziehungsweise wiederholt oder ein Arzt aufgesucht werden, um mögliche andere Ursachen auszuschließen.

Was kann man tun, wenn die Vermutung einer Schwangerschaft besteht?

Bei der Vermutung auf eine ungewollte Schwangerschaft empfiehlt sich zunächst als ersten wichtigen Schritt einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Sollte dieser Test positiv sein, ist das zeitnahe Aufsuchen des Gynäkologen wichtig. Dieser wird weitere Untersuchungen durchführen, das Vorgehen besprechen und Betroffene über die Weiterführung der Schwangerschaft oder die Möglichkeiten einer Abtreibung beraten.

Was gibt es für Möglichkeiten, wenn man ungewollt schwanger geworden ist?

Die Schwangerschaft sollte zunächst durch einen Gynäkologen mittels Blutuntersuchung und/oder eines vaginalen Ultraschalls bestätigt werden. Der Gynäkologe informiert und berät zu weiteren Möglichkeiten, die die Fortführung oder den Abbruch der Schwangerschaft betreffen.
Eine umfassende Beratung durch eine Fachperson als auch das Gespräch mit Angehörigen und Vertrauenspersonen ist wichtig, um für sich und das ungeborene Kind die optimale Entscheidung zu treffen.

Bei einem gewünschten Abbruch der Schwangerschaft stehen je nach Schwangerschaftswoche verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die von medikamentösen Behandlungen durch die Abtreibungspille bis zu operativen Eingriffen reichen und individuell ausgewählt werden.

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Quellen:

  • Gätje, Christine Eberle, Christoph Scholz und weitere (2011, 2015) Thieme, Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe 
  • World Health Organization. Emergency contraception. Online: www.who.int, aufgerufen am 02.05.2016
  • Deutscher Apothekerverbände e.V.. Rezeptfreie Abgabe von Notfallkontrazeptiva („Pille danach“) - Handlungsempfehlungen der Bundesapothekerkammer. Online: www.abda.de, aufgerufen am 08.05.2016
  • Pharmazeutische Zeitung online. Ausgabe 17/2006. Ungewollte Schwangerschaften durch Arzneimittel-Interaktionen. Online: www.pharmazeutische-zeitung.de, aufgerufen am 15.05.2016
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