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Schwangerschaftsdiabetes

Der Schwangerschaftsdiabetes tritt bei schwangeren Frauen meist im zweiten oder dritten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) auf. Wie beim Typ 2 Diabetes spielen Übergewicht und eine genetische Voraussetzung für das Risiko, an einem Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, eine entscheidende Rolle. Die Behandlung beim Schwangerschaftsdiabetes erfolgt zunächst mit einer Ernährungsumstellung. Erst später wird die Therapie mit Insulin begonnen. Der Schwangerschaftsdiabetes normalisiert sich nach der Schwangerschaft in den meisten Fällen wieder. Das Risiko, im Laufe des weiteren Lebens an einem Typ 2 Diabetes oder bei erneuter Schwangerschaft wieder an einem Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, ist allerdings deutlich erhöht.

Der Blutzucker sollte bei einem Schwangerschaftsdiabetes unbedingt dauerhaft gut eingestellt sein. Die Folgen sowohl für die Mutter während der Schwangerschaft als auch für das Ungeborene können beispielsweise Fehlbildungen beim Kind sowie eine Fehl- oder Frühgeburt sein.

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Warum entsteht ein Schwangerschaftsdiabetes?

Während der Schwangerschaft verändert sich der Insulinbedarf. In der Regel kommt es während des ersten Schwangerschaftsdrittels zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Körperzellen für das ausgeschüttete Insulin. So kommt es zu einer vermehrten Aufnahme der Blutglukose in die Zellen und der Blutzuckerspiegel sinkt. Deshalb sind im ersten Trimenon Hypoglykämien, also Unterzuckerungen nicht selten. Das äußert sich mit Schwindelattacken, Schwarzsehen und manchmal auch einem Bewusstseinsverlust.

Im zweiten und dritten Trimenon kommt es hingegen durch hormonelle Umstellungen eher zu einer Insulinresistenz. Besonders nach dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel oft stark an. Deshalb sollte vor allem bei Frauen mit Risikofaktoren vor allem ab dem dritten Monat der Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden.

Welche Faktoren erhöhen das Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes?

Die Risiken für einen Schwangerschaftsdiabetes ähneln denen für einen Typ 2 Diabetes. Frauen mit Übergewicht, die wenig sportlich aktiv sind und sich zucker- und fettreich ernähren, sind besonders gefährdet. Auch wenn bereits in einer vorhergegangenen Schwangerschaft ein Diabetes aufgetreten ist, erhöht dies das Folgerisiko. Zusätzlich spielen die Gene eine entscheidende Rolle: Sind enge Familienmitglieder von einem Typ 2 Diabetes betroffen, so ist die Wahrscheinlichkeit für einen Schwangerschaftsdiabetes deutlich erhöht. Auch ein fortgeschrittenes Alter der Schwangeren begünstigt die Entstehung eines Schwangerschaftsdiabetes. 

Wie wird der Schwangerschaftsdiabetes behandelt?

Nach der Diagnosestellung eines Schwangerschaftsdiabetes sollte zunächst eine ausführliche Beratung bezüglich des Lebensstils erfolgen. Dazu gehört in erster Linie eine ausgewogene Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten und Gemüse sowie das Meiden von Zucker und gesättigten tierischen Fettsäuren. Auch eine der Schwangerschaft angepasste sportliche Betätigung ist sinnvoll.

Wenn sich daraufhin die Blutzuckerwerte nicht normalisieren, muss eine zusätzliche Insulintherapie erfolgen. Allerdings wird bei Schwangeren besonders darauf geachtet, dass es nicht zu Unterzuckerungen kommt. Die Insulindosierung muss beim Schwangerschaftsdiabetes deshalb sehr genau an die Ernährung angepasst sein.

Ist der Schwangerschaftsdiabetes nach der Schwangerschaft immer noch vorhanden?

Durch die Normalisierung des Hormonhaushalts nach der Schwangerschaft ist die Wirksamkeit des Insulins in den meisten Fällen wieder wie zuvor. Bei manchen Frauen kann allerdings eine schlechte Glukosetoleranz mit stark schwankenden Blutzuckerspiegeln oder sogar ein Typ 2 Diabetes bestehen bleiben. Auch langfristig, insbesondere während den ersten 5 Jahren danach,  weisen Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes im Laufe des Lebens eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Typ 2 Diabetes auf.

Welche Risiken birgt ein Schwangerschaftsdiabetes für die Mutter?

Kommt es während der Schwangerschaft zu erhöhten Blutzuckerspiegeln, hat das zahlreiche Folgen für die Schwangere. Zunächst besteht bei einem Schwangerschaftsdiabetes grundsätzlich eine größere Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt.

Außerdem ist das Risiko für eine Präeklampsie oder eine Eklampsie, ein in der Schwangerschaft entstandener Bluthochdruck, deutlich erhöht. Bei der Präeklampsie kann es zu einer Beteiligung verschiedener Organe und Veränderungen des Blutbildes kommen. Die Eklampsie ist gekennzeichnet durch Krampfanfälle, die im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes und der Mutter führen können.

Durch die vermehrte Ausscheidung von Glukose im Urin steigt zudem das Risiko für die Entstehung von Harnwegsinfekten. Gerade in der Schwangerschaft besteht bei Harnwegsinfekten immer die Gefahr einer Fehl- oder Frühgeburt, weshalb schnellstmöglich eine Behandlung des Infekts erfolgen sollte.

Weiterhin besteht die Gefahr eines Polyhydramnion (Vorhandensein von zu viel Fruchtwasser) durch die vermehrte Urinausscheidung des Kindes. Meist sind Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes auch deutlich größer als der Durchschnitt, was einen Kaiserschnitt erforderlich machen kann.

Kann der Schwangerschaftsdiabetes Folgen für das Kind haben?

Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sind im Schnitt deutlich größer und schwerer als Kinder gesunder Frauen. Sie weisen vor allem einen vermehrten Anteil an Fettgewebe auf, was Krankheitsrisiken für das spätere Leben mit sich bringt. Dadurch werden vermehrt rote Blutkörperchen produziert und die Fließeigenschaften des Blutes verändern sich, was zu schweren Durchblutungsstörungen führen kann.

Ein Schwangerschaftsdiabetes kann außerdem Lungenprobleme mit Atemnotsyndrom, Herzprobleme (Kardiomyopathien) und Störungen des Elektrolyt- und Glukosehaushalts vor allem nach der Geburt verursachen.

Eine gute Einstellung des Blutzuckers bei Schwangerschaftsdiabetes ist deshalb sowohl für die Mutter als auch das Kind überlebenswichtig und verringert langfristige Folgeschäden.

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