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Besonders im Bereich der Sexualität zeigt sich eine enge Verknüpfung zwischen Körperfunktionen und Psyche. Vor allem die funktionellen Sexualstörungen können ein Zeichen für psychische Probleme oder für Probleme in einer Beziehung, aber auch für körperliche Erkrankungen sein.

Neben den funktionellen Sexualstörungen zählen auch Störungen der Geschlechtsidentität und der Sexualpräferenz zu den Sexualstörungen.

Funktionelle Sexualstörungen können sich in unterschiedlichen Phasen des Geschlechtsverkehrs äußern. Wichtig ist bei jeder Form die Ergründung der Ursache. Anschließend erfolgen sexualtherapeutische Maßnahmen, zu denen beispielsweise auch Partnergespräche gehören können.

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Welche Arten von sexuellen Funktionsstörungen gibt es?

Die sexuellen Funktionsstörungen werden unterteilt in Störungen der sexuellen Appetenz, der sexuellen Erregung und Störungen mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Eine Störung der sexuellen Appetenz kann sich in einer vermehrten oder verminderten Lust auf Sex darstellen. Auch eine Aversion, also eine starke Abneigung gegenüber sexuellen Handlungen ist möglich. Zu den Appetenzstörungen zählt auch eine mangelnde Befriedigung nach sexuellen Aktivitäten.

Störungen der sexuellen Erregung werden aufgeteilt in veränderte körperliche Reaktionen auf sexuelle Stimuli und Orgasmusstörungen.

Störungen mit Schmerzen beim Geschlechtsverkehr betreffen hauptsächlich Frauen. Dazu zählen das Krampfen der Scheide (Vaginismus) und allgemein ein ausgeprägtes Schmerzempfinden im Vaginalbereich beim Sex (Dyspareunie).

Wie häufig sind Sexualstörungen?

Die Häufigkeit von sexuellen Störungen kann nur sehr schwer eingeschätzt werden. Außerdem ist die Diagnose stark abhängig von den Kriterien, die für die jeweilige Störung angewendet werden. Zusätzlich sind die richtige Diagnose und eine Einschätzung des Schweregrades oft schwer zu objektivieren.

Vermutlich ist die Dunkelziffer der von sexuellen Funktionsstörungen betroffenen Menschen sehr hoch. Viele Menschen schämen sich für Störungen des sexuellen Lustempfindens oder der Sexualfunktion und nur ein Teil von ihnen sucht ein ärztliches Gespräch.

Anhand verschiedener Untersuchungen in Arztpraxen konnte gezeigt werden, dass mehr als 15 Prozent der Patienten unter sexuellen Störungen leiden, die weiter abgeklärt werden sollten.

Dabei treten die Störungen am häufigsten in Partnerschaften auf. Gerade in dieser Situation fällt es jedoch vielen schwer, über Sexualstörungen jeglicher Art zu sprechen. Sex ist in vielen Fällen immer noch ein Tabuthema und ein nicht erfülltes Sexualleben wird von den Betroffenen oft verschwiegen. Auch wenn das Ansprechen unter Partnern schwerfallen kann, ist die Offenheit bezüglich solch heikler Themen ein wichtiger Schritt für die Erkennung und Behandlung von in der Regel behandelbaren Sexualstörungen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen?

Sexuelle Funktionsstörungen treten bei beiden Geschlechtern, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung und Häufigkeit auf.

Die häufigste sexuelle Funktionsstörung bei Frauen ist das fehlende Verlangen nach Sex, was in der Fachsprache auch als Libidoverlust oder mangelnde sexuelle Appetenz bezeichnet wird. Ebenfalls sind wesentlich mehr Frauen als Männer von Orgasmusstörungen betroffen. Dabei kommt es bei den Betroffenen trotz eines vorhandenen Lustempfindens während des Geschlechtsverkehrs mit dem Partner nicht zum Orgasmus.

Sexuelle Funktionsstörungen, bei denen es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommt, betreffen in den meisten Fällen Frauen. Sowohl der Vaginismus als auch die Dyspareunie sind seltenere, aber ernst zu nehmende Störungen der sexuellen Erregung.

Männer leiden besonders häufig unter Erektionsstörungen und vorzeitiger Ejakulation (Ejakulatio praecox). Häufig wird für sexuelle Störungen des Mannes der Begriff der Impotenz verwendet. Impotenz und erektile Dysfunktion sind jedoch nicht gleichzusetzen, da die Impotenz noch eine Unfruchtbarkeit mit einschließen kann.

Wie entstehen Sexualstörungen?

Die Entstehung von sexuellen Störungen ist ein häufig diskutiertes Thema. Es existiert bis heute jedoch keine sichere Theorie, die jede sexuelle Funktionsstörung einer bestimmten Ursache zuordnen könnte. Das liegt zum einen an der Vielfältigkeit der möglichen Ursachen für sexuelle Störungen. Zum anderen vermischen sich häufig körperliche und psychische Faktoren zu einem sehr breiten Bild an unterschiedlichen Sexualstörungen.

Sicher ist heutzutage, dass die sexuelle Entwicklung schon in der frühen Kindheit für das Sexualverhalten im Erwachsenenleben eine entscheidende Rolle spielt. Mögliche Ursachen für Sexualstörungen sind berufliche Belastungen, Probleme in einer Partnerschaft, ein hoher (sexueller) Leistungsdruck, psychosexuelle Traumata und körperliche Erkrankungen.

Welche körperlichen Ursachen sind für Sexualstörungen häufig?

Die häufigsten körperlichen Ursachen sollten bei der Erstuntersuchung durch einen Arzt ausgeschlossen werden, um die Sexualstörung bestmöglich zu therapieren. Besonders häufig sind körperliche Ursachen bei einer erektilen Dysfunktion des Mannes. Außerdem sollten körperliche Erkrankungen bei Frauen mit Schmerzen beim Sex ausgeschlossen werden.

Wenn Männer unter Erektionsproblemen leiden, müssen zunächst körperliche Ursachen und möglicherweise auslösende Medikamente ausgeschlossen werden. Die häufigsten körperlichen Ursachen sind Erkrankungen der Gefäße wie die Arteriosklerose, ein Diabetes mellitus und Hormonstörungen, zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion.

Bei Frauen mit einer Dyspareunie sollten Veränderungen der normalen Anatomie der Scheide, vor allem bei jungen Frauen, in Betracht gezogen werden. Außerdem können Entzündungen der Scheide (Vaginitis) und mangelnde Feuchtigkeit (Lubrikation) beispielsweise durch einen Östrogenmangel der Grund für schmerzhaften Geschlechtsverkehr sein. Zusätzlich sollte bei einer Dyspareunie immer eine Erregerdiagnostik erfolgen. Verschiedene Erkrankungen im Bereich der Scheide wie Pilzinfektionen oder eine bakterielle Vaginose können eine erhöhte Empfindlichkeit der Scheide beim Sex verursachen.

Wie äußern sich sexuelle Störungen?

Das Erscheinungsbild sexueller Störungen ist sehr variabel. Wichtig für die Diagnosestellung ist ein ausgeprägter Leidensdruck der Betroffenen.
Vor allem in einer Partnerschaft ist das Gefühl von mangelnder oder vermehrter sexueller Appetenz oft ein Grund für Streit und Diskrepanzen in der Beziehung. Das Bedürfnis nach sexuellen Handlungen der Betroffenen unterscheidet sich wesentlich von dem des Partners.

Bei Störungen der sexuellen Erregung ist die Durchführung des Geschlechtsverkehrs beeinträchtigt. Das kann beim Mann eine nicht ausreichend steife oder ganz ausbleibende Erektion sein. Bei Frauen ist die Scheide nicht ausreichend feucht, was den Sex unangenehm machen kann. Darüber hinaus kann ein mangelndes psychisches Lustempfinden während sexueller Handlungen ein Grund für nicht befriedigenden Geschlechtsverkehr sein.

Orgasmusstörungen sind beim Mann meist geprägt von einer frühzeitigen Ejakulation. Das führt oft dazu, dass der Sex von beiden Seiten als unbefriedigend empfunden wird. So entsteht häufig ein Teufelskreis von hohem psychischem Druck beim Mann und einem verminderten sexuellen Bedürfnis der Frau. Bei Frauen äußern sich Orgasmusstörungen eher auf die Weise, dass der Orgasmus ausbleibt oder es sehr lange dauert, bis er eintritt. Ab wann hier von einer Störung gesprochen wird, ist äußerst schwer zu definieren. Bei andauernden Problemen und hohem Leidensdruck wird die Diagnose anhand der ärztlichen Einschätzung gestellt.

Beim Vaginismus verkrampft sich die Beckenbodenmuskulatur, wodurch der Scheideneingang verengt wird. Das Eindringen des Penis kann dadurch schmerzhaft sein. Ein Vaginismus tritt häufig nach sexuellen Traumata auf. Eine aus verschiedenen Gründen bestehende Angst vor Schmerzen beim Sex kann die Krämpfe bedingen. In der Folge kommt es vermehrt zu Furcht vor sexuellen Handlungen und es entsteht ein Kreislauf, der meist nur durch eine psychotherapeutische Behandlung unterbrochen werden kann.

An wen kann man sich bei dem Verdacht auf eine sexuelle Störung wenden?

Wenn Patienten das Gefühl haben, dass der Sex von ihnen oder von ihrem Partner aus irgendeinem Grund nicht als befriedigend empfunden wird, sollte professionelle Hilfe gesucht werden. Oft fällt es nämlich den Betroffenen selbst schwer, die Ursache für einen unbefriedigenden sexuellen Kontakt herauszufinden.

Meist werden psychische Faktoren verharmlost und abgetan, obwohl sie eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sexualstörungen spielen. Der erste Ansprechpartner kann bereits der Hausarzt sein. Er kann zum einen die wichtigsten körperlichen Ursachen bereits ausschließen und zum anderen an einen erfahrenen Therapeuten weiterleiten. Bei Frauen ist eine Vorstellung beim Gynäkologen wichtig, um die Scheide nach Infektionen und anderen körperlichen Ursachen zu untersuchen.

Die Psychotherapie spielt eine wichtige Rolle für die Behandlung von sexuellen Störungen. Allerdings ist der richtige Ansprechpartner nicht immer ein spezialisierter Sexualtherapeut. Wenn psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen die Ursache für eine Sexualstörung sind, kann ein Verhaltenstherapeut oder ein Psychoanalytiker ebenfalls der richtige Ansprechpartner sein.

Wie werden Sexualstörungen behandelt?

Die Behandlung von körperlich bedingten Sexualstörung ist immer die Therapie der Grunderkrankung. Das kann die gute Einstellung von Blutdruck und Blutzucker sein, aber auch eine Beseitigung von Infektionen im Genitalbereich.

Wenn eine solche Behandlung konsequent erfolgt, stellt sich ein erfülltes Sexualleben in der Regel nach einiger Zeit wieder von selbst ein. Dabei kann unter Umständen für eine gewisse Dauer ein Sexualtherapeut helfen. Ängste und Unsicherheiten, die durch eine erektile Dysfunktion oder Schmerzen beim Sex aufgetreten sind, müssen manchmal trotz ausreichender Behandlung der Grunderkrankung zusätzlich mit einer Psychotherapie behandelt werden.

Psychisch bedingte Sexualstörungen sollten von erfahrenen Therapeuten untersucht und behandelt werden. Dabei ist es abhängig von der Ursache und der Art der Störung, ob ein Psychoanalytiker, ein Verhaltenstherapeut oder ein Paartherapeut aufgesucht wird. Der Therapeut sollte immer eine Person sein, der man sich anvertrauen und bei der der Patient sich öffnen kann. Ein gutes Vertrauensverhältnis ist für die Behandlung ebenso wichtig wie die Professionalität und Erfahrung des Therapeuten.

Außerdem ist es wichtig zu beachten, dass sexuelle Störungen meist nicht nur einen der Partner betreffen. Vielmehr sind sie ein Ausdruck von Problemen jeglicher Art in einer Beziehung, die häufig für beide Beziehungspartner eine Rolle spielen. Deshalb stellt bei den meisten Therapien sexueller Funktionsstörungen eine Paartherapie einen wichtigen Bestandteil dar.

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Quellen:

  • Stauber M, Weyerstahl T. Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Stuttgart: Thieme Verlag, 3. Auflage 2007
  • Möller H-J, Laux G, Deister A. Duale Reihe Psychiatrie und Psychotherapie. Stuttgart: Thieme Verlag, 4. Auflage 2009

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