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Frau hat Sodbrennen in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft durchläuft der mütterliche Körper viele Veränderungen. Durch das heranwachsende Kind in der Gebärmutter steht den übrigen Bauchorganen nach und nach deutlich weniger Platz zur Verfügung. Eine der Folgen davon kann Sodbrennen sein.

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Alle anderen können eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Was ist Sodbrennen?

Nach dem Schlucken gelangt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung üblicherweise in den Magen. Dort herrscht ein saures Milieu, da spezialisierte Magenzellen die Magensäure produzieren, die sowohl zur weiteren Verdauung und Aufspaltung der Nahrung als auch zur Abtötung von Keimen dient. Normalerweise ist der Magen gegenüber der Speiseröhre mittels verschiedener Mechanismen abgedichtet – jedoch ist dieses System sehr störungsanfällig.

Wenn der Verschluss des Mageneingangs gegenüber der Speiseröhre undicht wird, kann Magensäure in die untere Speiseröhre übertreten. Das ruft ein unangenehmes Brennen hervor, das meist hinter dem Brustbein lokalisiert wird. Der Übertritt von Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus), verbunden mit charakteristischen Beschwerden, wird Sodbrennen genannt.

Was passiert in der Schwangerschaft?

Während der in der Regel neun Monate langen Schwangerschaft wächst das Baby in der Gebärmutter im Bauch der Mutter heran. Anfangs besteht die „Frucht“ nur aus einer Art Zellhaufen, der sich nach und nach ordnet und die Gestalt eines kleinen Babys annimmt. Die verschiedenen Organe werden angelegt und reifen. Das Kind wächst, bis es schließlich etwa 50 cm lang und um die 3.500 g schwer ist.

Es ist jedoch nicht nur das Kind, das wächst und Platz im Bauchraum der Mutter einnimmt: Die Gebärmutter verzehnfacht ihr Gewicht auf etwa 2.000 g, der Mutterkuchen (Plazenta) mit etwa 500 g Gewicht dient der Versorgung des Kindes, die Eihüllen und das Fruchtwasser schützen das Kind. Der Platz im Bauch der Mutter ist jedoch begrenzt – die umgebenden Organe (u.a. Darm, Leber, Magen) werden von der wachsenden Gebärmutter von ihren üblichen Plätzen etwas verdrängt. So kann der Blinddarm einer Schwangeren z.B. im rechten Ober- statt im rechten Unterbauch liegen.

Wie hängen Schwangerschaft und Sodbrennen zusammen?

Mit der Größenausdehnung der Gebärmutter im Laufe der Schwangerschaft und dem dadurch geringeren Platzangebot im Bauch, steigt auch der Druck im Bauchraum der Schwangeren, der sogenannte intraabdominelle Druck. Der höhere intraabdominelle Druck bewirkt, dass Mageninhalt schlechter in den Darm transportiert werden kann. Stattdessen steigt auch der Druck auf den Mageneingang, sodass der natürliche funktionelle Verschluss des Magens gegenüber der Speiseröhre nachgibt.

Zudem verändert sich der Hormonspiegel während der Schwangerschaft sehr stark und führt dazu, dass der Muskeltonus generell etwas nachlässt – so auch am Mageneingang. Am Ende der Schwangerschaft kann die Kindsbewegung in Richtung Magen ebenfalls Druckspitzen entstehen lassen. Durch eine Kombination dieser Faktoren entsteht Sodbrennen.

Wie oft kommt Sodbrennen in der Schwangerschaft vor?

Mehr als die Hälfte aller Schwangeren beklagt Sodbrennen im Verlauf der Schwangerschaft. Sodbrennen kommt häufiger im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenon (4. bis 9. Monat) vor, was verständlich ist, da der Platz im Bauchraum zum Ende der Schwangerschaft hin immer kleiner wird, da das Kind immer weiter wächst.

Wie kann Sodbrennen in der Schwangerschaft behandelt werden?

Sodbrennen ist in der Regel medikamentös sehr gut behandelbar, z.B. mit sogenannten Protonenpumpeninhibitoren oder Säurehemmern (Antazida). In der Schwangerschaft jedoch sollten Medikamente generell nur unter größter Vorsicht verwendet werden, um das heranwachsende Kind nicht zu gefährden oder schädigen. Aus diesem Grund sollten in der Schwangerschaft zunächst nicht medikamentöse, sondern konservative Therapien zur Behandlung von Sodbrennen bevorzugt werden.

Generell sind alle Maßnahmen sinnvoll, die helfen, den intraabdominellen Druck zu senken bzw. die helfen, den Druck auf den Magen zu reduzieren. Im Liegen können mehrere Kissen unter den Kopf gelegt werden, sodass der Oberkörper erhöht liegt. Der Mageninhalt hat es damit schwerer, den Magen in Richtung Speiseröhre zu verlassen.

Zudem sollten leicht-verdauliche, nicht blähende Speisen bevorzugt gegessen werden, um übermäßiges Aufstoßen, welches Sodbrennen begünstigt, zu verhindern. Der Verzehr mehrerer kleiner Speisen über den Tag verteilt, anstatt von drei großen Mahlzeiten, verhindert zudem „Druckspitzen“ im Magen. Auch sollten einige Stunden zwischen der Nachtruhe und der letzten Mahlzeit am Abend liegen.

Kaffee und sehr scharf gewürzte Gerichte können darüber hinaus Sodbrennen begünstigen. Das Gleiche gilt für Alkohol, der jedoch generell niemals während der Schwangerschaft konsumiert werden sollte.

Das Liegen auf der linken Seite während der Nacht kann ebenfalls helfen. In dieser Lage wird es der Nahrung erschwert, aus dem Magen in Richtung Speiseröhre zu fließen.

Falls diese konservativen Maßnahmen keine Besserung des Sodbrennens bringen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, mit dem alle weiteren Therapieoptionen besprochen werden, unter besonderer Berücksichtigung des sich entwickelnden Kindes.

Welche Nahrungsmittel können Sodbrennen lindern?

Manche Nahrungsmittel fördern die Produktion von schützendem Schleim in der Magenschleimhaut, der die Säure buchstäblich abpuffern kann. So kann es einen Versuch wert sein, einmal eine Banane oder einen kleinen Joghurt zu essen, wenn Säurebeschwerden auftreten. Auch ein Löffel Haferflocken oder ein Glas Milch können die Beschwerden lindern, ohne dabei Nebenwirkungen zu verursachen.

Verschwindet das Sodbrennen nach der Entbindung wieder?

Nach der Entbindung fällt der intraabdominelle Druck wieder auf das Ausgangsniveau. Auch der Hormonspiegel verändert sich erneut. In der Regel ist das Sodbrennen demnach nach der Entbindung des Kindes „geheilt“. Sollten weiterhin Beschwerden vorliegen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Möglicherweise liegen dann weitere Faktoren vor, die Sodbrennen verursachen, und die gegebenenfalls behandelt werden müssen.

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Quellen:

  • Arasteh, K., Baenkler, H. W., Bieber, C., Brandt, R., & Chatterjee, T. T. (2012). Duale Reihe Innere Medizin. Georg Thieme Verlag.
  • Stauber, M. (2013). Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. T. Weyerstahl (Ed.). Georg Thieme Verlag.
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