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Eine Frau, die sich mit Sonnencreme vor der UV-Strahlung schützt

In den letzten zehn Jahren hat die Anzahl der Hautkrebspatienten in Deutschland drastisch zugenommen. Das Krebsregister Schleswig-Holstein geht von über 200.000 Fällen pro Jahr aus.

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielt die Sonne oder genauer gesagt die UV-Strahlung, die von der Sonne ausgeht. Moderne Sonnenschutzcremes versprechen einen hohen Schutz vor UV-Strahlung. Doch schützen sie damit auch sicher vor Hautkrebs?

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Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krebserkrankungen der Haut. Am bekanntesten ist der schwarze Hautkrebs, das sogenannte Maligne Melanom. Dies ist die gefährlichere Form des Hautkrebs, da er sich schnell über die Blutbahn und das Lymphgefäßsystem ausbreitet und Tochtergeschwüre (Metastasen) in anderen Organen bildet. Im Anfangsstadium kann es ausreichen, das Melanom chirurgisch zu entfernen. Oft haben sich zum Zeitpunkt der Diagnose jedoch schon Metastasen gebildet, sodass neben der Operation eine Immuntherapie, eine Chemotherapie und eventuell eine Bestrahlung notwendig sind.

Im Vergleich zum Melanom treten sogenannte Basaliome und Plattenepithelkarzinome häufiger auf. Im Jahr 2010 erkrankten etwa 151.600 Menschen an einem Basaliom und 36.700 Menschen an einem Plattenepithelkarzinom. Im Vergleich dazu erkrankten nur rund 19.220 Menschen an einem Melanom. Basaliome und Plattenepithelkarzinome werden als weißer Hautkrebs bezeichnet. Sie metastasieren eher selten und können fast immer chirurgisch entfernt werden.

Für die Entstehung aller drei Krebsformen spielt die Belastung der Haut durch UV-Strahlen (Sonne, Solarien) eine wichtige Rolle. Um das Risiko zu erhöhen, bedarf es nicht, wie allgemein angenommen, vermehrter Sonnenbrände. Allein die Bestrahlung der Haut genügt.

Was ist UV-Strahlung?

UV-Strahlen (Ultraviolettstrahlen) sind unsichtbare elektromagnetische Strahlen. Zu den elektromagnetischen Strahlen gehören auch die Lichtstrahlen. UV-Strahlen haben eine kürzere Wellenlänge als Lichtstrahlen und können daher vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Die UV-Strahlen gehen unter anderem von der Sonne oder von Solarien aus. Es gibt UV-A und UV-B Strahlung. Die UV-B Strahlung verursacht den typischen Sonnenbrand. UV-A Strahlung dringt tiefer in die Haut ein, zerstört das tieferliegende Gewebe und führt zu vorzeitiger Hautalterung. Sowohl UV-A als auch UV-B Strahlen führen zu Schäden im Erbgut der Hautzellen und erhöhen so das Risiko für die Entstehung von Krebs.

Wie kann man sich schützen?

Neueste Untersuchungen konnten zeigen, dass Sonnencremes nicht nur das Risiko für einen Sonnenbrand vermindern, sondern auch das Risiko für die Entwicklung eines Melanoms reduzieren. Voraussetzung ist, dass sie richtig angewendet werden. Oft wird zu wenig Sonnencreme verwendet. Infolgedessen besteht kein ausreichender Schutz. Der Krebsinformationsdienst empfiehlt etwa sechs Teelöffel Sonnencreme für den Körper eines durchschnittlichen Erwachsenen. Wichtig ist außerdem, den Sonnenschutz im Laufe des Tages regelmäßig zu erneuern. Das gilt insbesondere nach dem Baden oder vermehrtem Schwitzen. Zwar werben viele Hersteller damit, dass Ihre Produkte nicht vom Wasser abgewaschen werden, aber eine 100 Prozent wasserfeste Creme existiert bisher nicht, sodass ein Nachcremen extrem wichtig ist.

Sonnencreme kann zwar die Risiken für einen Sonnenbrand und die Entstehung eines Melanoms senken, ganz verhindern kann sie jedoch beides nicht. Deswegen empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz weitere Maßnahmen:

  • Meiden Sie starke Sonnenstrahlung (vor allem zur Mittagszeit). Richten Sie sich nach dem UV-Index, den Sie z.B. über den Wetterbericht erfahren. Beachten Sie, dass dieser Index örtlich höher sein kann, bedingt durch Reflexionen von z.B. Schnee oder Wasser.
  • Ziehen Sie leichte, weite Kleidung an und tragen Sie eine Kopfbedeckung. Falls Sie besonders empfindlich sind, gibt es UV-Schutz Bekleidung.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz oder dem UV 400 Siegel. Achten Sie darauf, dass die Brille auch die Seiten der Augen abdeckt.
  • Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen ein. Für Kleinkinder wird mindestens ein Lichtschutzfaktor von 30 empfohlen, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mindestens ein Lichtschutzfaktor von 20. Verwenden Sie eine Creme mit UV-A- und UV-B-Filter. Tragen Sie die Creme eine halbe Stunde bevor Sie in die Sonne gehen auf.
  • Vermeiden Sie einen Sonnenbrand.
  • Kleinkinder sollten sich nicht in der prallen Sonne aufhalten und sehr gut durch sonnengerechte Kleidung geschützt werden. Suchen Sie einen schattigen Platz. Kleinkinder im ersten Lebensjahr sollten nicht eingecremt werden.
  • Beim Baden wird die Wirkung der UV-Strahlen durch das Wasser verstärkt. Bedecken Sie auch hier Schultern, Brust und Rücken. Es gibt spezielle UV-Schutz-Badebekleidung. Nach dem Baden sollten Sie nachcremen.
  • Vermeiden Sie Solarien. Ein „Vorbräunen“ führt nicht zu einer nennenswerten Erhöhung des Eigenschutzes der Haut. Der Schaden durch die zusätzliche Strahlung ist um einiges größer.
  • Bestimmte Medikamente (z.B. Cortison oder bestimmte ß-Blocker) erhöhen die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlung.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wieviel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als wenn man sich ohne Sonnenschutz der Sonne aussetzt. Der LSF bezieht sich nur auf die Sonnenbrand verursachenden Wirkungen der UV-B Strahlung. Die gesundheitlichen Auswirkungen der UV-A Strahlung berücksichtigt dieser Wert nicht.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel: Menschen mit blonden Haaren und einer hellen Haut können sich etwa zehn bis 20 Minuten in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dies ist die Eigenschutzzeit der Haut. Ein Sonnenschutzmittel mit dem LSF 15 verlängert diese Zeit um das 15-fache (2,5 bis 5 Stunden).

Wie wirken Sonnencremes?

Sonnencremes enthalten kleine Bestandteile (sogenannte Nanopartikel), die sich auf die Haut legen und wie ein Spiegel das Licht reflektieren (physikalische Filter) oder die UV-Strahlen absorbieren (chemische Filter). Sonnencremes mit chemischem Filter können Hautallergien auslösen.

Führt die Benutzung von Sonnencreme zu Vitamin-D Mangel?

Vitamin D ist ein Hormon, das durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird und an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt ist. So führt ein Mangel unter anderem zu einer Schwächung der Knochen. Fachleute sind sich einig: Es reicht, zwei bis drei Mal pro Woche Gesicht, Hände und Arme für etwa 5 bis 15 Minuten der Sonne auszusetzen, um ausreichend Vitamin D zu produzieren.

Ein umfangreicher Schutz hilft

Es hat sich herausgestellt, dass Menschen, die aufgrund ihres Berufs vermehrt im Freien arbeiten, eher Plattenepithelkarzinome entwickeln. Dagegen entwickeln Menschen, die sich meistens in geschlossenen Räumen aufhalten und Ihre Haut im Urlaub vermehrt und intensiv der Sonne aussetzen, eher Basaliome und Melanome. Für beide Gruppen gelten einfache Regeln, um das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs zu verringern:

  • Sonnencreme sollte in ausreichender Menge verwendet und der Schutz regelmäßig erneuert werden.
  • Intensive UV-Belastung, vor allem während der Mittagszeit, sollte vermieden werden.
  • Kleidung schützt vor UV-Strahlung.
  • Vor allem bei intensiver Sonnenstrahlung sollten schattige Plätze bevorzugt und die pralle Sonne gemieden werden.

 

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