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Mann lässt sich wegen Spannungskopfschmerz behandeln

Laut der Weltgesundheitsorganisation gehören Kopfschmerzen zu den zehn Krankheiten mit der stärksten funktionellen Einschränkung im Alltag weltweit. Die Wahrscheinlichkeit, im Leben mindestens einmal an Kopfschmerzen zu leiden, beträgt 70 Prozent, worunter der Spannungskopfschmerz mit 70 Prozent am häufigsten vertreten ist. Dies bestätigt, dass Kopfschmerzen ein relevantes Leiden in der Bevölkerung darstellt. DrEd informiert über die Symptome von Spannungskopfschmerzen und erklärt, wie Spannungskopfschmerzen behandelt werden können.

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Wie unterteilt man die verschiedenen Kopfschmerztypen?

Man unterscheidet im Allgemeinen den primären vom sekundären Kopfschmerztyp. Primäre Kopfschmerzen entstehen unabhängig von anderen Erkrankungen und stellen somit eine eigene Erkrankung dar. Man bezeichnet sie auch als idiopathische Kopfschmerzen.

Sekundäre Kopfschmerzen hingegen sind die Folge einer anderen Erkrankung und stellen daher ein Symptom dar, weshalb sie auch als symptomatische Kopfschmerzen bezeichnet werden, wie es z.B. als Folge eines Traumas der Fall sein kann.

Der primäre Kopfschmerz macht über 90 Prozent aller Kopfschmerzfälle aus. Der Spannungskopfschmerz ist die häufigste Form der primären Kopfschmerzen und macht etwa die Hälfte der primären Kopfschmerzen aus (53 Prozent). Daneben gehören auch Clusterkopfschmerzen und die Migräne zu den primären Kopfschmerzen.

Wie äußert sich der Spannungskopfschmerz?

Der Spannungskopfschmerz hat in der Regel seinen Ursprung in der Nackenmuskulatur. Durch eine angestrengte Haltung des Kopfes über eine längere Zeit in einer Position, wie etwa bei der Büroarbeit, verspannt sich die Nacken- und Rückenmuskulatur, weshalb schmerzverarbeitende Zentren im Gehirn aktiviert werden. Dieser Schmerz kann im Nackenbereich verbleiben, aber auch in den gesamten Kopf bis hin zur Stirn und den Schläfen ausstrahlen, weil der ganze Schädel von Muskulatur bedeckt wird. Es handelt sich um einen Spannungskopfschmerz, wenn zwei der folgenden Charakteristika erfüllt werden:

  • Kopfschmerzen beidseits
  • Leichte bis mittlere Schmerzintensität
  • Drückende und/oder beengende Schmerzqualität, nicht pulsierend
  • Keine Verstärkung der Schmerzen durch körperliche Aktivität

Außerdem müssen folgende Kriterien erfüllt sein

  • Kopfschmerzdauer von mindestens 30 Minuten und maximal sieben Tage in Folge
  • Keine Übelkeit oder Erbrechen
  • Lichtscheu oder Geräuschempfindlichkeit, nicht jedoch beides zugleich

Welche Ursachen hat der Spannungskopfschmerz?

Die Ursachen der Kopfschmerzen vom idiopathischen Typ sind wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Man vermutet beim Spannungskopfschmerz einen Zusammenhang zwischen

  • Psychischem Stress
  • Einem zu hohen Kohlenstoffdioxid-Gehalt (CO2) des Blutes (Hyperkapnie) und
  • Schmerzreize aus der beanspruchten Muskulatur an Kopf und Nacken, die von bestimmten schmerzleitenden Nervenfasern (C-Fasern) zum Gehirn geleitet werden.

Die genauen neurologischen Vorgänge, die zu Spannungskopfschmerzen führen, sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Welche Arten von Spannungskopfschmerzen gibt es?

Je nach Häufigkeit des Auftretens werden drei Arten des Spannungskopfschmerzes beschrieben.

  1. Sporadischer Spannungskopfschmerz: Treten im Jahr weniger als zwölf Kopfschmerzereignisse auf, spricht man vom sporadischen Spannungskopfschmerz
  2. Episodischer Spannungskopfschmerz: Kommen Kopfschmerzattacken an 12 bis 180 Tagen im Jahr vor, so handelt es sich um einen episodischen Spannungskopfschmerz, der mit 66 Prozent unter den Spannungskopfschmerzen am häufigsten vorkommt und in allen Altersklassen vertreten ist
  3. Chronischer Spannungskopfschmerz: In nur drei Prozent der Fälle ergeben sich mehr als 15 Kopfschmerzattacken im Monat, wobei man von chronischen Spannungskopfschmerzen spricht. Diese treten besonders im höheren Alter auf

Wie unterscheidet sich der Spannungskopfschmerz von der Migräne?

Charakteristisch für die Migräne sind einseitig auftretende Kopfschmerzen, die häufig von Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet werden (vegetative Symptomatik). Diese Komponente ist beim Spannungskopfschmerz seltener der Fall. Außerdem kann eine Migräne durch verschiedene Faktoren wie unregelmäßiger Schlafrhythmus oder Alkohol „getriggert“, also ausgelöst werden, was beim Spannungskopfschmerz nicht der Fall ist.

Wann sollten Kopfschmerzen ärztlich abgeklärt werden?

In den meisten Fällen verbirgt sich hinter Kopfschmerzen keine schlimme Erkrankung, jedoch zählen zehn Prozent der Kopfschmerzen zu den symptomatischen Kopfschmerzen, deren Ursache auf folgende Erkrankungen zurückgeführt werden kann:

  • Infektionen des Hirns und der Hirnhäute
  • Traumata
  • Raumforderungen
  • Entzündlichen Erkrankungen
  • Neuralgien
  • Nicht-neurologische Erkrankungen (dentogen, Glaukom, Exsikkose)

Kopfschmerzen durch Infektionen

Unter den Infektionskrankheiten ist besonders die Meningitis hervorzuheben, die bakteriell oder viral bedingt ist. Charakteristisch sind starke Kopfschmerzen, Fieber, Lichtscheu sowie eine Nackensteifigkeit.

Kopfschmerzen durch Raumforderungen und Traumata

In Folge von Schädel-Hirn-Traumata kann es zu Hirnblutungen kommen, die den Hirndruck erhöhen und somit die schmerzempfindlichen Hirnhäute reizen. Die Folge sind neurologische Ausfälle sowie plötzlich stark einschießende, stechende Kopfschmerzen im Hinterkopfbereich. Auch Hirntumore oder andere intrakranielle Raumforderungen können zu Zirkulationsstörungen des Gehirnwassers (Liquor) führen und somit den Hirndruck erhöhen, weshalb es zu Kopfschmerzen kommt. In der Regel werden diese jedoch von Krampfanfällen begleitet.

Kopfschmerzen durch entzündliche Erkrankungen und Neuralgien

Entzündliche Erkrankungen bewirken, dass Entzündungsstoffe freigesetzt werden, die die Gefäße weiten. Dadurch entsteht ein Druck auf die Hirnhäute, die ähnlich wie bei der Migräne Schmerzsignale aussenden. Zusätzlich treten Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen auf.

Neuralgien sind sehr starke Nervenschmerzen, die von Kopfschmerzen begleitet werden können, sich jedoch üblicherweise entlang der Hirnnerven ausbreiten. So sind bei der Trigeminusneuralgie stärkste Kiefer- und Gesichtsschmerzen charakteristisch.

Nicht-neurologisch bedingte Kopfschmerzen

Nicht-neurologisch bedingte Kopfschmerzen können durch Zahnschmerzen verursacht werden. Ein zu geringes Blutvolumen durch Flüssigkeitsmangel (Exsikkose) kann außerdem über eine Reizung der Hirnhautblutgefäße zu Kopfschmerzen führen. Auch der grüne Star, bei dem der Augeninnendruck erhöht und das Sehen beeinträchtigt ist, kann zu Kopfschmerzen führen.

Welche Medikamente helfen gegen Spannungskopfschmerzen?

In der akuten Phase der Spannungskopfschmerzen haben einfache Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen, Naproxen oder Paracetamol eine gute Wirksamkeit. Schmerzstillend (analgetisch) schwächer, aber trotzdem hilfreich kann Pfefferminzöl sein, das man über Nacht auf die Schläfen aufträgt. Mittel der Wahl für die Prophylaxe von Spannungskopfschmerzen, falls eine Prophylaxe notwendig ist, sind trizyklische Antidepressiva. Sie erreichen eine Schmerzreduktion von mindestens 50 Prozent auf der Schmerzskala.

Was hilft noch gegen Spannungskopfschmerzen?

Die Ergänzung der medikamentösen Therapie mit der progressiven Muskelrelaxation von Jacobson oder aeroben Ausdauersport wie Joggen oder Schwimmen verbessert die Erfolge einer medikamentösen Therapie oder kann diese gegebenenfalls ersetzen. Bei der progressiven Muskelrelaxation soll der Patient bewusst zwischen Anspannung und Entspannung der einzelnen Muskelgruppen entscheiden und diese in einer definierten Reihenfolge nacheinander ausüben. Als weniger wirksam zeigten sich dagegen in Studien Akupunktur, autogenes Training sowie die Injektion von Botulinumtoxin (Botox). Individuell können diese methoden natürlich trotzdem Erfolg versprechend sein.

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Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg), 2014, Therapie des episodischen und chronischen Kopfschmerzes vom Spannungstyp und anderer chronischer täglicher Kopfschmerzen. Online: www.dgn.org, aufgerufen am 3.9.2015
  • Evers S. et al., Deutsches Ärzteblatt (Hrsg.), 2006, Differentialdiagnose von Kopfschmerzen. Online: www.aerzteblatt.de, aufgerufen am 3.9.2015
  • Brandt/Dichgans/Diener, Kohlhammer, 2004, Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen.

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