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Paar benutzt Spermizide als Verhütungsmittel

Spermizide werden zur Verhütung meistens von Frauen eingesetzt, die keine Hormone verwenden können oder wollen. Der Wirkstoff Nonoxynol tötet die Spermien im Bereich des Scheideneingangs ab, wodurch eine Schwangerschaft verhindert werden kann. Diese Form der Verhütung wird den chemischen Methoden zugerechnet.

Zum Teil sind Spermizide auch in mechanischen Verhütungsmethoden zur Erhöhung der Sicherheit enthalten. Spermizide sind unter anderem in Form von Cremes, schäumenden Gelen oder Zäpfchen erhältlich. Der Wirkstoff Nonoxynol tötet die Spermien im Bereich des Scheideneingangs ab, wodurch eine Schwangerschaft verhindert werden kann. 

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Was sind Spermizide?

Spermizide sind Substanzen mit dem Wirkstoff Nonoxynol, die vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingebracht werden. Sie müssen dabei tief in die hintere Scheide eingeführt werden, ähnlich einem Tampon. Dort wird der Wirkstoff freigesetzt, wobei eine Mindestwartezeit von zehn Minuten empfohlen wird. So lange braucht es, bis das Nonoxynol sich ausreichend verteilt hat.

Welche Spermizide gibt es?

Es gibt Spermizide in Form von Cremes, schäumenden Gelen oder Zäpfchen. Außerdem können Substanzen mit dem Inhaltsstoff Nonoxynol auch in anderen Verhütungsmitteln enthalten sein, um deren Sicherheit zu erhöhen. Beispielsweise das sogenannte „Kondom für die Frau“ (Femidom) oder ein Diaphragma, aber auch herkömmliche Kondome enthalten manchmal spermizid wirksame Substanzen.

Wie wirkt das Nonoxynol?

Der Wirkstoff Nonoxynol wird als Spermizid bezeichnet, weil er chemische Reaktionen an der Hülle der Spermazellen (Membran) bewirkt. Die Reaktionen verändern die Zusammensetzung und Stabilität der Membran, so dass die Spermien unbeweglich werden und nicht mehr bis in die Gebärmutter vordringen können.

Wie sicher sind Spermizide?

Die Sicherheit von Verhütungsmitteln wird mit dem Pearl Index angegeben. Er beschreibt, wie viele von 100 Frauen, die das Verhütungsmittel ein Jahr lang verwendet haben, schwanger geworden sind. Für die alleinige Anwendung von Spermiziden liegt der Pearl Index zwischen drei und 21. Die große Schwankung beruht unter anderem darauf, dass beispielsweise die Einwirkzeit mancher Spermizide unbedingt beachtet werden muss und immer eine ausreichende Menge Gel beziehungsweise Creme verwendet werden sollte.

Wegen der relativ hohen Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft wird empfohlen, Spermizide nicht als einziges Verhütungsmittel anzuwenden, sondern die Substanzen stets mit anderen Methoden, beispielsweise Kondomen oder einem Diaphragma zu kombinieren.

Was muss bei der Anwendung von Spermiziden beachtet werden?

Die Anwendung von Spermiziden kann sich besonders am Anfang etwas umständlich darstellen, weil einige Punkte beachtet werden müssen. Wichtig ist zunächst eine ausreichende Verteilung des Wirkstoffs, hiervon sind nur Zäpfchen ausgeschlossen. Cremes oder Schäume müssen gut im Scheidenbereich bis in die hintere Scheide in Richtung Gebärmutter gelangen. Besonders hilfreich kann hier ein Schaumspray zur besseren Verteilung sein.

Weiterhin gilt für Spermizide in der Regel eine Einwirkzeit von zehn Minuten. Sie ist wichtig für die bessere Ausbreitung des Wirkstoffs, so dass möglichst alle Spermien abgetötet werden können. Davon kann es mögliche Ausnahmen geben, da beispielsweise manche Schäume mittlerweile einen sehr schnellen Wirkeintritt haben. Genaue Hinweise hierzu sind auch der Packungsbeilage zu entnehmen.

Die Wirkdauer beträgt etwa zwei Stunden, sie ist jedoch abhängig von der verwendeten Methode sehr variabel. Für alle Spermizide gilt jedoch, dass sie vor einem eventuell erneuten Samenerguss im Scheidenbereich auch innerhalb der zwei Stunden erneuert werden müssen. Die Menge des Nonoxynols ist nur für die Menge einer Ejakulation wirksam.

Ein weiterer wichtiger Hinweis ist, dass Spermizide trotz ihrer Spermien-abtötenden Wirkung keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten bieten. Erkrankungen wie HIV oder Gonorrhö können trotzdem übertragen werden. Davor schützt nur die Anwendung von Kondomen relativ zuverlässig.

Womit kann man Spermizide zur Erhöhung der Sicherheit kombinieren?

Spermizide können mit unterschiedlichen Verhütungsmitteln kombiniert werden. In der Regel geschieht dies mit den sogenannten physikalischen Methoden, die auf mechanische Weise eine Schwangerschaft verhindern. Dazu zählen Kondome. Mittlerweile gibt es sogar das Kondom für die Frau (Femidom), das Diaphragma oder die Verhütungskappe FemCap.

Alle diese Methoden werden durch die Verwendung von zusätzlichen spermizid-wirksamen Substanzen deutlich sicherer. Manche von ihnen sind bereits mit Spermiziden versehen, was der Packungsbeilage entnommen werden kann. Bei der eigenmächtigen Verwendung von Spermiziden in Kombination mit mechanischer Verhütung muss beachtet werden, dass die Spermizide auf einer Wasserbasis hergestellt sind. Ansonsten können sie Bestandteile beispielsweise von Kondomen angreifen und so die Sicherheit sogar herabsetzen.

Kann es bei der Anwendung von Spermiziden zu Nebenwirkungen kommen?

Die Anwendung von Spermiziden kann einige Nebenwirkungen verursachen, die zum Teil nur leicht ausgeprägt sind und mit Entfernung des Mittels aus der Scheide wieder verschwinden. Zum Teil bedürfen Neben- oder Nachwirkungen jedoch weiterer Behandlung.

Immer wieder treten bei der Anwendung von Spermiziden Reizungen der Vaginalschleimhaut auf. Dabei kann es zu starker Rötung, Brennen und Schmerzen kommen. Auch allergische Reaktionen mit Juckreiz sind möglich. Diese Nebenwirkungen gehen normalerweise nach gründlichem Ausspülen des Mittels wieder weg und halten nicht lange an. Wird eine solche Unverträglichkeit festgestellt, sollte das Mittel jedoch nicht weiter angewendet werden. Unter Umständen muss bei einer allergischen Reaktion mit Juckreiz und eventuell Bildung von Pusteln oder anderen Hautausschlägen eine Behandlung beim Gynäkologen erfolgen.

Weiterhin wird durch die Anwendung von Spermiziden das Scheidenmilieu verändert. Dies kann dazu führen, dass die Flora empfindlicher für Infektionen, allen voran für Harnwegsinfekte wird. Es ist bekannt, dass die Wahrscheinlichkeit für Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen durch spermizid-wirksame Substanzen steigt. Solche Infektionen sollten immer ärztlich behandelt werden, weil es ansonsten zu Folgen wie einer chronischen Blasenentzündung kommen kann.

Welche nicht-hormonellen Alternativen zur Verhütung gibt es zu Spermiziden?

Frauen, die keine Hormone nehmen möchten oder dürfen, beispielsweise in der Stillzeit, können mit Spermiziden verhüten. Da diese Variante jedoch nicht besonders sicher ist, sollte die Kombination aus mechanischer Verhütung mit Kondomen, Diaphragma oder ähnlichem und spermiziden Substanzen angestrebt werden. Der Vorteil dabei besteht in der kurzfristigen Anwendung. Solche Verhütungsmethoden sind deshalb besonders für Frauen geeignet, die eventuell bald schwanger werden möchten.

Zur langfristigen Verhütung ohne Hormone kann außerdem die Kupferspirale verwendet werden. Sie kann mehrere Jahre in der Gebärmutter verbleiben und bietet einen sehr sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft. Diese Variante ist eher für Frauen geeignet, die längerfristig verhüten möchten.

Bevor eine neue Verhütungsmethode probiert wird, kann der behandelnde Gynäkologe die Patientin beraten. So kann gemeinsam das am besten geeignete Verhütungsmittel ausgesucht werden.

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Quellen:

  • M. Stauber, T. Weyerstahl et al.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe, 3. Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG, 2007
  • Grimes LA, Lopez LM et al.: Spermicide used alone for contraception, Syst. Review 2013, www.ncbi.nlm.nih.gov
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