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Mann benutzt Thiocyanat

Haarausfall tritt bei fast allen Männern im Laufe ihres Lebens auf, teilweise schon vor dem 20. Lebensjahr. Auch bei Frauen kann Haarausfall im Prinzip zwar bereits früh auftreten, allerdings tritt der Haarverlust bei ihnen meist erst im fortgeschrittenen Alter auf.

Thiocyanat, das auch als Rhodanid bezeichnet wird, soll gegen einige Arten von Haarausfall helfen und gilt im Vergleich zu anderen Mitteln als nebenwirkungsarm und sehr gut verträglich.

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Wodurch entsteht Haarausfall?

Die Gründe für Haarausfall (Alopezie) können sehr unterschiedlich sein. Neben einer genetischen Veranlagung und dem normalen altersbedingten Haarausfall können eine Reihe von Erkrankungen frühzeitigen Haarausfall hervorrufen, unter anderem bakterielle Infektionen, Geschlechtskrankheiten, Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenfehlfunktion. Auch Fehl- oder Mangelernährung, Thallium-Vergiftungen sowie einige Medikamente, insbesondere manche Zytostatika zur Behandlung von Krebs, können Haarausfall hervorrufen oder verstärken.

Am häufigsten ist der sogenannte androgenetische Haarausfall, der genetisch bedingt ist und vor allem bei Männern auftritt. Typisch ist dabei der Ausfall der Haare in der Scheitel- und Schläfenregion, was zur Ausbildung einer Tonsur führt. Daneben gibt es aber noch einige weitere Arten von Haarausfall, die von einer lokal begrenzten Form bis zum Haarausfall am gesamten Körper reichen können.

Für die effektive Behandlung von Haarausfall ist es notwendig, die genaue Ursache zu kennen. Außerdem kann Haarausfall auch ein Symptom einer anderen Grunderkrankung sein. Daher sollten Betroffene möglichst frühzeitig das Gespräch mit ihrem Haus- oder Hautarzt suchen, da dieser professionell beraten und sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen kann. So lässt sich beispielsweise Haarausfall, der auf Mangelernährung beruht, häufig bereits durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten behandeln.

Was ist Thiocyanat?

Thiocyanat ist ein kleines, negativ geladenes Molekül, das auch unter normalen Bedingungen im menschlichen Körper vorkommt und an mehreren Prozessen beteiligt ist. Beispielsweise unterstützt Thiocyanat mittels mehrerer Reaktionsschritte die Immunabwehr gegen bakterielle Infektionen. Zudem kann Thiocyanat einen Einfluss auf den Blutdruck haben, weswegen es lange Zeit in abgeänderter Form als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt wurde. Thiocyanat blockiert außerdem die Aufnahme von Iod in der Schilddrüse und beeinflusst somit die Bildung von Schilddrüsenhormonen.

Wenn Thiocyanat in Medikamenten eingesetzt wird, muss es in Form eines Salzes eingesetzt werden. Häufig verwendet werden dabei Natriumthiocyanat, Guanidiniumthiocyanat oder Ammoniumthiocyanat. Die Wahl des Salzes ist aber nur von nachrangiger Bedeutung für die Wirkung von Thiocyanat bei äußerlicher Anwendung gegen Haarausfall.

Wie wirkt Thiocyanat gegen Haarausfall?

Thiocyanat-Produkte sollen vor allem gegen androgenetischen Haarausfall wirken. Dabei sind die Haarfollikel übermäßig empfindlich gegen das körpereigene Hormon DHT und können dadurch nicht mehr in gewohnter Weise wachsen. Thiocyanat soll in diesen Mechanismus eingreifen und der Reizung der Haarwurzeln entgegenwirken, wodurch die Haare wieder ihren normalen Wachstumszyklus durchlaufen können. Allerdings sind noch nicht alle Wirkmechanismen von Thiocyanat geklärt.

Wie erfolgreich ist eine Behandlung mit Thiocyanat?

Bisher gibt es noch sehr wenige Ergebnisse über die Behandlung von Haarausfall mit Thiocyanat. Thiocyn, eines der ersten Produkte mit Thiocyanat, das speziell zur Behandlung von Haarausfall entwickelt wurde, kam Ende 2016 auf den Markt. Thiocyn wurde laut Hersteller in einer Anwendungsstudie mit 111 Probanden getestet und soll bei 63 Prozent der Teilnehmer einen positiven Einfluss auf die Haare gehabt haben. In einzelnen Fällen soll sogar die Farbe der neu wachsenden Haare kräftiger und weniger ergraut gewesen sein. Allerdings ist diese Zahl an Studienteilnehmern noch sehr gering.

Zudem gibt es bislang keine sogenannten randomisierten Doppelblind-Studien zur Wirksamkeit von Thiocyanat bei Haarausfall. Solche Doppelblind-Studien gelten heutzutage aber als die Art von Studien mit der höchsten Aussagekraft. Ob eine Behandlung mit Thiocyanat also tatsächlich diesen verhältnismäßig hohen Wirkungsgrad hat, müssen zukünftige Studien klären.

Bei Finasterid und Minoxidil, den beiden einzigen Medikamenten, denen eine eindeutige Wirksamkeit gegen Haarausfall nachgewiesen werden konnte, liegen die Langzeit-Erfolgsraten im Bereich von 30 Prozent und damit deutlich niedriger als bei Thiocyn.

Um einen Behandlungserfolg mit Thiocyanat feststellen zu können, sollen Thiocyanat-Produkte mindestens drei Monate lang regelmäßig verwendet werden.

Gibt es Thiocyanat-Produkte nur für Männer?

Thiocyanat-Produkte sollen vor allem gegen androgenetischen Haarausfall wirken. Diese Form des Haarausfalls betrifft zwar bis zu 80 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens, allerdings leiden auch bis zu 50 Prozent aller Frauen vor allem in späteren Lebensabschnitten an androgenetischem Haarausfall. Für beide Geschlechter gibt es separate Thiocyanat-Präparate, die leicht andere Hilfsstoffe enthalten. Da beide Präparate jedoch Thiocyanat als Wirkstoff beinhalten, ist davon auszugehen, dass sie sich in ihrer Wirksamkeit nur unwesentlich unterscheiden.

Woher können Thiocyanat-Produkte bezogen werden?

Thiocyanat-Produkte sind nicht verschreibungspflichtig und können daher auch ohne Rezept gekauft werden. Zumindest vor dem Kauf der ersten Packung sollte aber eine ärztliche Beratung erfolgen, um die Ursache des Haarausfalls festzustellen. Einige Arten von Haarausfall sprechen auf medikamentöse Therapien generell nicht an, sodass in solchen Fällen die Verwendung von Thiocyanat-Produkten keinen Erfolg verspricht.

Der Kauf von Thiocyanat-Produkten sollte immer nur entweder in bekannten, seriösen Versandapotheken oder in niedergelassenen Apotheken erfolgen. Das Thiocyanat-Produkt Thiocyn ist zudem direkt beim Hersteller bestellbar.

Bestellungen bei anderen, nicht vertrauenswürdigen (Internet-)Anbietern bergen die Gefahr, dass es sich nicht um Originalprodukte mit geprüfter Qualität, sondern um Fälschungen handelt. Diese können andere oder im schlimmsten Fall sogar gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten und sollten auf keinen Fall verwendet werden.

Ist Thiocyanat gefährlich?

Die Einnahme größerer Mengen Thiocyanat kann zwar zu Vergiftungserscheinungen wie Unwohlsein, diffusen Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit oder psychischen Veränderungen führen. Thiocyanat-Produkte, die für die Behandlung von Haarausfall nur äußerlich auf der Kopfhaut angewendet werden, stellen hingegen in der Regel keine Gesundheitsgefahr dar. Vereinzelt kann es bei Anwendern zu Reizungen der Haut mit Rötungen oder Jucken kommen. Schwere Nebenwirkungen sind dagegen bei äußerlicher Anwendung keine bekannt.

Lediglich Personen, die an einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) leiden, sollten vor Beginn der Behandlung mit Thiocyanat mit ihrem Arzt sprechen, da Thiocyanat bei unsachgemäßer Anwendung die Schilddrüsenunterfunktion verstärken kann.

Existieren Alternativen zu Thiocyanat?

Der Markt für Haarwuchsmittel ist auf den ersten Blick zwar sehr groß, allerdings haben sich die meisten gängigen Produkte als vollkommen unwirksam gegen alle Arten von Haarausfall herausgestellt. Lediglich einige wenige Medikamente konnten in unabhängigen Studien eine zuverlässige Wirkung gegen Haarausfall zeigen. Die beiden bekanntesten Wirkstoffe sind dabei Finasterid und Minoxidil. Im Gegensatz zu Thiocyanat weisen diese Mittel aber stärkere Nebenwirkungen auf und sind für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder erhöhtem Risiko für manche Erkrankungen nicht geeignet.

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Quellen: 

  • Moll, I. (Hrsg.) (2016). Duale Reihe Dermatologie. Thieme-Verlag.
  • Raab, W. (2012). Haarerkrankungen in der dermatologischen Praxis. Springer-Verlag.
  • Rietschel, R. L., & Duncan, S. H. (1987). Safety and efficacy of topical minoxidil in the management of androgenetic alopecia. Journal of the American Academy of Dermatology, 16(3), 677-685.
  • Varothai, S., & Bergfeld, W. F. (2014). Androgenetic alopecia: an evidence-based treatment update. American journal of clinical dermatology, 15(3), 217-230.
  • Schulz, V., Döhring, W., & Rathsack, P. (1978). Thiozyanat-Vergiftung bei der antihypertensiven Therapie mit Natriumnitroprussid. Klinische Wochenschrift, 56(7), 355-361.

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