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Frau leidet unter Trichomonaden

Trichomonaden (Trichomonas vaginalis) sind Parasiten, welche weltweit Infektionen des Urogenitaltraktes bei Männern und Frauen auslösen und sich durch Geschlechtsverkehr verbreiten. Die verursachte Erkrankung bezeichnet man als Trichomonaden-Infektion (Trichomoniasis) und gehört zu den am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten weltweit. In den meisten Fällen bleibt eine Ansteckung allerdings unentdeckt, kann aber weitreichende Folgen wie z.B. Unfruchtbarkeit mit sich bringen. 

Mit dem Geschlechtskrankheiten Test können Sie herausfinden, ob Sie sich mit Trichomonaden angesteckt haben. Besteht eine Infektion, sollten Betroffene für die Therapie einen Arzt aufsuchen.

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Was sind Trichomonaden?

Trichomonaden sind Parasiten der Protozoengattung, die zu Entzündungen des Urogenitaltrakts führen, die man als Trichomoniasis bezeichnet. Nach Schätzungen der WHO stecken sich weltweit jährlich mehr als 250 Millionen Menschen mit Trichomonaden an. Damit ist die Trichomoniasis die am häufigsten vorkommende nicht-virale Geschlechtskrankheit der Welt und kommt häufiger vor als alle Chlamydien-, Gonorrhoe- und Syphillis-Infektionen zusammen.

Eine Ansteckung mit dem Parasit erfolgt überwiegend über Geschlechtsverkehr. Der Parasit nistet sich in der menschlichen Schleimhaut des Harn- und Geschlechtstrakts ein und vermehrt sich dort. An diesen Stellen kann die Besiedlung mit dem Erreger zu Infektionen führen, die sich als Entzündungen der Vagina, des Gebärmutterhalses oder der Harnblase äußern. Es gibt zudem neuere Berichte die beobachten, dass Trichomonaden nicht nur durch direkten Schleimhautkontakt, sondern auch über Infektionsträger wie Hautpartikel, Haare, Kleidung und Wasser übertragen werden kann.

Männer und Frauen stecken sich mit der gleichen Häufigkeit mit Trichomonaden an, allerdings ist der Krankheitsverlauf bei Männern in der Regel milder und rascher und die Trichomonaden-Infektion heilt in weniger als zehn Tagen von alleine ab. Frauen dagegen können zum Teil jahrelang unter der Erkrankung leiden, da Symptome in den meisten Fällen ausbleiben.

Wie erkennt man eine Infektion mit Trichomonaden?

Hat man sich mit dem Parasiten angesteckt, so kommt es in den meisten Fällen zu keinerlei Beschwerden. Man nimmt an, dass eine Trichomonaden-Infektion bei bis zu 80 Prozent der Fälle asymptomatisch verläuft, also ohne jegliche Symptome. Bei einem Drittel der weiblichen Erkrankten treten innerhalb der nächsten sechs Monate Beschwerden auf. Diese äußern sich überwiegend als Juckreiz an Schamlippen und Scheideneingang und übelriechendem, gelb-grünlicher Ausfluss, der schäumend sein kann und von dünner Konsistenz. Einige weibliche Betroffene klagen außerdem über Unterleibsschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen.

Da Symptome bei Männern meistens milder verlaufen als bei Frauen, werden über 80 Prozent der Diagnosen bei Frauen gestellt. Die meisten männlichen Infizierten merken also nicht, wenn sie sich mit Trichomonas vaginalis angesteckt haben. Bei einigen wenigen Betroffenen wird jedoch über Juckreiz und Ausfluss aus der Harnröhre berichtet.

Wie lange dauert die Inkubationszeit bei Trichomoniasis?

Die Inkubationszeit beträgt zwischen vier und 28 Tagen. In dieser Zeit hat man sich bereits mit dem Parasiten angesteckt, die Symptome sind allerdings noch nicht bemerkbar. Individuell sind deutlich längere Inkubationszeiten möglich.

Wie wird eine Trichomonaden-Infektion diagnostiziert?

Vermutet der Arzt, dass sich ein Patient mit Trichomonas vaginalis infiziert hat, wird per Vaginalabstrich oder Urinprobe im Labor die Diagnose gestellt. DrEd bietet eine solche Untersuchung mittels des Geschlechtskrankheiten-Tests für zu Hause an. Die Ärzte von DrEd informieren den Betroffenen über das DrEd Konto wenige Tage nach Absenden der Probe, ob sie sich mit Trichomonaden angesteckt haben. Fällt die Diagnose positiv aus, sollten Betroffene ihren Hausarzt aufsuchen, da DrEd momentan keine Therapie für Trichomonaden-Infektion anbietet. Für den Arzt besteht bei einer Diagnosenstellung keine Meldepflicht.

Wie werden Trichomonaden behandelt?

Trichomonaden werden mittels eines Antibiotikums behandelt. Therapie der Wahl stellt dabei seit Jahrzehnten das Antibiotikum Metronidazol dar, das einmalig in Tablettenform verabreicht wird. Allerdings wird seit einiger Zeit beobachtet, dass die Therapie mit Metronidazol zunehmend zu nicht erfolgreichen Behandlungsergebnissen und Nebenwirkungen führt.

Zurückzuführen ist dies nicht nur auf die wachsende Resistenzentwicklung, sondern auch auf die veränderte Vaginalökologie der weiblichen Infizierten. Man nimmt an, dass der Erreger die normale Vaginalflora stört, indem er
Milchsäurebakterien verdrängt und damit eine Verschiebung des vaginalen pH-Wertes verursacht. Dieses Ungleichgewicht des vaginalen Ökosystems, das auch als bakterielle Vaginose bezeichnet wird, schafft ein für Trichomonaden schützendes Umfeld, in welchem sich die Erreger ungestört
ausbreiten können. Möglicherweise führen diese Veränderungen des Scheidenmilieus sogar zu einer Inaktivierung des Arzneimittels.

Aus diesem Grund arbeiten Forscher seit Jahren an alternativen
Behandlungssubstanzen, die vaginal appliziert werden und die systemische Therapie gegebenenfalls in der Zukunft ablösen werden. Alternativ kann bei einer nicht erfolgreichen Metronidazol-Therapie auch das Antibiotikum Tinidazol einmalig oder auch über einen Zeitraum von einer Woche verabreicht werden.

Nach Empfehlungen der WHO dürfen infizierte Schwangere Metronidazol im zweiten und dritten Trimester einnehmen, allerdings wird eine Einnahme des Antibiotikums im ersten Trimester generell nicht empfohlen.

Da man sich immer wieder mit Trichomonaden anstecken kann, ist es wie bei allen Geschlechtskrankheiten wichtig, dass der Geschlechtspartner ebenfalls untersucht und gegebenenfalls mit behandelt wird.

Wie gefährlich sind Trichomonaden für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch?

Eine Ansteckung mit dem Parasit ist nicht lebensgefährlich, kann aber durchaus zu kräftezehrenden Beschwerden und weitreichenden Komplikationen führen. In der Vergangenheit wurde die Trichomonaden-Infektion lediglich als „lästig“ abgetan. Heutzutage weiß man aber, dass eine Erkrankung sowohl negative Auswirkungen auf Schwangerschaften haben kann, als auch zu einem höheren Risiko für andere Geschlechtskrankheiten führt.

Die durch den Krankheitserreger hervorgerufene Entzündung des Urogenitaltraktes kann zu Komplikationen führen. Beispielsweise können bei Frauen Entzündungen des Eileiters, der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut auftreten. In deren Folge kann eine
Trichomoniasis bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen.

Studien haben außerdem herausgefunden, dass sich eine Trichomonaden-Infektion negativ auf Schwangerschaften auswirken kann. So bringen infizierte Frauen häufiger Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht auf die Welt, es kommt vermehrt zu Frühgeburten durch vorzeitige Blasensprünge nach Unterleibsentzündungen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Kinder infizierter Mütter öfter intellektuelle Beeinträchtigungen aufweisen.

In seltenen Fällen kann eine Übertragung des Erregers von der Mutter auf das Kind während des Geburtsvorganges stattfinden und so Atembeschwerden des Neugeborenen verursachen.

Können Trichomonaden auch für Männer gefährlich werden?

Bei infizierten Männern können ebenfalls Komplikationen beobachtet werden, diese sind allerdings sehr selten. So kann eine Infektion mit Trichomonaden bei ihnen zu Nebenhodenentzündungen, Entzündungen der Prostata und zu einer reduzierten Spermienbeweglichkeit führen.

Es wird außerdem angenommen, dass mit einer Trichomoniasis das Risiko für
Prostata- und Gebärmutterhalstumoren bei Frauen und Männern steigt.

Warum steigt mit einer Trichomoniasis das HIV-Infektionsrisiko?

Die Besiedlung des Harn- und Geschlechtsapparats mit Trichomonaden führt zu Entzündungen der Schleimhaut. Durch die Entzündung ist die mechanische Barrierefunktion der schützenden Schleimhaut heruntergesetzt und somit können andere Krankheitserreger wie beispielsweise das humane Papillomavirus und HIV leichter in den Körper und in die Blutbahn gelangen.

Bei Frauen führt eine Trichomoniasis außerdem zu einem veränderten Scheiden-pH-Wert und damit werden bakterielle Vaginosen häufiger, die ebenfalls ein erhöhtes Risiko für den Erwerb des HI-Virus mit sich bringen.
Die Entzündung lockt zudem spezielle Immunzellen zum Ort der Schleimhautbesiedlung an, die vom HI-Virus als Wirtszellen befallen werden können. Der Weg in den Körper wird dem HI-Virus auf diese Weise also erleichtert.

Die Empfänglichkeit für HIV ist für Trichomonaden positive Menschen aus diesen Gründen größer, als für Gesunde. Hat man sich nun mit Trichomonaden und HIV infiziert, so scheiden diese Frauen auch mehr HI-Viren in ihrem Scheidensekret aus. Die Ansteckungsgefahr für das HI-Virus wird also durch eine Trichomonaden-Infektion größer. Deshalb ist eine erfolgreiche Behandlung der Trichomoniasis zusätzlich von Vorteil, da auf diesem Weg auch eine verminderte HIV-Ausscheidung erreicht wird. Das HIV Infektionsrisiko kann zudem mit einer Präexpositionsprophylaxe (PrEP) vermidert werden.

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Quellen:

  • Leitsch, D. (2016). Recent Advances in the Trichomonas vaginalis Field. F1000Research, 5. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 05.03.2016
  • Kissinger, P. (2015). Trichomonas vaginalis: a review of epidemiologic, clinical and treatment issues. BMC infectious diseases, 15(1), 307. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 05.03.2016
  • WHO: Global incidence and prevalence of selected curable sexually transmitted infections- 2008. Online: www.apps.who.int, aufgerufen am 05.03.2016
  • Martin, D. H., Zozaya, M., Lillis, R. A., Myers, L., Nsuami, M. J., & Ferris, M. J. (2013). Unique vaginal microbiota that includes an unknown Mycoplasma-like organism is associated with Trichomonas vaginalis infection. Journal of Infectious Diseases, 207(12), 1922-1931. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 23.03.2016
  • Moodley, P., Connolly, C., & Sturm, A. W. (2002). Interrelationships among human immunodeficiency virus type 1 infection, bacterial vaginosis, trichomoniasis, and the presence of yeasts. Journal of Infectious Diseases, 185(1), 69-73. Online: www.jid.oxfordjournals.org, aufgerufen am 23.03.2016
  • Moll, I. (2005). Dermatologie. Duale Reihe. 6. Auflage, Georg Thieme Verlag.

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