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Ärztin berät Paar zur Unfruchtbarkeit

Etwa sechs Millionen deutsche Frauen und Männer im Alter von 25 bis 59 Jahren sind kinderlos, obwohl bei ihnen ein Kinderwunsch besteht oder bestanden hat. Dabei handelt es sich etwa um jeden sechsten in dieser Altersgruppe. Unfruchtbarkeit, auch Infertilität genannt, ist eine bedeutende Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch. Was genau ist Unfruchtbarkeit und wieso tritt sie bei Männern und Frauen auf?

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Was bedeutet Unfruchtbarkeit?

Unfruchtbarkeit darf nicht mit Impotenz durch Erektionsstörungen verwechselt werden. Klassischerweise wird Unfruchtbarkeit definiert als das Unvermögen, eine Schwangerschaft auszulösen, obwohl über längere Zeit ungeschützter Geschlechtsverkehr praktiziert wurde. Die Ursache kann hierbei sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen. Diese traditionelle Definition der Unfruchtbarkeit wird aufgrund ihrer Ungenauigkeit oft kritisiert. Deshalb wurde 2004 von C. Gnoth und Kollegen eine neue Definition der Unfruchtbarkeit vorgeschlagen, die sowohl teilweise Unfruchtbarkeit (Subfertilität) als auch vollständige Unfruchtbarkeit (Infertilität) enthält. In dieser neuen Definition bezieht man sich unter anderem auf die Anzahl der Menstruationszyklen, während derer ein Schwangerschaftsversuch unternommen wurde. Nach sechs erfolglosen Zyklen spricht man von leicht subfertilen Paaren, nach zwölf Zyklen von erheblich subfertilen Paaren und nach 48 erfolglosen Monaten von infertilen, also vollständig unfruchtbaren.

Anzahl der erfolglosen Zyklen Grad der Infertilität des Paares
Sechs erfolglose Zyklen Leichte Subfertilität
Zwölf erfolglose Zyklen Erhebliche Subfertilität
48 erfolglose Zyklen Infertilität


Diese Definition zeigt, dass durchaus einige Zeit ohne erfüllten Kinderwunsch vergehen kann, ohne dass von einer vollständigen Unfruchtbarkeit ausgegangen werden muss.

Was sind die Grundlagen für Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern?

Die Fortpflanzungsfähigkeit wird über ein kompliziertes System von Hormonen gesteuert. Drüsen im Gehirn produzieren die Vorläufer der sogenannten Sexualhormone, die in den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen ausgeschüttet werden. Über diese Hormone wird bei Frauen die Reifung von Eizellen veranlasst und bei Männern die Reifung der Spermien eingeleitet. Um fruchtbar zu sein müssen nicht nur die Geschlechtsorgane ausgeprägt und funktionsfähig sein, sondern auch dieses komplizierte System von Hormonen muss funktionieren. Der Geschlechtsverkehr muss zusätzlich während der fruchtbaren Tage der Frau stattfinden.

Sind Männer oder Frauen häufiger unfruchtbar?

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat eine Studie bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass in etwa 30 Prozent der Fälle die Ursache der Unfruchtbarkeit beim Mann liegt, in 30 Prozent der Fälle bei der Frau. In weiteren 30 Prozent waren die Ursachen bei beiden zu finden und in den verbleibenden zehn Prozent war keine medizinische Ursache feststellbar. Dem entsprechend scheinen Männer und Frauen gleich häufig betroffen zu sein.

Welche Ursachen gibt es für Unfruchtbarkeit bei Männern?

Die Unfruchtbarkeit beim Mann unterteilt man in drei Kategorien:

  • Kongenitale (angeborene) Unfruchtbarkeit
  • Erworbene Unfruchtbarkeit
  • Idiopathische Unfruchtbarkeit (kein medizinischer Grund feststellbar)

1) Angeborene Unfruchtbarkeit

Die häufigste Ursache für angeborene Unfruchtbarkeit bei Männern ist eine sogenannte Varikozele. Bei etwa 30 Prozent der unfruchtbaren Männer ist diese ursächlich. Als Varikozele bezeichnet man eine Krampfaderbildung entlang der Hodenvenen, die unter anderem zu einer Überhitzung des Hodens und dadurch zu Unfruchtbarkeit führen kann. Eine Varikozele kann chirurgisch behandelt werden, bei einem Teil der Patienten wird damit die Fruchtbarkeit wiederhergestellt.

Auch endokrine, also hormonbedingte, Erkrankungen des Mannes können zu einer Unfruchtbarkeit führen. Allerdings sind angeborene Defekte im Bereich der Sexualhormone selten. Darüber hinaus sind viele Gendefekte wie z.B. das Klinefelter-Syndrom bekannt, die mit einer Unfruchtbarkeit bei Männern assoziiert werden.

2) Erworbene Unfruchtbarkeit

Zwischen fünf und zwölf Prozent der Männer mit erworbener Unfruchtbarkeit haben gehäufte Infekte des Harn- und Geschlechtstraktes in der Vorgeschichte. Dadurch kann die Menge an Spermien und deren Beweglichkeit negativ beeinflusst werden. Bei manchen Männern greift das Immunsystem die eigenen Spermien ohne offensichtlichen Grund an. Hier spricht man von einer autoimmunen Ursache für Unfruchtbarkeit.

Traumatische Einflüsse auf die Hoden sind eine weitere Ursache für erworbene Unfruchtbarkeit bei Männern. Durch eine Schädigung des Hodengewebes kann auch die Spermienproduktion und damit die Fruchtbarkeit beeinflusst werden.

Auch toxische Einflüsse können die Fruchtbarkeit senken. Als wichtigste Einflüsse sind hier Alkohol- und Zigarettenkonsum zu nennen, die sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken können.

3) Idiopathische Unfruchtbarkeit

Als idiopathische Unfruchtbarkeit wird eine Unfruchtbarkeit bezeichnet, die zwar besteht, für die aber keine medizinische Begründung gefunden werden kann.

Welche Ursachen gibt es für Unfruchtbarkeit bei Frauen?

Unfruchtbarkeit bei Frauen kann durch eine Vielzahl von Faktoren zu Stande kommen:

  • Unvollständige Ausbildung oder Entfernung der inneren Geschlechtsorgane: Gründe sind z.B. das Turner-Syndrom, bei dem betroffenen Frauen ein X-Chromosom fehlt, oder eine Entfernung der Eierstöcke nach einer Krebserkrankung

  • Eingeschränkte Produktion oder Funktion der Eizellen: Für eine eingeschränkte Funktion der Eizellen gibt es viele Gründe. Zu den bedeutendsten zählt das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), eine Erkrankung, die durch ein Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone ausgelöst wird. Außerdem lässt die Funktion der Eizellen mit zunehmendem Alter nach, so dass auch die Fruchtbarkeit immer stärker eingeschränkt ist

  • Eingeschränkte Empfängnis: Rauchen kann zu einer Einschränkung der Empfängnis führen, sodass Spermien nicht mehr mit der Eizelle verschmelzen können. Auch das PCOS senkt die Chance für eine Empfängnis

  • Andere Ursachen: Ebenso wie bei Männern können bei Frauen angeborene und erworbene Störungen der Sexualhormone zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen. Für solche Störungen gibt es vielfältige Ursachen. Außerdem können manche Medikamente, wie z.B. Chemotherapeutika, sowohl bei Männern als auch bei Frauen zu einer Unfruchtbarkeit führen

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große Belastung für viele Paare. Doch mit Hilfe eines Arztes kann in vielen Fällen die Ursache der Unfruchtbarkeit aufgespürt und sogar behandelt werden.

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Quellen:

  • Brugo-Olmedo, S., Chillik, C., & Kopelman, S. (2001). Definition and causes of infertility. Reproductive biomedicine online, 2(1), 173-185. 
  • Healy, D. L., Trounson, A. O., & Andersen, A. N. (1994). Female infertility: causes and treatment. The Lancet, 343(8912), 1539-1544. 
  • Wald, M. (2005). Male infertility: causes and cures. Sexuality, Reproduction and Menopause, 3(2), 83-87. 
  • Sütterlin, S., & Hoßmann, I. (2007). Ungewollt kinderlos. Was kann die moderne Reproduktionsmedizin gegen den Kindermangel in Deutschland tun. Hg. v. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Köln. Online: www.berlin-institut.org, aufgerufen am 13.01.16
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