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Doktor klärt über die Ursachen von Sodbrennen auf

Etwa 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung leidet gelegentlich an Sodbrennen und sucht nach den Ursachen. Das brennende Gefühl in Magen und Speiseröhre gehört damit zu den häufigsten Beschwerden in der Allgemeinbevölkerung. Ursächlich für die häufig angegebenen Symptome kann eine Fülle von Faktoren sein und sollte im Rahmen einer Diagnostik abgeklärt werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Bei Sodbrennen können die Ärzte von DrEd eine Diagnose stellen und die Ursachen behandeln. Darüber hinaus können Folgerezepte für bereits verschriebene rezeptpflichtige Medikamente gegen Sodbrennen von den Ärzten von DrEd ausstellt werden.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Was können Ursachen für Sodbrennen sein? 

Die Ursachen für Sodbrennen können sehr verschieden sein und reichen von der klassischen Refluxkrankheit (gastroösophagealer Reflux) bis hin zu irritativer Reizung durch Nahrungs- und Suchtmittel. Oft sind die Beschwerden chronisch. Der gastroösophageale Reflux ist die häufigste Ursache für Sodbrennen. Dabei kommt es zum Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre durch einen ineffektiven Verschluss des unteren Speiseröhrenschließmuskels. Unterteilt wird diese Erkrankung in zwei Unterformen: Die nichterosive Refluxkrankheit und die endoskopisch diagnostizierbare Refluxösophagitis.

Hierbei kommt es zur Stimulation von Chemo-Rezeptoren in der Speiseröhre, die empfindlich auf Säure reagieren. Durch Kontakt der Rezeptoren mit der aufsteigenden Magensäure kommt es zur Aktivierung der Rezeptoren, was dann schließlich die schmerzhafte brennende Empfindung auslöst. Die Ursache für Sodbrennen kann in manchen Fällen auch eine hypersensitive Speiseröhre sein. Diese wird bereits durch normale Refluxereignisse, die bei jedem gesunden Menschen auftreten, stark gereizt und die Betroffen verspüren einen brennenden Schmerz. Auch funktionelles Sodbrennen ist als Form zu nennen. Hierbei liegt trotz bestehender Beschwerden kein pathologischer Reflux vor. Als Ursache kommen hier unter anderem Dehnungsreize der Speiseröhre oder Wahrnehmungsstörungen in Betracht.

Auch Genuss- und Suchtmittel sowie Medikamente können die Symptomatik auslösen.

Welche Genussmittel können Ursache von Sodbrennen sein?

Der Lebensstil ist ein entscheidender Faktor, der zur Entstehung, Verschlechterung und Aufrechterhaltung von Sodbrennen beitragen kann. Sowohl der Konsum von Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol als auch der Genuss von besonders fettigen, sauren, süßen oder koffeinhaltigen Speisen oder Getränken, kann die Symptomatik des brennenden Gefühls in Magen und Speiseröhre auslösen. Die Beschwerden entstehen dabei durch lokale Reizung der Speiseröhre oder durch Einfluss auf die Muskulatur. Bei bestehender Problematik ist eine Reduktion der genannten Einflussfaktoren somit empfehlenswert.

Können Medikamente Sodbrennen verursachen?

Auch Arzneimittel können Sodbrennen verursachen oder verstärken. Dazu gehören vor allem auch Medikamente, die zu einer Relaxation der Muskulatur führen und somit auch die Muskulatur zwischen Magen und Speiseröhre beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem Calciumantagonisten zur Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen, Theophyllin bei Asthma und Anticholinergika. Neben den Genannten, können auch verschiedene Schmerzmittel oder Antirheumatika die Beschwerden auslösen. Arzneimittel wie Ibuprofen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure verstärken die Säureproduktion im Magen und tragen so zu einer verstärkten Symptomatik bei. Auch bei Antibiotika wie den Tetracyclinen kann Sodbrennen als unerwünschte Nebenwirkung auftreten.

Bei Verdacht auf eine medikamentös bedingte Reflux-Problematik ist eine Beratung mit dem behandelnden Arzt, sowie gegebenenfalls eine Umstellung der Medikation ratsam.

Wer ist besonders von Sodbrennen betroffen?

Häufiger von Sodbrennen betroffen sind übergewichtige Personen. Durch das erhöhte Körpergewicht kommt es zu einem erhöhten Druck auf den Magen, wodurch ein Rückfluss in die Speiseröhre begünstigt wird. Auch mangelnde Bewegung erhöht die Wahrscheinlichkeit an der Problematik zu leiden, da meist auch der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre eine geringere Kraft aufweist. Als weiterer Faktor sind seelische Belastungen und Stress zu nennen. Der schmerzhafte Rückfluss kann dadurch ausgelöst oder verstärkt werden.

Ist die Wahrnehmung von Sodbrennen verschieden?

Die Wahrnehmung der Beschwerden ist individuell sehr verschieden. Maßgeblich wird sie dabei durch die Differenzen in der Säureempfindlichkeit der Speiseröhre bestimmt. Eine Sensitivierung von Rezeptoren, die den brennenden Schmerz vermitteln, ist ebenfalls möglich und kann zu verstärktem Empfinden führen. Auch Stress, seelische Faktoren und andere Erkrankungen können Einfluss auf die Ausprägung der Symptomatik haben und stellen so weitere Ansatzpunkte bei der spezifischen Therapie des Sodbrennens dar.

Warum kommt es in der Schwangerschaft verstärkt zu den Beschwerden?

Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft kommt es bei vielen Frauen zu vermehrtem Sodbrennen. Grund für die brennenden Schmerzen sind die veränderten körperlichen Bedingungen in der Zeit der Schwangerschaft. Zum einen drückt das immer größer werdende ungeborene Kind auf den Magen und fördert somit den Rückfluss von Magensäure. Zum anderen wird durch erhöhte Hormonspiegel der Schließmuskel der Speiseröhre elastischer und trägt zu den genannten Beschwerden bei.

Was gibt es für Ansatzpunkte zur Behandlung der Ursachen von Sodbrennen?

Nicht-operative Ansatzpunkte bei der Therapie von Sodbrennen sind sowohl medikamentöser als auch psychischer Interventionsart.
Wesentlich in der Therapie der Beschwerden ist die Säurehemmung, die durch die Gabe von Protonenpumpeninhibitoren wie Pantozol oder Antra MUPS, H2-Rezeptoranatgonisten oder Säurepuffer (Antazida) erreicht werden kann.
Ergänzend kann die medikamentöse Gabe von GABA-Antagonisten erfolgen, die zur Verringerung der Entspannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels beiträgt. Auch die Reduktion von Stress sowie Behandlung psychischer Nebenerkrankungen stellt einen wichtigen Ansatzpunkt der Therapie dar und kann durch Anti-Stress-Training und Ähnliches erreicht werden.

Eine Reduktion ursächlicher Sucht- und Genussmittel oder Umstellung von Medikamenten ist zudem empfehlenswert und kann maßgeblich zu einer Besserung beitragen. Abhängig von den ursächlichen Faktoren wird eine individuell spezifische Therapie zusammengestellt, um eine maximale Reduktion der Beschwerden zu erreichen.

Neben konservativen Therapieansätzen sind bei organischen Ursachen wie Tumoren oder Zwerchfellhernien, die zu einer Beeinträchtigung des unteren Speiseröhrenschließmuskels führen, operative Therapiemethoden einzusetzen.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Quellen:

  • Holtmann, G. (2001). Reflux disease: the disorder of the third millennium. European journal of gastroenterology & hepatology, 13, S5-11
  • Arastéh, K., Bieber, C., Brandt, R., & Chatterjee, T. T. (2012). Duale Reihe Innere Medizin. H. W. Baenkler (Ed.). Georg Thieme Verlag
  • Graefe, K.H., Lutz, W., Bönisch, H. (2016). Duale Reihe Pharmakologie und Toxikologie. Georg Thieme Verlag
  • Pehl, Ch., Schepp, W. (2002). Wie entsteht Sodbrennen? Pathomechanismen und Einflussfaktoren. Deutsches Ärzteblatt. Online: www.aerzteblatt.de, aufgerufen am: 05.10.2016
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