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Ärztin klärt Patientin über Vulvakrebs auf

Der Vulvakrebs oder medizinisch das Vulvakarzinom ist eine insgesamt eher seltene Krebsart, die am häufigsten bei Frauen nach der Menopause auftritt. Sie weist jedoch bei später Behandlung eine schlechte Prognose auf und sollte deshalb frühzeitig erkannt und behandelt werden. Anzeichen eines Vulvakarzinoms im Frühstadium sind starker Juckreiz, Brennen und Schmerzen an den Schamlippen. Die Diagnostik erfolgt beim Arzt mittels gynäkologischer Untersuchung und gegebenenfalls der Entnahme einer Gewebeprobe. Je nach Stadium der Krebserkrankung erfolgt entweder eine Operation oder eine Chemo- beziehungsweise Strahlentherapie.

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Was sind die ersten Anzeichen bei einem Vulvakrebs?

In etwa der Hälfte aller Fälle verursacht ein Vulvakrebs keine oder nur sehr leichte Beschwerden. Das erschwert die frühzeitige Diagnose.

Der Vulvakrebs kann zu Beginn einer Entzündung oder Infektion der Scheide ähneln. In diesem Fall tritt ein starker Juckreiz, oft in Verbindung mit einer Rötung der Scheide auf. Auch Schmerzen im Genitalbereich sind ein Anzeichen von Vulvakrebs. Sie können plötzlich oder zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr auftreten. Manchmal kommt es auch zu kleineren, nicht blutenden Einrissen der Haut, den sogenannten Erosionen. Ebenfalls gut sichtbar können sogenannte Leukoplakien sein. Das sind rötliche oder weiße, leicht verdickte Stellen auf der Vaginalschleimhaut, die aussehen können wie kleine Warzen. Dabei handelt es sich um Punkte, an denen die Zellen vermehrt Keratin bilden, was für die Festigkeit der Haut sorgt. Leukoplakien können, müssen aber nicht unbedingt eine Vorstufe von Krebs darstellen.

Welche weiteren Ursachen kann es für solche Veränderungen geben?

Abgesehen von den Leukoplakien ähneln die ersten Symptome sehr stark denen bei verschiedenen Infektionen der Scheide. Dazu gehören vor allem die Pilzinfektion, die bakterielle Vaginose und der Genitalherpes. Der Besuch beim Arzt kann die Angst vieler junger Frauen, unter einem Vulvakrebs zu leiden, lindern. Normalerweise ist sie unbegründet und es handelt sich lediglich um eine behandelbare Infektion.

Wie sieht ein Vulvakrebs im fortgeschrittenen Stadium aus?

Die ersten Symptome des Vulvakarzinoms deuten, wenn es sich nicht um eine Infektion handelt, auf eine sogenannte Präkanzerose hin. Präkanzerosen sind die Vorstufen von Krebserkrankungen. Dabei kommt es bereits zu krankhaften Zellteilungen, die jedoch meist noch gut behandelbar sind. Nur wenige der Krebsvorstufen gehen tatsächlich in ein fortgeschrittenes Stadium über.

In späteren Stadien des Vulvakarzinoms kommt es zu verstärktem Ausfluss aus der Scheide. Auch Schwellungen der Vaginalschleimhaut sind möglich. Manchmal kommt es auch zu tieferen Einrissen der Schleimhaut (Ulzera), die sehr unangenehm riechen können. In anderen Fällen kann eine Vermehrung der Schleimhautzellen stattfinden, die aufgrund ihrer Form von Ärzten als blumenkohlartig beschrieben wird.  

Wie häufig ist ein Vulvakrebs?

Vulvakrebs ist eine eher seltene Erkrankung der Frau. Etwa 2 von 100.000 Frauen erkranken jedes Jahr an Vulvakrebs. Damit stellt der Vulvakrebs weniger als fünf Prozent der Genitalkarzinome dar. Da die Erkrankung jedoch oft spät entdeckt wird, kann der Krebs leichter ein fortgeschrittenes Stadium erreichen.

Welche Formen von Vulvakrebs gibt es?

Die meisten Krebserkrankungen im Bereich der Vulva sind sogenannte Plattenepithelkarzinome. Dabei vermehren sich die Zellen der obersten Schicht der Schleimhaut. Andere Formen können Melanome und Sarkome sein, die von anderen Zellsorten gebildet werden und eher auch jüngere Frauen betreffen. Für die Behandlung von Vulvakrebs spielt die Zellsorte jedoch nur eine geringere Rolle.

Welche Ursachen gibt es für die Entstehung von Vulvakrebs?

Ein hoher Risikofaktor für die Entstehung von Vulvakrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Auch ein Östrogenmangel, der insbesondere nach den Wechseljahren eine wichtige Rolle spielt, kann zur Entstehung von Vulvakrebs beitragen. Außerdem begünstigt ein geschwächtes Immunsystem, wie es zum Beispiel bei HIV-Patientinnen auftritt, die Erkrankung. Gerade jüngere Frauen mit Vulvakrebs leiden meist unter einer Immunschwäche.

Solche Risikofaktoren können zu einer Vulvadystrophie führen. Der Begriff Dystrophie beschreibt eine Veränderung der Schleimhaut, die mit einer geringeren Schutzfunktion einhergeht. Bereits bei einer Dystrophie kann es zu den typischen Erstsymptomen kommen. In manchen Fällen entwickeln sich daraus die Präkanzerosen, bei denen sich die Zellen genetisch verändern und weniger ausdifferenziert sind. Dadurch vermehren sie sich unkontrolliert und erfüllen nicht mehr ihre spezifische Funktion, was bei Nichtbehandlung zu Krebs führt.

Wer ist besonders häufig von Vulvakrebs betroffen?

Vulvakrebs tritt in den meisten Fällen bei Frauen im mittleren Lebensalter auf. Besonders stark ansteigend ist die Zahl der Neuerkrankungen ab dem 50. Lebensjahr, also nach den Wechseljahren.

Die gut behandelbaren Präkanzerosen treten auch bei jüngeren Frauen mit zunehmender Häufigkeit auf. Oft spielt hier die Infektion mit humanen Papillomaviren eine Rolle.

Wie wird ein Vulvakrebs beim Arzt diagnostiziert?

Die Diagnose von Vulvakrebs erfolgt beim Arzt mit Hilfe einer gynäkologischen Untersuchung. Dabei wird die Scheide mit einem Kolposkop, einer stark vergrößernden Lupe, betrachtet. Für die Beurteilung von Präkanzerosen kann die Schleimhaut mit stark verdünnter Essigsäure bestrichen werden. In der anschließenden Vulvoskopie zeigen sich Krebsvorstufen oft als weiß gefärbte Areale mit kleineren Blutgefäßen. Außerdem tastet der Arzt die Scheide ab und sucht dabei nach knotigen Verdickungen. Auch die Lymphknoten in der Leiste müssen auf Schwellungen und Schmerzhaftigkeit untersucht werden.

Besteht der dringende Verdacht auf einen Vulvakrebs, wird eine Biopsie der Vaginalschleimhaut entnommen. Dazu wird nach einer örtlichen Betäubung eine kleine Probe ausgestanzt, die in Speziallaboren mikroskopisch untersucht wird.

Zwischen welchen Stadien wird bei einer Krebserkrankung an der Vulva unterschieden?

Krebserkrankungen werden grundsätzlich nach Stadien eingeteilt. Die genaue Einteilung ist tiefgehendes Facharztwissen und für die Therapie entscheidend.

Die Unterscheidung in die Stadien eins bis vier mit einigen Unterformen erfolgt nach Größe und Ausbreitung des Tumors. Neben der Vulva können die Harnröhre, die Vagina und der Anusbereich von Krebszellen infiltriert sein. In vielen Fällen sind auch die Lymphknoten betroffen, da Krebszellen über die Lymphflüssigkeit transportiert werden. Sie gelangen zuerst in die Leistenlymphknoten, die deshalb bei jeder Untersuchung mit abgetastet werden. Von dort können sie sich im gesamten Körper verteilen. Dabei entstehen Fernmetastasen, die für das sehr fortgeschrittene Tumorstadium vier ausschlaggebend sind.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Handelt es sich noch um Krebsvorstufen, kann eine lokale Entfernung des erkrankten Gewebes ausreichen. Dabei kann die Stelle in vielen Fällen anschließend frei von entarteten Zellen sein, bei etwa einem Drittel kommt es jedoch zu einem Rückfall. Wenn eine Frau bereits Präkanzerosen hatte, sollte sie sich besonders regelmäßig auf weitere Entartungen untersuchen lassen.

In frühen Stadien eines Vulvakarzinoms muss entschieden werden, wie groß das Risiko für eine Ausbreitung ist. Auch das Alter der Patientin spielt eine Rolle. Sind die betroffenen Stellen kleiner als zwei Zentimeter, bemüht man sich besonders bei jüngeren Frauen aus kosmetischen Gründen um den Erhalt der Vulva. Sobald das aus medizinischen Gründen aufgrund der Ausbreitungsgefahr nicht mehr vertretbar ist, muss eine operative radikale Vulvektomie durchgeführt werden. Dabei werden die kleinen und großen Schamlippen sowie gegebenenfalls weitere Teile des äußeren Genitale entfernt. Auch die Lymphknoten in der Leiste sollten auf beiden Seiten mit entnommen werden, um gegebenenfalls bereits verbreitete Tumorzellen nicht im Körper zu belassen.

In späten Stadien mit Befall anderer umgebender Bereiche wie der Harnröhre werden diese mit entfernt. Außerdem sollte eine Strahlentherapie oder eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie, zum Beispiel eine sogenannte Radiochemotherapie begonnen werden.

Ist Vulvakrebs heilbar?

Die Heilung von Vulvakrebs hängt von dem Stadium ab, in dem eine Behandlung beginnt. Die Prognose in einem frühen Stadium ist deutlich besser. Wird der Krebs im Stadium eins bereits erkannt und behandelt, beträgt die Überlebensrate für die nächsten fünf Jahre bis zu 90 Prozent. Im letzten Stadium vier mit Metastasen in anderen Organen liegt die Wahrscheinlichkeit für das fünf-Jahres-Überleben nur noch bei etwa 20 Prozent.

Kann man Vulvakrebs vorbeugen?

Die beste Voraussetzung für eine frühzeitige Erkennung des Vulvakarzinoms sind regelmäßige Besuche beim Gynäkologen. Dort sollten auch harmlos erscheinende Symptome wie Juckreiz angesprochen werden. So kann der Arzt leicht eine Untersuchung zur Unterscheidung einer harmlosen Pilzinfektion von einem Vulvakrebs durchführen.

Auch eine frühzeitige Behandlung von HPV-Infektionen kann die Entstehung von Krebsvorstufen verhindern. Deshalb sollte der regelmäßige Abstrich beim Gynäkologen unbedingt eingehalten werden.

Weiterhin stellt das Rauchen für nahezu alle Krebserkrankungen einen wichtigen Risikofaktor dar. Der Verzicht auf Nikotin kann deshalb in vieler Hinsicht zu einem gesünderen Leben beitragen.

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Quellen:

  • Stauber M, Weyerstahl T. Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Stuttgart: Thieme Verlag, 3. Auflage 2007
  • Amboss Medizinwissen. Vulvakarzinom. Online: www.amboss.miamed.de, zuletzt aufgerufen am 13.06.2018
  • Rakislova N et al. Role of Human Papillomavirus in Vulvar Cancer. Adv Anat Pathol:2017 July. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, zuletzt aufgerufen am 09.07.2017
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