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Frau sucht Hilfe gegen Sodbrennen

Beim Sodbrennen kommt es zum Rückfluss von Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre, was einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein verursachen kann. Manchmal strahlt dieser Schmerz auch bis in den Hals aus und wird von saurem Aufstoßen begleitet. Sodbrennen ist ein Symptom der sogenannten gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD), kurz: Reflux. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Menschen in westlichen Ländern leiden darunter. Bei etwa zehn Prozent dieser Betroffenen kommt es zusätzlich zu einer Entzündung der Speiseröhre, da der saure Magensaft die empfindliche Schleimhaut angreift. Dies stellt einen Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs dar. Sodbrennen ist also nicht nur ein äußerst unangenehmes, sondern auch ein ernstzunehmendes Symptom, das es zu behandeln gilt. 

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Was löst Sodbrennen aus?

Es gibt drei grundlegende Ursachen für den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre: Erstens kann es sein, dass zu viel Magensäure produziert wird. Der Magen „läuft“ gewissermaßen „über“ und die Speiseröhre ist nicht in der Lage, die Magensäure ausreichend schnell in den Magen abzuleiten. Zweitens kann die Speiseröhre selbst in ihrer Muskelaktivität geschwächt sein und selbst geringe Mengen Magensäure nicht wieder in den Magen zurückbefördern. Drittens kann der Schließmuskel in seiner Funktion eingeschränkt sein, der sich zwischen Magen und Speiseröhre befindet, sodass leichter Magensaft in die Speiseröhre gelangen und diese verätzen kann.

Zusätzlich zu diesen drei Ursachen können bestimmte Nahrungsmittel und Lebensweisen die Beschwerden fördern, z.B. weil sie die Produktion von Magensäure anregen, den Schließmuskel erschlaffen lassen oder den Druck im Magenbereich erhöhen.

Hilft eine Ernährungsumstellung bei Sodbrennen?

Bestimmte Lebensmittel und Ernährungsweisen sollen Sodbrennen fördern, aber bislang konnte noch nicht eindeutig wissenschaftlich bestätigt werden, dass eine Ernährungsumstellung Sodbrennen beseitigt. Dennoch kann es sich lohnen, Nahrungsmittel wegzulassen, wenn diese regelmäßig mit Symptomen verbunden sind. Zu diesen Nahrungsmitteln können z.B. Kaffee, Schokolade, mentholhaltiges, fettreiches, saures, scharfes oder stark gewürztes Essen zählen. Eingeschlossen sind hier also Pfefferminztee und -bonbons sowie -kaugummis, Zitrusfrüchte wie z.B. Orangen, Ananas, Tomaten, Dressing auf Essigbasis, Chili, Tabascosauce und Soft- sowie Energydrinks. Es empfiehlt sich, über ein bis zwei Wochen einen Auslassversuch zu unternehmen. Treten beim erneuten Verzehr dann Beschwerden auf, ist es wahrscheinlich, dass der Magen auf die entsprechende Nahrung mit einer erhöhten Säureproduktion oder mit einem Erschlaffen des Schließmuskels der Speiseröhre reagiert. In diesem Fall sollte dauerhaft auf das Lebensmittel verzichtet werden, um Folgeschäden an der Speiseröhre oder eine dauerhafte Medikamenteneinnahme zu vermeiden.

Einige Menschen sind auch der Meinung, dass langsames Essen hilft, Sodbrennen zu vermeiden. In einer Studie an 26 übergewichtigen Menschen hatte jedoch die Essgeschwindigkeit keinen Einfluss auf ihre Beschwerden.
Eine Ernährung reich an Ballaststoffen und Eiweiß könnte dagegen die Beschwerden reduzieren. Auch sollten eher viele kleine als wenige große Mahlzeiten eingenommen werden. Insbesondere direkt vor dem Schlafengehen sollte keine große Menge gegessen werden. Mindestens vier Stunden Abstand sollten zwischen der letzten Nahrungsaufnahme und dem Zubettgehen liegen. Auch sollte direkt nach einer Mahlzeit keine liegende Position eingenommen werden, um den Rückfluss der Magensäure nicht zu begünstigen.

Verschafft eine Gewichtsabnahme Hilfe bei Sodbrennen?

In verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen mit Übergewicht (BMI > 25 kg/m²) häufiger unter Sodbrennen leiden. Dies könnte darin begründet sein, dass vermehrtes Bauchfett den Druck im Bauchraum und damit im Magen erhöht, was dazu führt, dass vermehrt Magensäure nach oben in die Speiseröhre gedrückt wird. In der Tat weisen übergewichtige Menschen laut Studien einen erhöhten Magendruck auf. Eine Gewichtsabnahme kann also durch eine Verringerung des Bauchfetts den Druck auf den Magen reduzieren und somit auch effektiv Sodbrennen lindern. Eine Symptomlinderung tritt auch schon während einer Diät ein, allerdings nur, wenn diese den Schwerpunkt auf eine kalorienreduzierte, fettarme und eiweißreiche Ernährung legt.

Hilft das Aufgeben vom Rauchen oder weniger Alkohol gegen Sodbrennen?

Bislang konnte in Studien kein eindeutiger Beleg dafür gefunden werden, dass der Konsum von Alkohol Sodbrennen fördert. So hat auch das Weglassen alkoholhaltiger Getränke möglicherweise keinen Einfluss auf die Beschwerden. Dagegen zeigen Studien in Bezug auf das Rauchen, dass Raucher häufiger unter Sodbrennen leiden, und zwar umso stärker, je länger sie bereits rauchen. Es muss noch untersucht werden, ob die Aufgabe des Rauchens tatsächlich zu einer Verbesserung der Beschwerden führt. Es empfiehlt sich aber, diesen möglichen Risikofaktor zu beseitigen.

Kann Sport eine Hilfe bei Sodbrennen sein?

Sehr anstrengender Sport, insbesondere Krafttraining und Laufen verstärken das Sodbrennen, da hierbei der Schließmuskel der Speiseröhre dazu neigt, zu erschlaffen. Zudem steigt der Druck im Bauchraum, vermutlich durch die erhöhte Muskelanspannung. Auf diese Weise gelangt während der Bewegung vermehrt Magensäure in die Speiseröhre. Es sollte jedoch bei Sodbrennen keinesfalls auf Sport verzichtet werden. Im Gegenteil: Moderate körperliche Betätigung schützt sogar vor diesem Symptom. Zudem können die Beschwerden verringert werden, wenn man ausreichend Zeit zwischen einer Mahlzeit und der Bewegung verstreichen lässt.

Welche Schlafposition kann bei Sodbrennen helfen?

Schläft man in einer Position, in der der Kopf erhöht liegt, verringert dies die Wahrscheinlichkeit, dass Magensäure in die Speiseröhre laufen kann. Auch eine Seitenlage ist vorteilhaft: In einer Studie zeigte sich, dass Probanden, die mittels einer Art Rucksack daran gehindert wurden, auf dem Rücken zu schlafen, weniger unter Sodbrennen in der Nacht litten.

Unter Umständen kann auch Schnarchen die Ursache für Sodbrennen sein, da durch das Schnarchen die Atemwege verlegt werden und der Körper enormen Druck erzeugen muss, um dennoch genügend Luft einzuatmen. Dadurch wird der Magensaft förmlich nach oben „gesaugt“. Es kann daher sinnvoll sein, das eigene Schnarchen ärztlich abklären und ggf. mittels einer Schlafmaske therapieren zu lassen, um so auch das Sodbrennen mitzubehandeln.

Was ist, wenn keine der Maßnahmen hilft?

Sollte keine der hier genannten Empfehlungen zur Ernährung und zum Lebensstil helfen, so bietet sich im Rahmen einer ärztlichen Abklärung eine medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Pantozol oder Nexium mups oder eine Operation an, bei welcher der Verschlussmechanismus des Magens zur Speiseröhre verbessert wird.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

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