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Zeckenbiss

Schnell ist es passiert: Bei einer Fahrradtour im Grünen, einem Waldspaziergang mit dem Hund oder bei der Gartenarbeit klammert sich eine Zecke an die Haut, um sich von Blut zu ernähren. Zecken, die zur Gruppe der Spinnentiere gehören, besitzen einen mit Widerhaken ausgerüsteten Stechapparat. Somit gelingt es ihnen, sich an ihrem Wirt festzuhalten und dort bis zu 15 Tage zu verharren, um Blut zu saugen. Die Möglichkeit der Krankheitsübertragung durch einen Zeckenbiss (eigentlich Zeckenstich, da eine Zecke nicht über Kiefer sondern ein Stechwerkzeug verfügt) stellt dabei ein Risiko dar. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Infektionen in Europa sind die Lyme-Borreliose sowie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

DrEd erklärt, wie man sich nach einem Zeckenbiss verhalten sollte, welche Krankheiten von Zecken übertragen werden können und wann man zum Arzt gehen sollte.

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Wie entferne ich eine Zecke?

Das schnelle Entfernen der Zecke ist für die Verhinderung einer Zeckenkrankheit maßgeblich, denn das Risiko, sich mit Borreliose oder FSME zu infizieren, steigt 24 Stunden nach dem Zeckenbiss signifikant an. Desweiteren sollte darauf geachtet werden, dass alle Teile der Zecke komplett entfernt werden und keine Teile des Stechapparats in der Wunde zurückbleiben. Sie könnten dort eine Entzündung hervorrufen.

Zur Zeckenentfernung sind verschiedene Werkzeuge verfügbar, die man in Apotheken erhalten kann, wie zum Beispiel Zeckenpinzetten und -zangen oder Zeckenkarten. Gewöhnliche Pinzetten können ebenfalls verwendet werden, sofern sie nach innen gewinkelte Spitzen haben. Sie ermöglichen das Entfernen, ohne die Zecken zu zerquetschen und verringern so das Risiko, dass die Erreger aus der Zecke in die Wunde gelangen können.

Die Zecke wird mit der Pinzette am Kopfbereich gefasst und langsam senkrecht herausgezogen. Auf keinen Fall sollte der vollgesogene Leib mit der Pinzette erfasst werden oder die Zecke beim Entfernen gedreht werden. Außerdem sollte man das vorherige Aufträufeln von Öl, Klebstoff oder Lidocain vermeiden. Diese Vorgehensweisen können zu einer Reizung der Zecke und damit zur Abgabe von Speichel und Erregern in die Wunde führen.

Bei der Verwendung einer Zeckenkarte wird diese vorsichtig zwischen die Zecke und die Haut geschoben und damit versucht, den Parasiten aus der Wunde herauszuschieben. Das Heraushebeln sollte vermieden werden.

Nach dem Entfernen der Zecke sollte die betroffene Hautstelle gründlich auf eventuell zurückgebliebene Zeckenteile untersucht und mit einer desinfizierenden Lösung behandelt.

Desweiteren sollte in den nächsten Tagen auf Anzeichen allgemeinen Unwohlseins geachtet und die Einstichstelle weiter beobachtet werden.

Was muss ich nach einem Zeckenbiss beachten und wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Nach einem Zeckenbiss bildet sich um die Einstichstelle eine Rötung und es kann Juckreiz auftreten. Diese erste, umittelbar nach dem Zeckenbiss auftretende Rötung ist eine harmlose Reaktion des Immunsystems und ist noch kein Hinweis auf eine stattgefundene Infektion. Um überprüfen zu können, ob sich die Rötung im weiteren Verlauf ausbreitet (sogenannte Wanderröte oder Erythema migrans), ist es hilfreich, die Einstichstelle mit einem Stift zu umkreisen und regelmäßig zu kontrollieren. Auch ein Foto der Rötung kann dabei nützlich sein.

Sollte sich innerhalb der nächsten Tage und Wochen die Rötung ausbreiten, wandern oder sich eine rundliche Rötung mit blassem Zentrum entwickeln, ist eine Abklärung durch einen Arzt ratsam. Auch beim Auftreten grippeähnlicher Symptome oder der Anzeichen einer FSME oder Borreliose innerhalb dieser Zeit sollte man sich beim Arzt vorstellen.

Welche Krankheiten können durch einen Zeckenbiss übertragen werden und was sind typische Symptome?

In Deutschland werden hauptsächlich zwei Erkrankungen durch Zecken übertragen: Die Lyme-Borreliose und die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine durch Bakterien (Borrelien) ausgelöste Erkrankung, die landesweit sowie in der nördlichen Hemisphäre (Europa, Asien und Nordamerika) von Zecken übertragen wird. Etwa fünf bis 35 Prozent der Zecken in Deutschland sind mit Borrelien infiziert. Jedoch bedeutet ein Stich durch eine infizierte Zecke nicht zwangsläufig auch die Übertragung des Erregers. Die Symptome einer Borreliose sind vielfältig. Bis zu zwei Wochen nach der Übertragung kann es neben der beschriebenen Hautrötung zu unspezifischen Allgemeinsymptomen kommen: Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Lymphknotenschwellungen treten auf.

Die FSME wird durch Viren übertragen, welche bevorzugt in Europa, Russland und Asien anzutreffen sind. Während bei der Lyme-Borreliose von einem landesweiten Vorkommen ausgegangen wird, sind Risikogebiete für eine FSME-Infektion durch Zecken vor allem Baden-Württemberg und Bayern sowie das südliche Hessen und vereinzelte Gebiete in Rheinland-Pfalz und Thüringen. Etwa fünf Prozent der Zecken sind dort mit FSME infiziert. Diese Karte gibt einen Überblick über die FSME-Risikogebiete in Deutschland. 

Nur bei 30 Prozent der FSME-Infizierten treten Krankheitserscheinungen auf. Zunächst berichten die Patienten von grippeartigen Symptomen mit Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Fieber. Nach einer darauffolgenden Phase der Fieberfreiheit schließen sich bei zehn Prozent Anzeichen an, die auf eine Beteiligung der Hirnhäute hindeuten. Es kommt zu Fieber und Erbrechen sowie vereinzelt zur Bewusstseinsverminderung oder Rückenmarksentzündungen. Diese Symptome können für Monate erhalten bleiben. Trotzdem erfolgt selbst bei schweren Verlaufsformen häufig eine vollständige Heilung.

Wo kommen Zecken vor?

Zecken halten sich bevorzugt an Orten auf, an denen dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht. Dies trifft auf Laub- und Mischwälder mit dichtem Unterholz oder auf Nadelwälder mit hohen Niederschlagsmengen zu. Sie können jedoch auch auf im Schatten gelegenen Rasenflächen, im Garten oder Grünanlagen in der Stadt vorkommen. Von Zecken gemieden werden trockene, der Sonne ausgesetzten Plätze.

Wie gelangen Zecken auf ihren Wirt?

Im Unterholz sitzende Zecken klammern sich in Sekundenschnelle an die Beine ihres Wirts und klettern von dort am Körper hoch, bis sie eine geeignete Körperregion zum Stechen gefunden haben. Dabei bevorzugen sie Stellen, an denen die Haut dünn ist, so zum Beispiel die Kniekehlen, Ellenbeugen, Achselhöhlen, den Genitalbereich oder auch die Kopfhaut. Da eine Zecke mitunter mehrere Stunden auf der Suche nach einer geeigneten Einstichstelle ist, kann man einen Zeckenbiss durch gründliches Untersuchen der gesamten Haut nach einem Aufenthalt im Grünen möglicherweise verhindern.

Für die Übertragung der Parasiten ist immer ein direkter Kontakt notwendig, da Zecken weder springen können, noch von Bäumen herunterfallen. Das Stechen selbst bleibt meistens unbemerkt, da es keine Schmerzen verursacht. Während des Saugens füllt sich der Zeckenleib mit Blut, sodass die Zecke immer dicker wird, bis sie sich nach einigen Tagen vom Wirt abfallen lässt. 

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