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Seit die US Seuchenschutzbehörde CDC Mitte September erneut ihre Warnung vor resistenten Bakterienstämmen aussprach, häufen sich die Schlagzeilen. Von Killerbakterien und Killerkeimen ist die Rede, ebenso wie dem „Ende der Medizin“. Resistente Bakterienstämme, so die Befürchtung, werden in Zukunft vermehrt auftreten und zu einem stetigen Ansteigen von Todesfällen führen – bis Antibiotika letztendlich ganz ihre Wirkung verlieren. Als Grund für diese Entwicklung gilt die gedankenlose Einnahme von Antibiotika, welche es Bakterien ermöglicht, Resistenzen zu entwickeln.

Eine Hand hält eine Tablette, im Hintergrund liegen verschiedene Medikamente und Antibiotika

Mit Alexander Fleming's Entdeckung des Penicillins begann eine neue Ära der Medizin. Von Bakterien verursachte Krankheiten wie Syphilis und Typhus verloren mit der Entwicklung verschiedener Antibiotika ihren Schrecken und vormals tödliche Infektionen ließen sich problemlos behandeln. Dies gilt jedoch nur für Bakterieninfektionen, denn gegen Viren zeigen Antibiotika – damals wie heute – keinerlei Wirkung. Ob man ein Antibiotikum nehmen sollte oder nicht, ist folglich davon abhängig, ob man an einer Bakterien – oder Virusinfektion leidet.

Wie lässt sich der Auslöser einer Infektion bestimmen?

Was einfach und einleuchtend klingt, ist dabei keineswegs immer leicht zu bestimmen. Manche Krankheiten, wie beispielsweise Blasenentzündung, sind fast immer bakterieller Natur. In solchen Fällen bietet sich eine antibiotische Behandlung an. Bei Erkältungssymptomen sieht es jedoch anders aus. In den allermeisten Fällen deuten Symptome wie Schnupfen, Husten und Fieber auf ein Grippevirus hin, gegen das ein Antibiotikum nichts ausrichten kann. Da es aber schwierig ist, ohne weitere Tests genau zu bestimmen ob ein Antibiotikum angezeigt ist, werden dennoch oft entsprechende Medikamente verordnet.

Da viele Patienten wenig über die Wirkweise von Antibiotika wissen, bestehen sie auf eine Behandlung. Wer sich dann innerhalb weniger Tage besser fühlt, führt dies natürlich auf die Einnahme seiner Tabletten zurück. Die Besserung ist dabei jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Immunsystem zurückzuführen, welches ein Grippevirus ohnehin in kurzer Zeit erfolgreich bekämpft. Insbesondere bei Kindern werden oft Antibiotika verabreicht, obwohl es besser wäre, abzuwarten. Dies ist nur allzu verständlich, schließlich möchten Eltern und Ärzte sicher gehen, alles Mögliche für ein krankes Kind getan zu haben.

Die unnötige Verabreichung von Antibiotika ist jedoch nicht immer harmlos. Zusätzlich zu möglichen Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall fördert sie die Entstehung von Resistenzen. Werden Bakterien zu häufig mit einem Mittel konfrontiert, erleichtert es Ihnen die Anpassung an vorhandene Medikamente. Nicht nur die Medizin muss entsprechend umdenken, auch das Verfüttern antibiotischer Wirkstoffe in der Viehzucht wird von Experten als problematisch bewertet. Bei Tieren werden Antibiotika zur Prävention von bakteriellen Erkrankungen verabreicht, damit ein Ausbruch unterdrückt wird.

Wie kommt es zu Bakterienresistenzen?

Man kann sich diese Anpassung ähnlich vorstellen, wie bei einem Patienten, der sein Antibiotikum nicht vollständig einnimmt: da Antibiotika in geringer Menge in der Umwelt vorhanden sind und oft unnötigerweise eingesetzt werden, erhalten Bakterien mehr Gelegenheiten, sich anzupassen. Besonders gefährlich werden solch angepasste Bakterienstämme für Kinder und alte Menschen, sowie Patienten im Krankenhaus, die bereits geschwächt sind.

Wann also sind Antibiotika angebracht und wann nicht? Diese Frage kann Ihnen im Einzelfall nur Ihr Arzt beantworten. Sie sollten sich in jedem Fall auf die Einschätzung Ihres Arztes verlassen und nicht auf ein Rezept für ein Antibiotikum bestehen. Für die Verordnung eines Antibiotikums folgen Ärzte bestimmten Leitlinien, die dabei helfen, anhand der Symptome den Nutzen einer antibiotischen Therapie zu bestimmen. Bei Blasenentzündung beispielsweise genügt Hausärzten oft die Beobachtung typischer Symptome, während in anderen Fällen weitere Tests notwendig sein können.

Bei einfachen Erkältungen oder Schnupfen hingegen sollten immer Hausmittel vorgezogen werden. Wenn also bald die alljährliche Grippewelle wieder beginnt, gilt der Ratschlag „abwarten und Tee trinken“. Mit etwas Geduld und Ruhe lassen sich Erkältungen und grippale Infekte schließlich effektiver behandeln als mit Antibiotika und das sogar ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen.


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