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Frau nimmt Blasenentzündung Medikamente gegen Blasenentzündung

Blasenentzündungen – auch Harnwegsinfekte genannt – sind ein häufiges und gut behandelbares Problem, das jede Altersgruppe betreffen kann. Besonders Frauen leiden häufig unter dem Brennen beim Wasserlassen, viele sogar mehrmals im Leben. Es gibt zahlreiche Therapiemöglichkeiten bei einem leichten Harnwegsinfekt, von Hausmitteln bis zur Schmerztherapie kann dabei jeder für sich entscheiden, was am besten hilft. Besonders bei den unkomplizierten Harnwegsinfekten sind einfache Hausmittel oft sehr effektiv und bewirken ein Abklingen des unangenehmen Brennens. Auch spezielle Wirkstoffe, die nicht unbedingt vom Arzt verschrieben werden müssen, können eine Heilung begünstigen.

Zur Behandlung einer Blasenentzündung können Sie sich in der DrEd Online Sprechstunde von erfahrenen deutschen Ärzten beraten lassen.

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Woran bemerkt man eine Blasenentzündung?

Für eine Blasenentzündung typisch ist das Brennen beim Wasserlassen. Außerdem besteht ein häufiger Harndrang aufgrund der Schmerzen über dem Schambein, wobei oft nur kleine Mengen Urin herauskommen. Diese Anzeichen sprechen für einen unkomplizierten Harnwegsinfekt, die sogenannte Zystitis.
Bei Frauen kann, solange kein Fieber oder andere Grunderkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen als erschwerende Faktoren dazukommen, die Zystitis bei rechtzeitiger Behandlung meist mit verschiedenen Hausmitteln in den Griff bekommen werden.
Dies gilt nicht für Männer, die bei einem Harnwegsinfekt beim Arzt oder in der DrEd-Sprechstunde vorstellig werden sollten. Männer sind von Blasenentzündungen seltener betroffen aufgrund der längeren Harnröhre. Schafft es ein Keim bei Männern bis in die Harnröhre, dann ist der meist so pathogen (krankmachend), dass er antibiotisch behandelt werden muss, oder es liegen Faktoren vor, die eine Blasenentzündung begünstigen (z.B. Balkenblase bei Prostatahyperplasie).
Eine weitere wichtige Ausnahme dabei bilden schwangere Frauen: Diese sollten sofort einen Arzt aufsuchen, da eine Blasenentzündung in der Schwangerschaft unter Umständen zu einer Frühgeburt führen kann.

Was kann man tun, wenn man nicht gleich Medikamente gegen Blasenentzündung nehmen will?

Wer nicht direkt zur Apotheke oder zum Arzt gehen und Medikamente kaufen kann, hat eine einfache Möglichkeit: viel trinken – zwei bis drei Liter am Tag werden ohnehin im Allgemeinen empfohlen. Wer dies normalerweise nicht schafft, sollte das zumindest bei einer akuten Blasenentzündung unbedingt tun. Gut geeignet sind sogenannte Blasen- und Nierentees, die die Harnproduktion antreiben. Jedoch eignen sich auch alle anderen ungesüßten Tees, Saftschorlen oder Wasser. Auf Alkohol sollte während einer Blasenentzündung verzichtet werden - zum Einen schwächt Alkohol den Organismus und die Abwehrkräfte, zum Anderen sollte kein Alkohol im Körper sein, falls doch noch ein Antibiotikum oder Schmerzmittel notwendig werden sollte. Durch das viele Trinken werden die Keime in der Blase regelrecht "herausgespült".
Zusätzlich gibt es zahlreiche Hausmittel bei Blasenentzündung, die oft sehr gut helfen.

Welche Möglichkeiten abgesehen von reichlicher Flüssigkeitsaufnahme gibt es?

Nicht nur in Apotheken, sondern auch in den meisten Drogerien werden zusätzlich zu den Tees auch andere Naturheilmittel und Wirkstoffe gegen akute Blasenbeschwerden angeboten.
Es gibt einige pflanzliche Wirkstoffe, die in hohen Konzentrationen gegen die Bakterien in der Harnröhre wirken. Diese sind als Präparate in Kapseln in optimaler Menge gemischt und können so eine schnelle Heilung begünstigen. Sie sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Zu diesen Präparaten zählt:

  • Cranberry-Kapseln / -säfte
  • Wärmekissen / Wärmflaschen
  • Angocin Anti Infekt N
  • Arctuvan®
  • Canephron® N
  • Cysto Fink®
  • Cystinol®

Cranberry-Kapseln oder -säfte enthalten die antibakteriellen Wirkstoffe der Cranberry – der amerikanischen Preiselbeere – und wirken in den Präparaten meist in Kombination mit Vitamin C. Die Bakterien werden durch diese Substanzen in ihrem Wachstum gehemmt und können durch eine ausreichende Trinkmenge ausgespült werden.

Wärmekissen mit z.B. Kirschkernfüllung oder auch Wärmflaschen helfen gegen Bauchkrämpfe, die eine Blasenentzündung begleiten können. Kirschkernkissen werden in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmt, Wärmflaschen mit heißem Wasser befüllt. Wichtig ist hierbei, dass die Haut nicht gereizt werden darf – also nie zu heiße Kissen direkt auf die Haut bringen. Dies trägt zur Schmerzlinderung und Entspannung bei und hilft, die Entzündung schneller in den Griff zu bekommen.

Angocin Anti Infekt N entählt Bestandteile aus Meerrettich und Kapuzinerkresse. Über den Tag verteilt werden bis zu vier Mal 5 Tabletten mit viel Flüssigkeit eingenommen. Die enthaltenen Wirkstoffe haben eine antibakterielle Wirkung.

Die Arctuvan® Tabletten enthalten als Wirkstoff ein Extrakt aus Bärentraubenblättern. Diese wirken antibakteriell, in Kombination mit Flüssigkeit werden die Bakterien aus der Harnröhre ausgespült. In Tablettenform ist die Konzentration des Wirkstoffs deutlich höher als in Teebeuteln - Tabletten wirken somit meist schneller als Tees.

Canephron® N Dragees enthalten Rosmarinblätter, Liebstöckelwurzel und Tausendgüldenkraut. Auch diese pflanzlichen Wirkstoffe werden traditionell zur Behandlung leichter Blasenentzündungen verwendet. Sie wirken wie auch Bärentraubenblätter antibakteriell, zusätzlich harntreibend und antientzündlich. Deshalb ist die Kombination aus den drei Wirkstoffen bei Harnwegsinfekten sinnvoll.

Cysto Fink® Kapseln enthalten das Goldrutenkraut - es wirkt harntreibend, antientzündlich und krampflösend, was also besonders dann sinnvoll ist, wenn zusätzlich zum Brennen beim Wasserlassen Bauchkrämpfe auftreten.

Cystinol® gibt es in Form von Kapseln oder Dragees sowie als Lösung:

  • Cystinol® long Kapseln enthalten ebenfalls Goldrutenkraut und sind zum Bekämpfen der Blasenkrämpfe geeignet.
  • Cystinol® akut Dragees mit Bärentraubenblätter-Extrakt wirken wie Arctuvan® antibakteriell.
  • Cystinol® N Lösung zum Trinken enthält eine Kombination der beiden Stoffe und unterstützt somit eine erhöhte Urinausscheidung und Bekämpfung der Bakterien.


Insgesamt gilt für all diese Anwendungen: Sie sind als Ergänzung zum Trinken zu sehen, um die Heilung zu unterstützen. Um eine Wasseraufnahme von mindestens zwei, besser drei oder vier Litern kommt man also nicht herum – Trinken ist das A und O der Blasenentzündungs-Therapie.

Helfen Schmerzmittel bei Harnwegsinfekten?

Sowohl Schmerzmittel als auch krampflösende Mittel werden bei starken Schmerzen empfohlen. Dadurch kann sich der Patient besser entspannen, was die Regeneration begünstigt.
Zu den empfohlenen Mittel gehört vor allem Buscopan, welches krampflösend und schmerzlindernd wirkt. Außerdem sprechen die klassischen Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen meist gut an.
Hierbei sind natürlich etwaige Unverträglichkeiten zu beachten – nur solche Schmerzmittel, die auch vertragen werden, dürfen ohne Aufsicht eines Arztes eingenommen werden. Bei Nebenwirkungen wie rötlichen Hauterscheinungen oder Schwellungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da eine ernste allergische Reaktion vorliegen kann!

Helfen spezielle Tees aus der Apotheke oder Drogerie?

Wem viel Wasser Trinken allein nicht schnell hilft oder wer öfter unter Harnwegsinfekten leidet, will nicht gleich Antibiotika nehmen. In Apotheken und Drogerien gibt es zahlreiche Teezubereitungen für verschiedene Arten von Erkrankungen, unter anderem eine Auswahl für Harnwegsinfektionen. Diese können unter anderem enthalten:

  • Bärentraubenblätter
  • Wacholder
  • Goldrutenkraut
  • Brennnessel
  • Birkenblätter

Meist sind sie als „Blasen- und Nierentee“ gekennzeichnet, die Bezeichnung variieren je nach Hersteller. Allen gemeinsam ist eine harntreibende Wirkung, man muss also nach dem Trinken vermehrt auf die Toilette. Dadurch werden die Bakterien, die die Blasenentzündung verursacht haben, ausgespült. Außerdem können sie die Krämpfe im Unterbauch lösen und die Entzündung eindämmen. Sie werden sehr gerne getrunken, da solche natürlichen Kräutertees keine unerwünschten Nebenwirkungen bei positiven Effekten auf die Heilung haben.

Wann muss man Antibiotika gegen die Blasenentzündung nehmen?

Wenn die Symptome nach etwa drei Tagen nicht abklingen oder sogar schlimmer werden, sollte spätestens ein Arzt aufgesucht werden. Dieser entscheidet anhand der Anamnese und ggf. weiterer Urindiagnostik, welche medikamentöse Therapie anzuwenden ist. Männer und schwangere Frauen sollten bei Symptomen einer Blasenentzündung noch am gleichen Tag einen Arzt aufsuchen. Während früher eine Antibiotikatherapie mindestens eine Woche dauerte, wird heutzutage die Therapiedauer so kurz wie möglich gehalten, um möglichst wenige Nebenwirkungen zu verursachen. Die Wirkung tritt meist erst nach weiteren drei Tagen ein, weshalb man immer ein wenig Geduld zeigen muss und nicht gleich eine Therapieänderung verlangen sollte – dies würde die Entstehung einer Antibiotika-Resistenz der Bakterien begünstigen.
Wer häufiger unter Blasenentzündungen leidet, sollte unbedingt abklären, ob erschwerende Faktoren vorliegen, da dann die Entzündung die Harnwege bis zur Niere hinaufwandern und ernste Komplikationen verursachen kann.

Was sollte man noch tun, um eine Blasenentzündung schnell loszuwerden?

Blasenentzündungen sind eine bakterielle Infektion, die das körpereigene Immunsystem bekämpfen muss. Es ist also sinnvoll, dem Körper keine großen Belastungen zuzumuten, sondern ihm ausreichend Ruhe und viel Schlaf zu gönnen.
Im akuten Zustand der Blasenentzündung ist außerdem Geschlechtsverkehr eine zu vermeidende Belastung der vaginalen Flora. Weitere Keime können hierbei in die Vaginalschleimhaut gelangen und die Genesung verhindern. In einer gesunden Schleimhaut können diese normalerweise abgewehrt werden, wenn jedoch bereits eine Entzündung vorliegt, belastet das Eindringen zusätzlicher Keime das Gleichgewicht umso mehr.
In Schwimmbädern herrscht eine erhöhte Keimdichte, der in jedem Fall während einer Blasenentzündung aus dem Weg gegangen werden sollte. Auch die Kälte der Badebekleidung nach dem Schwimmen wirkt sich negativ auf die Genesung aus.

Wie kann man einer erneuten Blasenentzündung vorbeugen?

Auf der Toilette gilt: Das Abwischen erfolgt von vorne nach hinten, da ansonsten Keime des Analbereichs in die Harnröhre eindringen und dort Blasenentzündungen verursachen.
Frauen, die häufig an einer sogenannten "Honeymoon-Zystitis" leiden, also an einer Blasenentzündung nach dem Geschlechtsverkehr, kann es helfen, nach dem Geschlechteverkehr einmal zum Wasserlassen auf die Toilette zu gehen, um etwaige durch die Reibung in die Harnröhre eingedrungene Keime "hinauszuspülen".
Außerdem sollte daruaf geachtet werden, nicht lange in nasser Kleidung am Unterlieb zu verweilen (z.B. Badekleidung) und nicht auf kalten Untergründen Platz zu nehmen, falls eine Neigung zu Blasenentzündungen besteht.
Insgesamt fördert eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung das Immunsystem und verhindert so die Entstehung von Infektionen. Das bedeutet vor allem viel Gemüse zu essen, da hier zahlreiche wichtige Nährstoffe enthalten sind. Dazu kommt eine ausreichende Trinkmenge von mindestens zwei Litern pro Tag.

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Quellen:

  • Innere Medizin 2013, Gerd Herold (S. 616ff.)
  • Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Duale Reihe; Thieme Verlag, 4. Auflage 2012, Michael M. Kochen (S. 423ff.)
  • Redaktion, Online: www.portal-naturheilkunde.de, aufgerufen am 20.09.2015
  • Schaper und Brümmer: Produktinformation Cystinol, Online: http://www.cystinol.de, aufgerufen am 20.09.2015
  • Bionorica: Arzneimittelinformation zu Canephron® N, k.A. zu Autor/Datum, Online: www.bionorica.de, aufgerufen am 20.09.2015

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