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Ärztin untersucht Hautkrankheiten eines Mannes

Das Krankheitsgebiet der Hauterkrankungen ist sehr vielseitig. Ausgelöst werden können sie durch Infektionen, falsche Pflege, Erbkrankheiten, Chemikalien oder andere Umwelteinflüsse. So vielseitig die Ursachen sind, so vielseitig sind auch die Symptome. Sie reichen von einfachen Rötungen, Schuppen, Risse über Quaddeln bis hin zu Ekzemen oder Geschwülsten.

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Wie schützt sich die Haut vor Erkrankungen?

Nach der Geburt besiedelt eine Vielzahl von Bakterien und Pilzen die menschliche Haut. Diese Ansammlung von Keimen wird als Flora der Haut bezeichnet. Keime, die sich nur vorrübergehend auf der Haut finden, werden als transiente Flora bezeichnet. Die Haut schützt sich vor fremden Keimen zuerst durch ihre Barrierefunktion. Zusätzlich befinden sich in der Haut sogenannte Langerhans-Zellen, die bei Kontakt mit einem Erreger eine Immunantwort auslösen können.

Schweißdrüsen bilden ein saures Sekret, das Ausbreitung von pathogenen Keimen verhindert. Die Haut wird außerdem von einer Lipidschicht umgeben, die alle wässrigen Flüssigkeiten abweist. Beim Duschen werden diese Schutzschichten abgewaschen und es dauert ungefähr sechs Stunden, bis diese wieder vollständig nachgebildet ist. In dieser Zeit ist die Haut nur schlecht geschützt. Zu häufiges Waschen begünstigt deshalb die Entstehung von Hautkrankheiten.

Welche Hautkrankheit ist am weitesten verbreitet?

Die Akne ist die häufigste Hauterkrankung. Sie ist besonders unter Jugendlichen verbreitet, kann prinzipiell jedoch in jedem Alter auftreten. In der Pubertät quälen sich über 80 Prozent der Jugendlichen mit dieser Erkrankung. In einem Großteil der Fälle bildet sich die Akne ab dem zwanzigsten Lebensjahr zurück oder geht in eine milde Form über. Rund zehn Prozent der Betroffenen leiden auch danach noch an der sogenannten Erwachsenenakne. Die klassischen Symptome sind kleine Knötchen (Papeln), mit Eiter gefüllte Bläschen (Pusteln) und verstopfte Hautporen (Komedone oder Mitesser).

Bei der Entstehung spielen mehrere Prozesse eine Rolle. Während der Pubertät wird unter dem Einfluss von Testosteron die Talgproduktion erhöht, wodurch die Drüsen verstopfen können. Dies wird auch dadurch gefördert, dass sich die Zusammensetzung des Talgs ändert. Ebenfalls spielen Bakterien eine Rolle, die sich in den Haarporen befinden und die Entzündung fördern. Ein gehäuftes Vorkommen von Akne in der Familie erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung.

Es gibt verschiedene Behandlungsformen für die Akne. Bei schweren Verläufen kommen Antibiotika oder Isotretinoine zum Einsatz. Isotretinoine mindern die Talgproduktion und wirken entzündungshemmend. Bei DrEd gibt es die Möglichkeit einer ausführlichen Beratung zur Behandlung von Akne.

Wie äußern sich Ekzeme?

Ekzeme (Dermatitis) sind entzündliche Erkrankungen der Haut, die nicht infektiös sind. Die klassischen Symptome sind Rötungen, Juckreiz, Papeln, Bläschen, Schuppenbildung und Krusten. Betroffen sind ca. 20 Prozent der Bevölkerung. Das Kontaktekzem wird durch eine hautschädigende Substanz ausgelöst. Die Reaktion ist auf den Kontaktraum mit dem reizenden Stoff (Noxe) begrenzt.

Das atopische Ekzem (Neurodermitis) ist eine chronische Hauterkrankung, die zu den atopischen Erkrankungen gehört. Unter einer Atopie versteht man die Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen, die oft bedingt sind durch einen besonders hohen Spiegel von bestimmten Antikörpern (Immunglobulinen) im Blut. Rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Symptomatisch steht in der Regel der starke Juckreiz und trockene Haut im Vordergrund. Spontanheilungen sind möglich, bei etwa 70 Prozent der Betroffenen heilt die Erkrankung im Verlaufe der Pubertät ab.

Welche Hauterkrankungen werden durch Bakterien verursacht?

Unter dem Begriff der Pyodermie fasst man verschiedene infektiöse Entzündungen der Haut zusammen, die mit Eiterbildung und den typischen Entzündungszeichen einhergehen. Die typischen Entzündungszeichen sind Rötung, Schwellung, Erwärmung, Schmerz und eingeschränkte Funktion der betroffenen Körperteile.

Bei den Phlegmonen handelt es sich um Entzündungen der Unterhaut. Sie treten häufig bei immunschwachen Erwachsenen oder Kindern auf. Eine oberflächlich verlaufende Infektion der Haut wird Erythrasma genannt. Es bilden sich Herde mit rötlichen bis bräunlichen, scharf begrenzten Flecken, die eine feine Schuppung bzw. Fältelung aufweisen. In den meisten Fällen fallen sonst keine Symptome auf. 

Bei dem Erysipel tritt in der Regel zuerst plötzliches Fieber, Schüttelfrost und Übelkeit auf. Nur einige Stunden später kommt es zu sich flammenförmig ausbreitenden Rötungen der Haut mit Bläschen und Pusteln. Besonders häufig tritt das Erysipel am Unterschenkel auf.

Bakterielle Entzündung von Haarfollikeln lassen sich je nach Tiefe und Ausbreitung der Pyodermien in Osteofollikulitis, Furunkel und Karbunkel unterteilen.
Die bakteriell verursachten Erkrankungen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt oder heilen ohne Behandlung spontan ab. In jedem Fall ist es ratsam, einen (Haut-)Arzt aufzusuchen.

Welche Hauterkrankungen werden durch Viren ausgelöst?

Eine häufige Hauterkrankung, die durch Viren verursacht wird, ist die Warze. Warzen sind flache Knötchen der Haut mit einem Durchmesser von 1 bis 4 mm. Betroffen sind häufig Füße oder Hände, aber auch jede andere Körperstelle kann infiziert werden. Wegen des schwächeren Immunsystems von Kindern treten bei ihnen vermehrt Warzen auf.

Warzen können mit umgebenden Rötungen einhergehen. In der weiteren Symptomatik sind sie sehr unterschiedlich. Viele sind harmlos und heilen von selbst wieder ab. Andere sind schmerzhaft und müssen behandelt werden. Die Behandlung wird wegen der hohen Selbstheilungsrate jedoch vorsichtig angegangen. 

Eine weitere häufige Hauterkrankung ist der Herpes simplex. Er ist gekennzeichnet durch die Bildung kleiner gruppierter Bläschen und eine umgebende Rötung. In erster Linie tritt er an der Lippe als Lippenherpes auf, kann aber auch das Genital in Form eines Genitalherpes betreffen. Zur Diagnose von Hauterkrankungen im Genitalbereich bietet DrEd den Service der Foto-Diagnose an.

Windpocken treten vor allem bei Kindern auf, allerdings gehen die Krankheitsfälle seit Einführung der Varizellen-Impfung (Impfung gegen Erreger der Windpocken) stark zurück. Sie zeichnen sich durch den juckenden Hautausschlag mit hellen oder rötlichen Bläschen aus, die vor allem Kopf und Rumpf betreffen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung breiten sie sich über den ganzen Körper aus. Nach zwei bis drei Wochen heilen die Bläschen ab, die Behandlung erfolgt in der Regel nur symptomatisch.

Von dem gleichen Virus wird auch die sogenannte Gürtelrose ausgelöst. Zu ihr kommt es, wenn der die Windpocken auslösende Varizella-Zoster-Virus wieder ausbricht. Vorwiegend betroffen sind Menschen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Der Ausschlag mit den Bläschen befindet sich meist am Rumpf und weist eine Gürtelform auf, da er sich nach dem Versorgungsgebiet eines Hautnervens ausrichtet.

Weitere von Viren ausgelöste Krankheiten, die überwiegend nicht geimpfte Kinder betrifft, sind Masern und Röteln.

Was sind durch Parasiten verursachte Hautkrankheiten?

Durch Protozoen kann eine kutane Leishmaniose ausgelöst werden. Diese Hautkrankheit wird über den Biss einer Sandfliege übertragen. Es kommt zuerst zu einer juckenden Reaktion, die der eines Insektenstiches ähnelt. Aus diesen entstehen in der Zeit kleine Knötchen, die sich häufig zusätzlich infizieren. Die vollständige Abheilung kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. 

Die Skabies, die im Volksmund auch Krätze genannt wird, wird durch Milben verursacht. Die Milben nisten sich in der Haut ein und verursachen einen großflächigen Hautausschlag mit Papeln und Bläschen. Behandelt wird diese Erkrankung mittels bestimmter Insektizide.

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Quellen:

  • Burns, T. and Breathnach, S., 1992. Rook's Textbook of dermatology Vol 4. London: Blackwell Scientific Publications, 1992. Vancouver.
  • Moll I.: Duale Reihe: Dermatologie. Thieme 7. Auflage 2010.
  • Rassner G.: Dermatologie. Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer 9. Auflage 2009.
  • Robert-Koch-Institut. Faktenblatt zu KiGGS Welle 1: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Erste Folgebefragung 2009 – 2012. Online: www.rki.de, aufgerufen am 17.12.15 
  • Ruck, Helmut: Handbuch für die medizinische Fußpflege: Grundlagen und Praxis der Podologie. Georg Thieme Verlag 2005.

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