Hervorragend 9.5/10
Geschrieben von katharina


Kaum ein Genussmittel ist im letzten Jahrzehnt so in Verruf geraten wie die Zigarette. Als Ersatz für den krebserregenden Glimmstengel gibt es nun E-Zigaretten, die jedoch von Ärzten und Wissenschaftlern ebenfalls kontrovers diskutiert werden.

Eine Frau zieht an einer E-Zigarette

Der romantische Raucher

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Marlboro Cowboy noch lässig in den Sonnenuntergang davonritt und die Zigarette visuell mit Emotionen von Freiheit und Heldentum verband. Tabakwerbung ist in Deutschland bereits seit 2007 verboten und darf nur noch auf Plakaten und während Abendvorstellungen im Kino gezeigt werden. Neue Produkte wie die E-Zigarette profitieren vom gesellschaftlichen Konsens über die Gefahren des Rauchens. Auch sie werden als Lifestyle Produkt vermarktet, während über die gesundheitlichen Folgen ihres Konsums noch Unklarheit herrscht.

Interessant ist dabei die Art und Weise der Vermarktung als „unschädlicheres“ Produkt und die Tatsache, dass nicht nur Ex-Raucher angesprochen werden. So verspricht der Online Versand E-Smoking dem „Gelegenheitsraucher, Einsteiger, Umsteiger oder passionierten Dampfer“ ein individuelles Genusserlebnis mit der E-Zigarette als „verlässlichen Begleiter“, eine Rhetorik, welche unbeabsichtigt an die Problematik der Sucht anknüpft. Denn schließlich enthalten auch E-Zigaretten das schädliche Nervengift Nikotin. Während die EU Kommission derzeit über ein Verbot von Aromastoffen in Zigaretten diskutiert, werden auch E-Zigaretten in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Popcorn oder Himbeere angeboten. Es ist anzunehmen, dass dies der Beliebtheit bei Jugendlichen wenigstens nicht abträglich ist.

E-Zigarette als Einstiegsdroge

So ist wenig verwunderlich, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung die E-Zigarette derzeit als potentielle Einstiegsdroge sieht, die Nichtraucher zur Nikotinsucht und zum Rauchen animieren könnte, anstatt der Entwöhnung zu dienen. Zusätzlich zum Nikotingehalt bewertet das Institut insbesondere den Gehalt an Propylenglycol als bedenklich, da über Folgen eines dauerhaften Konsums noch keine Forschungsergebnisse vorliegen und eine krebserregende Wirkung nicht ausgeschlossen werden kann. Das BfR propagiert eine Angleichung in der Gesetzeslage zum Konsum von E-Zigaretten und normalen Tabakwaren und empfiehlt Rauchern, vom Konsum der rauchfreien Alternative abzusehen.

Forscher sehen in der E-Zigarette einen möglichen Weg zum Nichtrauchen

Dabei gibt es durchaus auch Forscher, die den Einsatz der E-Zigarette zur Rauchentwöhnung befürworten und sie zumindest im Vergleich mit anderen Nikotinersatzpräparaten als ähnlich hilfreich einstufen. Beachtet man allerdings die grundsätzlich eher mittelmäßige Prognose beim Nichtrauchen mit Ersatztherapie, so ist die E-Zigarette vom Status eines Wundermittels noch weit entfernt. Hinzu kommt, dass die verschiedenen E-Zigaretten sich stark in der Zusammensetzung unterscheiden, was Konsumenten die Orientierung und Information über Risiken ihres jeweiligen Produktes erschwert.

Wird die E-Zigarette jedoch tatsächlich als Produkt zur Rauchentwöhnung angesehen, so ergeben sich daraus neue Konsequenzen. Mit dieser Frage nach der Einstufung der Dampf-Zigaretten beschäftigt sich derzeit die EU. Würden die Ersatz-Zigaretten gemäß eines Vorschlages der EU Kommission als Arzneimittel eingestuft, so wäre die Vermarktung als Genussmittel mit Himbeergeschmack nicht mehr länger möglich, und der Vertrieb würde der Apothekenpflicht unterliegen.

Zukunft der E-Zigarette

Die Zukunft der E-Zigarette ist also momentan ebenso ungewiss wie ihre potentiellen Nutzen und Risiken. Der Traum vom sorgenfreien Zigarettengenuss bleibt Rauchern also vorerst weiterhin vorbehalten, genau wie vormals das glorreiche Dasein des Marlboro Cowboys.


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