Ein Patient mit essentieller Hypertonie beim Arzt
Essentielle Hypertonie ist eine Form des Bluthochdrucks, bei der keine Grunderkrankung als Ursache vorliegt. Sie wird auch als primäre Hypertonie bezeichnet.

Mehr als 90 Prozent aller Patienten mit Bluthochdruck sind von dieser Erkrankungsform betroffen. Man erkennt sie daran, dass der Blutdruck in den Arterien dauerhaft zu hoch ist.

Diese Seite bietet Ihnen einen Überblick über die möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung.

Wenn Sie seit mindestens drei Monaten die gleichen Blutdrucksenker einnehmen und Ihr Blutdruck stabil eingestellt ist, können wir Ihnen Folgerezepte ausstellen. Falls Sie sich die Frage stellen, ob bei Ihnen essentielle Hypertonie vorliegt, können Sie direkt zu unserer Sprechstunde für Blutdruck gelangen. 

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Was ist eine essentielle Hypertonie?

Diagnostik durch Ausschlussverfahren

Essentielle Hypertonie wird per Ausschlussverfahren als solche diagnostiziert. Oft liegen bei Bluthochdruckpatienten keine verursachenden Erkrankungen vor. Allerdings ist inzwischen bekannt, dass der westliche Lebensstil zahlreiche Risikofaktoren beinhaltet, die einen hohen Blutdruck zumindest begünstigen. Wenn man einige dieser Faktoren beseitigt, lässt sich in aller Regel auch der Blutdruck senken. Ansonsten gibt es Medikamente, die eine Senkung des Blutdrucks bewirken.

Typische Anzeichen

Wenn durch den Arzt ausgeschlossen worden ist, dass andere Ursachen für einen hohen Blutdruck in Frage kommen – dies können Nierenerkrankungen, Hormonstörungen, Aortaverengung und andere Krankheiten sein -, spricht man von essentieller arterieller Hypertonie. Dies heißt „primäre Hypertonie“ im Gegensatz zur „sekundären Hypertonie“, die andere Ursachen hat.

Bei beiden Bluthochdruckformen ist es typisch, dass lange Zeit keine Symptome auftreten. In einem späteren Stadium kann es zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit kommen. Bei schweren Fällen von Bluthochdruck können Sehstörungen auftreten. Auch Angina pectoris und Atemnot sind Anzeichen.

Da Bluthochdruck ein großes Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung) verursacht, ist eine Behandlung oft unerlässlich. Übergewicht, Rauchen, ein zu hoher Cholesterinspiegel und Diabetes sind weitere Faktoren für die Begünstigung von Herzkreislauferkrankungen.

Folgeschäden

Wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, muss das Herz stärker schlagen und der Herzmuskel wird geschädigt. Um Folgeerkrankungen vorzubeugen muss der Blutdruck gesenkt werden. Da arterielle Hypertonie schädlich für Herz und Gefäße ist, kann es als Folge zu Vorhofflimmern, Herzinsuffienz und Herzrhythmusstörungen kommen.

Es auch akut zu einem Blutdruckanstieg auf sehr hohe Werte kommen. Dieser Zustand wird hypertensive Krise genannt. Dabei kann es zu Schädigungen an den Organen, einer irreparablen Schädigung des Gehirns, Herzversagen, Herzinfarkt, Lungenödem oder einem Riss der Aorta kommen. Der Einsatz von Notfallmaßnahmen ist in diesem Falle lebenswichtig.

Wie hoch dürfen die Blutdruckwerte sein?

Um den Blutdruck zu bestimmen, kann man zu handelsüblichen Blutdruckgeräten aus der Apotheke greifen. Eine langfristige Messung ist sinnvoll und bietet dem Arzt wertvolle Hinweise.

Als normal gilt ein Blutdruck von unter 120 mmHg (oberer Wert) und unter 80 mmHg (unterer Wert). Die Schreibweise für Blutdruckwerte ist normalerweise 120/80.

  • 130/85 - 140/90 wird als hoch-normaler Blutdruck bezeichnet. Dies ist meist noch nicht behandlungsbedürftig, Lebensstiländerungen sind meist ausreichend.
  • 140/90 - 160/100 wird als milde Hypertonie bezeichnet. Eine medikamentöse Behandlung ist notwendig und sinnvoll.
  • 160/100 und höher wird als schwere Hypertonie bezeichnet und sollte umgehend behandelt werden. Unbehandelt können solche Blutdruckwerte zu schweren Komplikationen wie zum Beispiel einem Schlaganfall führen.

Weitere Untersuchungen dienen dazu die Blutdruckmessung abzusichern. Laborparameter, EKG, Belastungs- oder Langzeit-EKG, Echokardiographie können zum Einsatz kommen. Es ist wichtig, mögliche Ursachen für die Hypertonie zu ermitteln. Zudem müssen vorhandene Folgeschäden gefunden werden, damit das Risiko für zukünftige Herzkreislauferkrankungen richtig eingeschätzt werden kann.

Bei bereits vorliegenden Organschädigungen unterscheidet man zwischen drei Schwerestufen. Stufe eins verzeichnet keine Schäden an den Gefäßen, Augen, Nieren, Herz und anderen Organen. Bei Stufe 2 ist es bereits zu leichteren Schädigungen wie Arteriosklerose gekommen. Bei Organschäden und daraus folgenden Erkrankungen wie Herzschwäche, Angina pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschwäche spricht man von Stufe 3.

Therapie und Umstellung der Lebensweise

Für die Therapie kommen Medikamente in verschiedenen Kombinationen in Frage. Als blutdrucksenkende Arzneimittel gelten Diuretika, Betablocker, Calciumantagonisten, ACE-Hemmer und AT-II-Rezeptor-Antagonisten. In der Regel werden diese Medikamente in Kombination verabreicht, um den bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen. Diese Präparate haben sich in Jahrzehnten als wirksam in der Senkung des Sterblichkeitsrisikos aufgrund von Herzkreislauferkrankungen erwiesen.

Auch wenn man medikamentös behandelt wird, muss man seine Lebensweise umstellen. Zunächst wird der Arzt versuchen, den Blutdruck durch eine Änderung der Ernährung und durch den Einbau von regelmäßigem Ausdauersport in den Alltag zu  verbessern. Bei der Ernährung lohnt es sich, sich an einer mediterranen Esskultur zu orientieren. Dies ist auch gut für die Senkung zu hoher Cholesterinwerte. Viel Obst und Gemüse, Pflanzenöle statt tierischer Fette, die Vermeidung von tierischem Eiweiß sowie der Verzicht auf fettreiche Wurst- und Fleischwaren sind empfehlenswert.

Besonders wichtig ist Bewegung, wobei eine Zeit von dreimal 30 Minuten Sport pro Woche als notwendig angesehen wird. Walken, Schwimmen, Tanzen, Joggen, Skilanglauf und Wandern sind gut geeignete Sportarten. Da Rauchen zu den Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen zählt, müssen Personen mit zu hohem Blutdruck das Rauchen aufgeben. Rauchen verengt die Blutgefäße und führt zu Arterienverkalkung, welche wiederum zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden. Für übergewichtige Patienten ist die Gewichtsabnahme der erste Schritt zu einer Senkung des Blutdrucks.

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