Rote Blutkörperchen auf ihrem Weg durch eine Ader

HDL Cholesterin ist das sogenannte „gute“ Cholesterin. Hiervon sollte möglichst viel im Körper vorhanden sein. Der Wert darf ruhig hoch sein, während der Wert des „schlechten“ LDL-Cholesterins unbedingt niedrig sein sollte.

HDL nimmt schädliches Cholesterin aus den Zellen auf und transportiert es zur Leber, wo es über die Galle ausgeschieden wird. HDL und LDL sind sogenannte Lipoproteine. Dies sind Stoffe, die fettlösliche Substanzen binden und so als Transporter funktionieren. HDL heißt High Density Lipoproteine, LDL heißt Low Density Lipoproteine.

Auf dieser Seite lernen Sie mehr über das "gute" Cholesterin und seine Funktion. Wenn sie mehr zum Thema wissen möchten, können sie auch unsere Seiten zur Senkung von Cholesterin und der Cholesterinwerte Tabelle besuchen.

Falls Sie bereits eine Medikament zur Senkung Ihres Cholesterinspiegels einnehmen, können Sie hier auch direkt zu unserer Sprechstunde gelangen.

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Ein körpereigener Stoff

Die Blutwerte

Cholesterin kommt als körpereigener Stoff in der menschlichen Zellmembran vor. Er wird für die Produktion bestimmter Stoffe wie beispielsweise der Hormone in der Leber benötigt. LDL transportiert das Cholesterin von der Leber zu den Gewebezellen. Überschüssiges Cholesterin wird von den Geweben zur Leber transportiert, um es dort nach Umwandlungsprozessen über die Galle auszuscheiden. Das  Transportmittel in diesem Prozess ist das HDL Cholesterin. Je mehr HDL im Körper vorhanden ist, umso mehr schädliches Cholesterin kann es abtransportieren.

Den HDL Cholesterin Wert kann man durch eine Blutuntersuchung messen lassen. Bei der Cholesterinwertbestimmung werden das LDL Cholesterin, das HDL Cholesterin, der Gesamtcholesterinspiegel sowie die Triglyceride (Blutfette) bestimmt. Der Patient darf 10 Stunden vorher nichts mehr essen und zwei bis drei Stunden vorher keiner körperlich anstrengenden Tätigkeit nachgehen. In der Regel gilt ein HDL Cholesterin Wert von mindestens 40 mg/dl als gut. Noch besser sind Werte über 60 mg/dl.

Wie kann man den HDL Wert erhöhen?

Es ist bekannt, dass Sport am effektivsten ist, um den HDL Cholesterinwert gezielt zu erhöhen. Hier ist besonders Ausdauersport geeignet, der regelmäßig verläuft. Dies können Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Radfahren oder Wandern sein. Mindestens 30 Minuten an drei Tagen in der Woche sind nötig, um einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel zu bewirken. Wenn man dabei leicht ins Schwitzen kommt, ist der Sport genau richtig. Bewegungsmangel dagegen ist einer der wichtigsten Faktoren für einen zu hohen Cholesterinspiegel.

Auch eine Umstellung der Ernährung im Sinne einer cholesteringeeigneten Diät mit wenig tierischem Eiweiß und dem Verzehr nur weniger fetthaltiger Wurst- und Fleischwaren wirkt sich günstig auf den HDL-Wert aus. Hierzu gehört auch der Verzicht auf das Rauchen, da es den Anteil von HDL Cholesterin im Blut reduziert.

Die Reduktion des Alkoholgenusses muss ebenfalls angestrebt werden, da Alkohol die Triglyceride ansteigen lässt. Auch sollte man bei Übergewicht unbedingt sein Gewicht auf Normalgewicht senken. Vollkornprodukte und viel Ballaststoffe sowie reichlich Obst und Gemüse sind eine gute Alternative zu cholesterinreichen Nahrungsmitteln. Dies sind beispielsweise Eier, Innereien, Hartkäse und Sahne. Auf Fertigprodukte sollte man weitgehend verzichten, da in ihnen oft viele versteckte Fette enthalten sind.

Wer ist besonders gefährdet?

Der Sinn der Senkung der Cholesterinwerte besteht darin, Herzkreislauferkrankungen als Folge von Arteriosklerose zu vermeiden. Da ein hoher Cholesterinspiegel Arteriosklerose verursacht, sollte man die Hinweise des Arztes ernst nehmen. Hohe HDL-Werte können vor fetthaltigen Ablagerungen schützen.

Hochrisikopatienten, die unbedingt dafür sorgen sollten, dass ihre Werte im normalen Bereich liegen, sind Patienten mit koronarer Herzkrankheit, peripherer Verschlusskrankheit, Aneurysma der Aorta, einer Verengung der Halsschlagader oder Diabetes mellitus. Wer hingegen hohen Blutdruck hat, Raucher ist, einen HDL Cholesterin Wert von unter40 mg/dl hat, und bei dem Herzkreislauferkrankungen familiär gehäuft vorkommen, hat ein mittleres Risiko.

Ein niedriges Risiko liegt bei Menschen vor, die keinen oder nur einen Risikofaktor  aufweisen. Besonders der LDL Cholesterinwert muss hier im Auge behalten werden. Wenn Personen einen zu niedrigen HDL-Wert haben, kann dies erblich bedingt sein. Manchmal sind parallel die Trigylceride zu hoch. Allgemein gilt jedoch, dass Bewegungsmangel auf jeden Fall den HDL Cholesterin Wert senkt.

Kann man HDL medikamentös erhöhen?

Zur Senkung des Gesamtcholesterins greift man auf medikamentöse Cholesterinsenker zurück. Diese haben keinen spezifischen Einfluss auf das HDL Cholesterin, sondern bewirken insgesamt eine Angleichung der abweichenden Cholesterinwerte an den vom Arzt festgelegten Zielwert. Die zur Verfügung stehenden Medikamene sind Fibrate, Anionenaustauscherharze, Statine, Nikotinsäure und Cholesterin-Resorptionshemmer. Sie alle wirken cholesterinsenkend. Fibrate haben sogar einen positiven Einfluss auf die Erhöhung des HDL Cholesterin.

Bei bestimmten Erkrankungen muss der Cholesterinwert stärker gesenkt werden als bei gesunden Personen. Hier müssen auch die Grunderkrankungen mitbehandelt werden. Bei extrem hohen Cholesterinwerten gibt es noch die Möglichkeit der sogenannten Plasma-Apherese. Ähnlich einer Dialyse bei Nierenkranken handelt es sich um eine Art Blutwäsche, bei der die überflüssigen Blutfette aus dem Blut herausgefiltert werden.

Auch Patienten die Medikamente einnehmen, müssen als erstes mehr Bewegung in ihren Tagesablauf einbauen. Hierzu kann auch das einfache Treppensteigen einen Beitrag leisten. Die Umstellung der Ernährung hin zu einer fettarmen Kost und die mindestens dreimal wöchentliche sportliche Betätigung sind das A und O einer Behandlung.

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