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Auch im Ausland gibt es jede Menge Krankheitserreger, die dem Menschen schaden können. Manche Erreger sind so gefährlich, dass sogar Todesfälle verzeichnet werden. Nach der World Health Organization (WHO) sterben zum Beispiel jährlich 55.000 Menschen an Tollwut.

Da bei Reisen in bestimmte Regionen das Risiko steigt, solchen Erregern ausgesetzt zu sein, ist es oft dringend notwendig vor Antritt der Reise eine Reiseimpfung durchzuführen. In jedem Fall sollte vor Reisantritt überprüft werden, ob Impfungen für das Reiseziel von offizieller Seite her empfohlen werden.

Rezept zur Malariaprophylaxe

Warum sollte man sich vor Reiseantritt impfen lassen?

Vor Reisen ist es unter Umständen notwendig, den Körper auf Krankheitserreger vorzubereiten. Impfungen stellen den besten Schutz gegen Erreger dar. Sie schützen den Geimpften vor Krankheiten, für die es keine oder nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt oder die einen schweren Verlauf nehmen können. Außerdem können sie eine Ausbreitung der Infektion in der Bevölkerung verhindern, wenn genügend Menschen geimpft wurden.

Auf was sollte bei einer Reiseimpfung geachtet werden?

Es gibt mehrere Faktoren, die bei einer Reiseimpfung berücksichtigt werden müssen. So sind unterschiedliche Schutzimpfungen je nach Reiseland erforderlich. Besonders bei Reisen nach Afrika, Süd- und Mittelamerika, Südostasien und Osteuropa sind länderspezifische Schutzimpfungen unbedingt ratsam. Auch spielt bei Impfempfehlungen eine Rolle, ob es sich um Reisen in Städte oder in ländliche Gebiete handelt. Je entlegener die Gebiete sind, desto größer ist häufig die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Eine Beratung von einem Arzt sollte vor allem bei Kindern, immungeschwächten Personen, über 60-Jährigen, Schwangeren und Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, erfolgen.

Welche Arten von Impfungen gibt es, um sich vor Reiseinfektionen zu schützen?

Eine Impfung kann als die sogenannte aktive Impfung oder passive Impfung durchgeführt werden. Ziel der aktiven Impfung ist der Aufbau eines langfristig wirksamen Schutzes. Dabei wird der menschliche Körper mit den geschwächten Erregern direkt oder mit Erregerteilen konfrontiert. Dem Körper wird so eine Infektion vorgetäuscht und er reagiert mit der Bildung von Antikörpern und so genannten Gedächtniszellen. Wenn zukünftig ein weiterer Kontakt mit dem Erreger erfolgt, kann nun das Immunsystem schnell aktiv werden und die Erkrankung abwehren.

Um während der Impfung Krankheitserscheinungen vorzubeugen, werden die Erreger so verändert, dass sie sich nicht mehr vermehren können und nahezu nebenwirkungsfrei sind.

Bei der aktiven Impfung wird zwischen Lebend- und Totimpfung unterschieden.
Bei der Lebendimpfung werden funktionsfähige, aber abgeschwächte Keime verabreicht. Ein Beispiel hierfür ist die Gelbfieberimpfung.

Bei der Totimpfung werden abgetötete Erreger oder deren Toxine verwendet. So wird unter anderem die FSME-, die Hepatitis A- und die Hepatitis B-Impfung als Totimpfstoff verabreicht.

Bei der passiven Impfung werden nicht Erreger gespritzt, sondern spezifische Antikörper übertragen. Dabei handelt es sich entweder um eine heterologe Immunisierung, das heißt die Immunisierung erfolgt durch artfremdes Serum von Tieren, oder um eine homologe Immunisierung, wobei hier menschliches Serum Verwendung findet. Aus Gründen der Verträglichkeit werden heutzutage fast nur homologe Antikörperprodukte verwendet. Da bei der passiven Impfung keine eigene Antikörperbildung angeregt wird, bildet sich kein Dauerschutz, wie bei der aktiven Impfung, aus. Beispielsweise wird die Hepatitis A Impfung als passive Impfung vor Fernreisen durchgeführt, wenn die Zeit für eine wirksame aktive Impfung zu knapp ist (weniger als 2 Wochen vor Reisebeginn).

Eine weitere Möglichkeit, um Erkrankungen vorzubeugen, wird durch Prophylaxe erreicht. So wird zur Verhinderung einer Malaria-Infektion eine Malariaprophylaxe durchgeführt.

Wann sind Reiseimpfungen Pflicht?

In manchen Ländern ist es gesetzlich vorgeschrieben, bei der Einreise eine Impfung gegen bestimmte Krankheitserreger vorzuweisen. Die Impfbestimmungen der einzelnen Länder werden von den Gesundheitsbehörden vorgeschrieben, wobei diese sich in der Regel nach den Veröffentlichungen der WHO richten.

So wird beispielsweise bei der Einreise nach Saudi-Arabien (Mekka) eine Impfung gegen bakterielle Meningokokken verlangt. Fast alle Staaten der süd- und mittelamerikanischen, afrikanischen sowie asiatischen Kontinente erwarten bei der Einreise einen Nachweis der Gelbfieberimpfung. Informationen über die Impfpflicht in diesen Staaten kann durch den Reiseveranstalter, bei der Botschaft oder bei einer Landesvertretung des Reiselandes eingeholt werden.

Werden die Kosten von Reiseimpfungen erstattet?

Die gesetzlichen Krankenkassen sind zur Kostenübernahme von Standardimpfungen, aber nicht von Reiseimpfungen, verpflichtet. Allerdings haben mittlerweile ca. 50% aller Krankenkassen vorbeugende Impfungen für Auslandsaufenthalte in ihrem Leistungskatalog - als freiwillige Satzungsleistung - aufgenommen.

Da sich laufend die Erstattungspraxis der Krankenkassen ändert, sollte sich allerdings darüber hinaus direkt bei der eigenen Krankenkasse erkundigt werden. Dies gilt auch für privat Krankenversicherte. Falls Impfungen nicht übernommen werden, sind in unten stehender Tabelle beispielhafte Impfkosten gegen typische Infektionskrankheiten aufgelistet.

 Infektion  Impfstoff  Hersteller  Kosten € pro Stück*
 Cholera-Totimpfstoff  Dukoral®   GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG   63,14 € 
 FSME  Encepur®  Erwachsene  kohlpharma GmbH  44,47 €
 Gelbfieber  Stamaril®  EMRA-MED Arzneimittel GmbH  58,71 €
 Hepatits A  Havrix® 1440  GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG  67,29 €
 Hepatits B  Engerix®-B Erwachsene  EMRA-MED Arzneimittel GmbH  52,90 €
 Japanische Enzephalitis  Ixiaro®  Max Pharma GmbH  89,88 €
 Meningokokken
 A, C, W135, Y
 Nimenrix®  PfizerPharma GmbH  50,72 €
 Meningokokken
Gr. B
 Bexsero®  GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG  108,34 €
 Typhus Vi-Antigen Polysaccharidimpfstoff:  TyphimVi®  Sanofi Pasteur MSD GmbH  30,39 €
 Tollwut  Rabipur®  EMRA-MED Arzneimittel GmbH  68,01 €

 *Die Preise sind jedoch nicht verbindlich und ohne ärztliche Zusatzleistung geschätzt. Außerdem sind ggf. mehrere Impfungen für eine Grundimmunisierung erforderlich.

Wo kann man sich gegen Reisekrankheiten impfen lassen?

Die meisten Reiseimpfungen können vom Hausarzt oder im örtlichen Gesundheitsamt verabreicht werden. Bei längeren Aufenthalten oder bei speziellen Reisebedingungen ist es sinnvoll, einen auf Tropen- oder Reisemedizin spezialisierten Arzt aufzusuchen.

Gelbfieberimpfungen müssen in speziellen Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. Die Impfung muss im gelben internationalen Impfausweis eingetragen, vom Impfarzt unterzeichnet und amtlich beglaubigt sein.

Wer sollte Reiseimpfungen durchführen lassen?

Alle gesunden Erwachsenen und Kinder, die in Gebiete reisen, in denen ein erhöhtes Infektionsrisiko für die jeweilige Krankheit besteht, sollten sich impfen lassen. Kinder sollten ihrem Alter entsprechend geimpft werden.

Immungeschwächte Personen (z.B. Allergien, HIV-Infektionen), Schwangere und Menschen die mit Medikamenten behandelt werden, sollten unbedingt vor Reisebeginn einen Arzt aufsuchen, da sie eventuell nicht ohne weiteres geimpft werden können.

Wann sollte geimpft werden?

Es ist sinnvoll, acht Wochen vor einer Reise einen Impfplan aufzustellen. Denn es dauert einige Wochen, bis der Impfschutz vollständig gegeben und damit wirksam ist. Außerdem bietet nicht immer eine einzige Impfung genügend Schutz. So werden beispielsweise mehrere Impfungen bei Hepatitis B vorgenommen. Dabei müssen zeitliche Abstände zwischen den Impfterminen eingehalten werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass manche Impfungen nicht gleichzeitig miteinander verabreicht werden dürfen.

Rezept zur Malariaprophylaxe

Quellen:

  • Zentrum für Reisemedzin (2016) Eine Liste von empfohlenen Reiseimpfungen so wie die zugehörigen Krankheiten und wichtige Tropenkrankheiten, unter anderem Malaria. Online: www.reisemed.at, Zugriff am 21.12.2016
  • CRM Centrum für Reisemedizin (2016) Kassenleistungen: Kostenerstattung Reiseimpfungen. Online: www.crm.de, Zugriff am 21.12.2016
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