Eine Frau wäscht ihr Gesicht mit Wasser
Jeder, der von Akne betroffen ist, kennt das Problem. Die Pickel und Mitesser sprießen immer wieder. Aus dem Bekanntenkreis hört man, dass Hausmittel gegen Pickel helfen sollen.

Die Wahrheit ist, dass Akne eine hormonell bedingte Hautkrankheit ist. Daher kommt man um eine medikamentöse Therapie auf lange Sicht nicht herum. Manche Hausmittel und auch Zahnpasta bewirken eher eine Zunahme der Symptome.

Für Akne verantwortlich ist ein erhöhter Hormonspiegel der männlichen Sexualhormone, der Androgene. Sowohl Frauen als auch Männer sind betroffen. Die Androgene verursachen eine erhöhte Talgproduktion und die Poren verstopfen.

Falls Sie lieber gleich eine medikamentöse Therapie vorziehen, können Sie hier direkt zu unserer Sprechstunde für Akne gelangen.

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Helfen Hausmittel gegen Pickel?

Einige Hausmittel können die Haut möglicherweise beruhigen, andere schaden ihr sogar. Die Ursache von Akne lässt sich aber nur mit einer medikamentösen Therapie bekämpfen, die den Hormonhaushalt reguliert und die Entzündung bekämpft.

Akne ist für die meisten Betroffenen sehr belastend. Eine möglichst frühzeitige Therapie ist daher sinnvoll. Man braucht ein wenig Geduld, denn eine Aknetherapie benötigt bis zur vollständigen Abheilung der entzündeten Haut, einige Wochen bis Monate. Parallel zur medikamentösen Behandlung, beispielsweise durch antibiotische Salben, ist die richtige Hautpflege wichtig. Hier können möglicherweise ergänzende Hausmittel in Frage kommen.

Welche Hausmittel gegen Pickel gibt es?

Schlecht ist alles, was die verstopften Poren zusätzlich mit Fett versorgt, wie es bei vielen Cremes und Schminke der Fall ist. Anti-entzündliche Wirkstoffe hingegen kann man zur Hautreinigung verwenden. Die andere Möglichkeit ist, Hausmittel auf die Haut aufzutragen, die überschüssiges Fett aufnehmen können. Dies kann bei Heilerde der Fall sein. Wenn man Heilerde mit Kamillentee zu einem Brei anrührt und auf die Haut aufträgt, 15 Minuten einwirken lässt und dann mit warmem Wasser abwäscht, haben viele Betroffene das Gefühl, dass sich das Hautbild verbessert. Dies ist aber nur bei leichter Akne zu empfehlen.

Empfehlenswert sind Dampfbäder mit Kamillentee oder Apfelessig. Sie öffnen die Poren und fördern die Durchblutung der Haut. Apfelessig hat eine antibakterielle Wirkung. Viele Personen mit Akne versuchen es zunächst mit Zinksalbe. Sie hat zwar eine antiseptische Wirkung und hilft gegen Entzündungen, allerdings bekommt man nur mit Hilfe von Zink Akne nicht weg.

Hilft Zahnpasta gegen Pickel?

Als Mythos muss hingegen betrachtet werden, dass Zahnpasta gegen Pickel hilft. Richtig ist, dass Zahnpasta Inhaltsstoffe hat, die fettlösend wirken. Aber ihre anderen Inhaltsstoffe wirken auf der Haut eher entzündlich. Auch wird der Haut mit Zahnpasta zu viel Fett entzogen. Die Folge ist, dass man kurze Zeit später rötliche und entzündete Hautstellen hat. Oft verstärkt sich das Pickelproblem dadurch noch mehr.

Welche Tipps gegen Akne gibt es sonst noch?

Man kann eher allgemeine Empfehlungen zum Umgang mit betroffenen Hautpartien geben: Da auf den Händen immer Bakterien sitzen, sollte man mit seinen Händen nicht ins Gesicht fassen und auch nicht an den Pickeln herumdrücken. So gelangen weitere Bakterien in die Pickel und verstärken das Problem. Auch sollte man Handtücher, die man für das Gesicht benutzt, nicht gleichzeitig für die Hände verwenden.

Als allgemeine Empfehlung zur Verbesserung von Akne ist es wichtig, möglichst viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und auf fetthaltige Nahrungsmittel zu verzichten. Viel trinken, das heißt, mindestens zwei Liter pro Tag, ist ebenfalls wichtig. Auch Sport empfiehlt sich, um den Stoffwechsel anzuregen. Hierdurch lässt sich das Hautbild insgesamt verbessern.

Stress ist ebenfalls nicht gut für die Haut, denn das Stresshormon CRH hat Einfluss auf das Hormon Testosteron, dass in Verbindung mit Akne steht. Auch Rauchen hat einen negativen Einfluss auf entzündliche Prozesse der Haut, da Zigarettenrauch Arachidonsäure enthält.

Medikamentöse Therapie

Wichtig ist eine professionelle Aknebehandlung, wenn man dauerhaft Erfolg haben möchte. Bei Frauen kann dies auch eine Hormonbehandlung sein. Hormonelle Verhütungsmittel mit einem hohen Anteil an Östrogenen, die als Gegenspieler der Androgene wirken, können hilfreich sein.

Im Allgemeinen werden zur Aknetherapie antibiotische und antibakterielle Salben und Cremes verschrieben. Diese enthalten oft eine Mischung aus Antibiotika und Benzyolperoxid. Clindamycin, Erythromycin und Tetrazyklin sind typische antibiotische Inhaltsstoffe.

Um die Verhornungen auf der Haut zu entfernen und aufzulösen, sind sogenannte Keratolytika gut geeignet. Man trägt sie ebenfalls regelmäßig auf die Haut auf. Die Hautreinigung sollte mit pH-neutralen Waschsyndets oder milden Gesichtswassern erfolgen. Eine kosmetische Fachkraft kann die bereits bestehenden Hautunreinheiten professionell beseitigen, so dass man nicht auf Selbsthilfemaßnahmen angewiesen ist, die das Akneproblem meist eher verschlimmern.

Da eine Aknetherapie eine Langzeittherapie ist, sollte man ein paar Wochen Geduld haben. Hausmittel gegen Pickel sind bei der Behandlung von Akne nur eingeschränkt zu empfehlen.

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