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Ein Arzt sitzt nach einer erfolgreichen Sterilisation im Operationssaal

Neben den bekannten Methoden der Empfängnisverhütung durch Hormone (Pille, östrogenfreie Minipille, Implantat und Nuvaring), Barriere-Methoden (Kondom, Diaphragma) oder Spiralen (Kupfer- oder Hormonspirale) gibt es noch eine weitere Möglichkeit, eine Schwangerschaft hormonfrei zu verhüten: die Sterilisation. Etwa sieben Prozent der Männer und Frauen machen von dieser Art der Verhütung Gebrauch. Dabei liegt der Anteil der über 40-Jährigen besonders hoch. In dieser Altersgruppe ist in Großbritannien und Kanada bereits jeder Fünfte sterilisiert. DrEd stellt die Möglichkeit der Sterilisation vor, erklärt die verschiedenen Methoden und beleuchtet, für wen dieses Mittel geeignet ist und welche Kosten zu erwarten sind.

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Was versteht man unter einer Sterilisation?

Eine Sterilisation ist immer mit einem operativen Eingriff verbunden – unabhängig davon, ob der Eingriff bei einem Mann oder einer Frau erfolgt. Als Maß für die Zuverlässigkeit wird der Pearl-Index verwendet, welcher bei einer Sterilisation zwischen 0,2 und 0,3 liegt. Dieser Wert zeigt, dass es sich um eine sehr sichere Methode der Empfängnisverhütung handelt. Die Pille hat beispielsweise einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 und ist im Vergleich etwas weniger zuverlässig. Bei einer Sterilisation werden die Eileiter (Sterilisation bei der Frau) oder die Samenleiter (Sterilisation beim Mann) operativ durchtrennt und anschließend verschlossen.

Vasektomie: Sterilisation beim Mann

Unter einer Vasektomie („vas“ = Gefäß; „ektomie“ = Entnahme) versteht man den operativen Eingriff, bei dem der männliche Samenleiter durchtrennt wird. Mit dieser Methode soll verhindert werden, dass die Spermien aus den Hoden in das Ejakulat wandern können. Der Eingriff ist unkompliziert und wird meist ambulant und mit einer lokalen Betäubung von einem Urologen durchgeführt. Mittels eines Skalpells wird der Hodensack des Mannes aufgeschnitten. Durch die Entnahme eines kleinen Stücks des Samenleiters wird eine für die Spermien undurchdringbare Barriere geschaffen. Der operative Eingriff dauert eine halbe bis ganze Stunde, die Abheilung circa zwei bis drei Wochen. Meist werden für den Eingriff selbstauflösende Fäden verwendet, die nicht gezogen werden müssen. Diese Intervention in den männlichen Reproduktionszyklus birgt wenige Risiken. So sind Verletzungen der Blutgefäße, postoperative Schmerzen oder Entzündungen sehr seltene Nebenwirkungen. Auch die Potenz des Mannes, die Fähigkeit der Erektion oder die Lust auf Sex bleiben durch den Eingriff unangetastet, da sich die Sterilisation nur auf die Fruchtbarkeit auswirkt. Neben der standardisierten Vasektomie existieren noch weitere Methoden der Sterilisation. So wird bei der Non-Skalpell-Methode eine spezielle Klemme verwendet, die unter örtlicher Betäubung die Haut spreizt. Anschließend wird der Samenleiter durchtrennt und die Klemme entfernt. Aufgrund des Spreizens ist keine Naht notwendig. Eine weitere Methode ist die No-Needle-No-Scalpel-Methode. Der Unterschied zur Non-Skalpell-Methode liegt ausschließlich darin, dass die Betäubung anstelle einer Nadel mittels Luftdruck (Jet-Injektion) erfolgt.

Tubensterilisation: Sterilisation bei der Frau

Im Gegensatz zur Vasektomie beim Mann ist die Tubensterilisation (Tuben = Eileiter) bei der Frau ein aufwendigerer Eingriff. Die Sterilisation der Frau wird durch einen stark invasiven Eingriff verwirklicht. Vorausgehend zur Operation findet stets eine Untersuchung durch den Gynäkologen statt, wobei vor allem die inneren Organe mittels Ultraschall auf Verletzungen geprüft werden. Der eigentliche Eingriff findet im Krankenhaus, entweder ambulant oder im Falle des ausdrücklichen Wunsches oder bei Vorerkrankungen auch stationär, statt. Die Operation wird mit einer Vollnarkose durchgeführt. Die etwa einstündige OP kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden: als Laparotomie (Bauchschnitt) oder als Laparoskopie (Bauchspiegelung).

Bei der Laparotomie wird die komplette Bauchdecke mittels Skalpell operativ geöffnet. Da diese Variante sehr aufwendig ist, wird sie eher selten durchgeführt. Häufiger wird die Möglichkeit genutzt, den Eingriff durch kleine Löcher in der Bauchdecke vorzunehmen (Laparoskopie). Dabei wird ein Gas (oftmals Kohlenstoffdioxid) in den Bauch gepumpt, um einen Hohlraum für den Chirurgen zu schaffen. Sind die Geräte eingeführt, beginnt der Chirurg mit der Tubensterilisation. Die Eileiter werden entweder durch starke Ströme verödet oder mithilfe einer Metall- oder Kunststoffklemme verschlossen. In seltenen Fällen wird, analog zur Sterilisation beim Mann, ein Stück des Eileiters entnommen. Da es sich um einen größeren chirurgischen Eingriff handelt, ist dieser mit mehr potentiellen Gefahren verbunden als beim Mann. Durch Verletzungen umliegender Blutgefäße oder Nerven können Blutungen oder Lähmungserscheinungen auftreten. Der weibliche Menstruationszyklus hingegen bleibt trotz Sterilisation normalerweise konstant, lediglich stärkere Zyklusschwankungen sind möglich. Bei einer Verletzung der Bauchfellbänder kann es zu einem vorzeitigen Auslösen der Wechseljahre kommen.

Wie zuverlässig ist eine Sterilisation?

Eine Sterilisation ist eine sehr sichere Verhütungsmethode (Pearl-Index von 0,2 bis 0,3). Theoretisch ist durch den Verschluss des Samenleiters oder Eileiters eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht möglich. Bei Männern kann es jedoch in seltenen Fällen zu einer ungewollten Refertilisierung, das heißt zu einem erneuten Zusammenwachsen der Samenleiter, kommen. Außerdem können direkt nach der Sterilisation noch Spermien im Ejakulat enthalten sein, weshalb der Urologe in einer Nachuntersuchung Proben der Samenflüssigkeit entnimmt. Erst wenn diese als negativ bestätigt wurden, sind im Ejakulat definitiv keine lebensfähigen Spermien mehr enthalten. Auch bei Frauen geht die Wahrscheinlichkeit, nach einem komplikationsfreien Eingriff schwanger zu werden, gegen null. Lediglich ein erneuter Verschluss kann den Durchgang für die Eizelle wieder passierbar machen. Dieser Fall tritt aber ebenfalls sehr selten ein.

Lässt sich eine Sterilisation rückgängig machen?

Grundsätzlich sind Sterilisationen reversibel, das heißt, sie können rückgängig gemacht werden. Allerdings ist die Höhe der Wahrscheinlichkeit von der Art des vorangegangenen operativen Eingriffes abhängig. Eine Erfolgsgarantie besteht nicht. Das Rückgängigmachen einer Vasektomie ist mit einer etwa 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit möglich. Jedoch stehen die Chancen schlechter, je länger der Eingriff zurückliegt. Sollte nach erfolgter Sterilisation der Frau der Kinderwunsch wieder erwachen, so ist auch hier eine Refertilisierungsoperation möglich, bei der die Sterilisation rückgängig gemacht wird. Allerdings ist der Erfolg davon abhängig, ob die Eileiter mit Strom verödet oder mittels einer Klemme verschlossen wurden. Im ersten Fall ist die Wahrscheinlichkeit für das Gelingen des Eingriffes sehr gering. Wurde der Eileiter mit einer Klemme verschlossen, stehen die Chancen besser. Allerdings ist der mikrochirurgische Eingriff bei Frauen weitaus aufwendiger als bei Männern. Aus diesem Grund sollte eine Sterilisation immer, aber vor allem bei Frauen, bereits im Vornhinein sehr genau durchdacht werden.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Die Kosten für eine Sterilisation werden nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen. Würde beispielsweise eine Schwangerschaft die Krankheit einer Frau verschlimmern, ist hier eine Kostenübernahme möglich. In anderen Fällen hat der Patient die Kosten selbst zu tragen, da es sich hier um einen freiwilligen Eingriff handelt. Bei Männern betragen die Kosten für eine Sterilisation zwischen 300 und 500 Euro. Da der Eingriff bei Frauen wesentlich aufwendiger ist, belaufen sich die Kosten hier etwa von 800 bis 900 Euro. Der Kostenfaktor ist also ein weiterer Grund, weshalb eine Sterilisation wohlüberlegt sein sollte. Denn soll eine Sterilisation nach erfolgter Operation wieder rückgängig gemacht werden, können sich die Kosten für diese Refertilisierungsoperation auf bis zu 4000 Euro belaufen.

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