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Diabetes mellitus

Die Bezeichnung Diabetes mellitus steht für eine Gruppe von Erkrankungen des Stoffwechsels. Dazu gehören in erster Linie der Diabetes mellitus Typ 1, der Diabetes mellitus Typ 2 und der Schwangerschaftsdiabetes.

Es ist eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels, die je nach Diabetes-Typ in unterschiedlichen Lebensphasen auftritt. In der Entstehung spielt das Insulin grundsätzlich eine entscheidende Rolle. Insulin ist ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, das für die Regulation des Blutzuckerspiegels zuständig ist. Es wird beim Diabetes entweder zu wenig produziert (Typ 1) oder kann an seinen Zielzellen nicht mehr ausreichend wirken (Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes).

Woher kommt der Begriff Diabetes mellitus?

Der Begriff Diabetes kommt aus dem Griechischen und bedeutet lediglich Durchfluss. Im herkömmlichen Sprachgebrauch wird nur von Diabetes gesprochen, jedoch gibt es eine weitere Form, die sich Diabetes insipidus nennt. Bei beiden Erkrankungen kommt es zu einer Veränderung der Urinzusammensetzung. Für die Zuckerstoffwechselkrankheit Diabetes mellitus entstand die Bezeichnung aufgrund des süßen Uringeschmacks. Der Zusatz Mellitus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „honigsüß“. Im Gegensatz dazu bedeutet insipidus „ohne Geschmack“ – typisch für die deutlich seltene Erkrankung Diabetes insipidus ist der wässrige Urin.

Die Bezeichnung, Diabetes mellitus, stammt noch aus einer Zeit, in der bei weitem nicht die heutzutage üblichen diagnostischen Maßnahmen entwickelt waren. Die Ärzte damals behalfen sich mit den ihnen möglichen Mitteln, beispielsweise dem Riechen und Schmecken des süßlichen Urins um dieser Erkrankung zu diagnostizieren.

Welche Formen des Diabetes mellitus gibt es?

Der Diabetes mellitus wird unterteilt in Subtypen, die jeweils unterschiedlich entstehen und deshalb auch nicht auf die gleiche Weise behandelt werden können. Die wichtigsten Unterformen sind der Typ 1 Diabetes, der auch als Jugend-Diabetes bezeichnet wird. Das kommt daher, dass er häufig im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert wird. Der Typ 1 Diabetes kann aber auch im Erwachsenenalter noch auftreten. Der Typ 2 Diabetes ist auch als Altersdiabetes bekannt, weil er sich im Laufe des Lebens entwickelt und die Diagnose meist erst im höheren Lebensalter gestellt wird. Der Schwangerschaftsdiabetes tritt bei Schwangeren im zweiten oder letzten Schwangerschaftsdrittel auf. Er normalisiert sich in den meisten Fällen nach der Schwangerschaft wieder, kann aber zu Komplikationen während der Schwangerschaft und danach führen.

Weitere Diabetes-Formen sind seltener und tiefergehendes Facharztwissen.

Wie häufig ist der Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, deren Häufigkeit in den westlichen Ländern stetig zunimmt. Das liegt zum einen daran, dass der Typ 2 Diabetes stark mit Übergewicht korreliert, nebst familiärer Belastung und anderer Ursachen. In Deutschland wird geschätzt, dass etwa acht Prozent der Bevölkerung an Diabetes mellitus erkrankt sind. Davon sind mittlerweile mehr als 90 Prozent der Patienten Typ 2 Diabetiker.  

Gleichzeitig steigt die Anzahl der Typ 1 Diabetiker stetig. In den letzten Jahren wurde in vielen europäischen Ländern über erhöhte Erkrankungsraten und deren Ursachen diskutiert. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und aktuell Gegenstand der Forschung.

Wie hängen das Insulin und der Blutzuckerspiegel zusammen?

Insulin wird in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Die Zellen erkennen eine Erhöhung des Zuckergehaltes im Blut nach der Aufnahme von Nahrung und schütten Insulin aus. Das Insulin stimuliert nach Bindung an seinen spezifischen Rezeptor an der Oberfläche der Körperzellen die Aufnahme von Zucker (Glukose) in das Zellinnere. So sinkt der Blutzuckerspiegel wieder und die Zellen werden mit lebenswichtiger Energie versorgt.

Beim Typ 1 Diabetes ist die Ausschüttung von Insulin gestört, so dass der Blutzuckerspiegel nur noch in sehr geringem Maß und sehr schnell nahezu nicht mehr absinken kann. Beim Typ 2 Diabetes entsteht in erster Linie eine Insulinresistenz. Das heißt, dass zu Beginn zwar noch Insulin produziert wird, es aber an seinen Rezeptoren nicht mehr ausreichend wirksam ist. So findet eine geringere Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Zellen statt und der Blutzuckerspiegel steigt ebenfalls an. Ähnliches gilt auch für den Schwangerschaftsdiabetes.

Muss jeder Diabetiker Insulin spritzen?

Die bestehende Insulin-Problematik beim Diabetes legt die Vermutung nahe, dass jeder Diabetiker Insulin einnehmen sollte, um die Erkrankung zu behandeln. Insulin wird in der Regel vom Patienten selbst in die Bauchdecke injiziert, von wo aus es sich im Körper verteilt und einen normalen Zuckerstoffwechsel gewährleistet.

Die Behandlung ist jedoch abhängig vom Diabetes-Typ nicht immer gleichzusetzen mit regelmäßigen Insulingaben. Beim Typ 1 Diabetes ist die Insulingabe der wichtigste Bestandteil der Therapie, da von der Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert werden kann. Beim Typ 2 Diabetes muss in erster Linie Wert auf eine Gewichtsreduktion, adäquate Ernährung und gesteigert Bewegung gelegt werden. Erst später kommen Antidiabetika in Tablettenform und eventuell Insulingaben zum Einsatz. Der Schwangerschaftsdiabetes wird ebenfalls zunächst mit einer Ernährungsumstellung behandelt. Nur wenn das nicht ausreicht, werden Insulingaben verordnet.

Welche Folgen kann Diabetes mellitus haben?

Wenn der Blutzucker bei Diabetes Patienten nicht gut eingestellt ist, kann das unterschiedliche, zum Teil schwerwiegende Folgen haben.

Zum einen kann ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel nach zu hohen Insulingaben zu einem sogenannten hypoglykämischen Koma führen. Bei einem Zuckermangel im Blut können die Zellen vor allem im Gehirn nicht mehr richtig arbeiten und es kommt zu einem Bewusstseinsverlust. Unbehandelt können Patienten mit einer schweren Hypoglykämie sogar sterben und es können auch Langzeitschäden im Gehirn bei wiederholter Unterzuckerung entstehen. Weniger akut, aber dafür langfristig für den Organismus problematisch ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Beim Gesunden steigt bei der Nahrungsaufnahme der Blutzuckerspiegel auch an, was aber sehr schnell durch die Insulinausschüttung reguliert wird. Bei Diabetikern funktioniert der Mechanismus nicht mehr ausreichend. Gerade Typ 2 Diabetiker werden oft erst nach vielen Jahren mit zu hohem Blutzuckerspiegel zufällig diagnostiziert. Langfristig kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel zu Schäden in den Blutgefäßen führen. Dadurch entstehen besonders in den Nieren, in der Netzhaut der Augen und in den sensiblen Nerven Folgen, die nicht immer reversibel sind.

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