Kondome in verschiedenen Farben

Wird beim Geschlechtsverkehr das Kondom beschädigt, bricht schnell die Panik aus. Frauen fragen sich verzweifelt, ob sie nun gleich schwanger werden. Natürlich ist die Sorge verständlich. Doch um die Frage nach der Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beantworten zu können, sollte man auch überprüfen, ob es sich überhaupt um die fruchtbaren Tage im Zyklus der Frau gehandelt hat, in denen es zu dem gerissenen Kondom gekommen ist.

Sollte man im Nachhinein nicht mehr errechnen können, ob das Vergessen der Pille nun für die Verhütung ohne zuverlässiges Kondom problematisch war oder nicht, gibt es immer die Möglichkeit zur Pille danach zu greifen.

Auf dieser Seite können sie sich über die korrekte Verwendung von Kondomen sowie die Pille danach informieren.

Falls Sie schon die Antibabypille zur Empfängnisverhütung einnehmen, können Sie auch direkt zu unserer Sprechstunde für Verhütung gelangen.

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Was bedeutet ein gerissenes Kondom?

Wenn das Kondom gerissen ist, sollte man nicht in Panik verfallen, sogar wenn die Partnerin die Antibabypille nicht regelmäßig eingenommen hat oder diese wegen gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika unwirksam gewesen ist. Eine Pille danach ist in diesem Notfall eine gute Lösung.

Da eine Einnahme der Pille danach möglichst zeitnah nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen sollte, ist es am Besten, umgehend einen Arzt zu kontaktieren.

Auch wenn unklar ist, ob einer der Partner eine HIV-Infektion hat, sollte man so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Vorsichtsmaßnahmen beim Gebrauch von Kondomen

Um einen verhütungssicheren Geschlechtsverkehr auszuüben, ist es wichtig, bei der Handhabung von Kondomen einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Wichtig ist, vorab die richtige Größe zu wählen. Zunächst sollte man den Packungsinhalt vorsichtshalber auf Schäden untersuchen und auch nachlesen, ob das Haltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist. Da Kondome meist aus Latex hergestellt sind, können sie im Laufe der Zeit oder unter dem Einfluss von Licht und Hitze rissig werden.

Beim Öffnen der Packung sollte man auf spitze Gegenstände wie Scheren verzichten. Wenn der Penis nach der Anfangsphase steif geworden ist, kann man das Kondom aus der Verpackung nehmen.

Zum Überziehen muss man das Kondom richtig herum auf den Penis aufsetzen und das Reservoir, das später die Samenflüssigkeit auffangen soll, an der Spitze mit zwei Fingern zusammendrücken damit keine Luft darin verbleibt. Bleibt Luft zurück, so erhöht sich das Risiko eines späteren Reißens.

Nun zieht man die Vorhaut zurück und rollt das Kondom bis zur Peniswurzel hin ab. So ist das Kondom optimal für den Geschlechtsverkehr vorbereitet.

Risiken bei falschem Überziehen

Ein Kondom ist eigentlich eine relativ gute Verhütungsmethode und schützt auch vor Geschlechtskrankheiten wie Aids. Allerdings ist der sogenannte Pearl Index, der die Sicherheit von Verhütungsmethoden angibt, nicht so hoch wie beispielsweise bei der Antibabypille. Dies liegt jedoch an Fehlern in der Handhabung von Kondomen. Wer eine zu kleine Größe wählt, läuft Gefahr, dass das Kondom unter der Spannung reißt. Wer vergisst, die Luft beim Aufsetzen vorne abzudrücken, riskiert, dass das Kondom platzt.

Besonders gefährlich sind auch spitze lange Fingernägel. Hierdurch werden kleine Risse verursacht, die das Kondom unter Spannung zum Reißen bringen können. Es lohnt sich also, das richtige Überziehen vor dem Ernstfall einmal üben.

Wie kann die Pille danach helfen?

Die Pille danach mit dem Wirkstoff Levenorgestrel hat den Vorteil, dass sie den Eisprung verhindern kann. Sie besteht aus einem Gestagen, einem Sexualhormon, dass das luetinisierende Hormon hemmt. Dieses Hormon ist für das Auslösen des Eisprungs, also das Abwandern einer befruchteten Eizelle in Eileiter und Gebärmutter, zuständig. Auch die Spermien werden in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.

Es gibt ein zweites Medikament mit dem Wirkstoff Ulipristal. Dieses entfaltet seine Wirkung am Progesteron-Rezeptor. Auf diese Weise verhindert man, dass das Sexualhormon Progesteron andocken und seine Wirkung zur Unterstützung und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft entfalten kann.

Wichtig ist, dass man die Pille danach so schnell wie möglich einnimmt. Je eher man sie zu sich nimmt, desto höher ist die Verhütungswahrscheinlichkeit.

Bei der Pille danach mit dem Wirkstoff Levenorgestrel handelt es sich um eine Zeitspanne von bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr. Bei der Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat handelt es sich um einen Zeitraum von bis zu fünf Tagen.

Die Pille danach kann Nebenwirkungen hervorrufen. Diese können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schmierblutungen oder Brustspannungen sein. Kommt es innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme zum Erbrechen, sollte man am besten einen Arzt zu Rate ziehen und wenn empfohlen, die Einnahme wiederholen.

Abschließend kann man sagen, dass man, auch wenn das Kondom geplatzt ist, nicht verzweifeln muss. Dennoch sollte man das  Überziehen des Kondoms üben, bis sichergestellt werden kann, dass man keine unnötigen Bedienungsfehler riskiert.

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