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Paar mit Libidoverlust der Frau

Wenig oder gar keine Lust auf Sex zu haben ist ein Problem, das weiter verbreitet ist als die meisten Menschen glauben. Libidoverlust ist ein sehr sensibles Thema und kann unter Umständen sowohl eine Beziehung als auch den Betroffenen selbst schwer belasten. Zu Schwierigkeiten führt die sexuelle Unlust jedoch erst dann, wenn sie für den Betroffenen oder den Partner zur Belastung wird und das Selbstwertgefühl oder das Zusammenleben stört. Um möglichem Frust oder Unzufriedenheit aus dem Weg zu gehen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungsansätze.

Eine Nebenwirkung der Antibabypille ist Libidoverlust. Die Ärzte von DrEd beantworten Fragen rund um Libidoverlust durch die Pille.

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Was ist Libidoverlust?

Libidoverlust wird auch als sexuelle Unlust bezeichnet und ist ein etwas unklarer Begriff, der zunächst einmal die Abwesenheit von sexuellen Wünschen und ein Fehlen von Freude bei sexuellen Aktivitäten beschreibt. Wird jegliche Art von Sexualität abgelehnt, so wird dies als sexuelle Aversion bezeichnet.

Wie viele Menschen sind von Libidoverlust betroffen?

Eine Untersuchung der Häufigkeit von Libidoverlust ist sehr schwierig. Die meisten Betroffenen reden nicht offen über ihren Verlust des sexuellen Verlangens. Auch ist schwer einzuschätzen, ab wann man von Libidoverlust spricht. Selbstverständlich ist es ganz normal, nicht immer Lust auf Sex zu haben. Man geht davon aus, dass 35% aller Frauen und 16% aller Männer unter einem Libidoverlust leiden.

Ab wann wird aus sexueller Lustlosigkeit ein Problem?

Lustlosigkeit auf Sex ist ein normales und alltägliches Phänomen und ist erst einmal aus medizinischer Sicht unbedenklich. Durch eine aktuelle Stress- oder Belastungssituation kann es immer wieder zu Phasen sexueller Unlust kommen, die jedoch nicht über die Zeit der erhöhten Anspannung hinausgehen.

Zu einem Problem wird mangelnde Lust auf Sex erst, wenn der Patient leidet. Sie wird dann als „sexuelle Appetenzstörung“ oder als „Hypoactive Sexual Desire Disorder“ (HSDD) bezeichnet und ist als vermindertes sexuelles Verlangen mit fehlenden sexuellen Gedanken und Fantasien definiert. Wichtig ist dabei, dass der Patient die fehlende oder herabgesetzte Lust auf Sex als Belastung empfindet, also eigentlich gerne mehr Freude an sexuellen Fantasien oder Handlungen empfinden würde.

Welche Ursachen können einem Libidoverlust zugrunde liegen?

Die Ursachen für die Unlust an Sex können sehr unterschiedlich sein. Prinzipiell unterscheidet man körperliche Ursachen von psychosozialen Ursachen, wobei bei jungen Patienten die körperlichen Faktoren eher eine geringere Rolle spielen. Viele Gründe treffen dabei sowohl für den Mann als auch für die Frau zu, bei anderen Faktoren ist eine Differenzierung zwischen den Geschlechtern notwendig.

Welche körperlichen Ursachen kann Libidoverlust haben?

Zu den körperlichen Ursachen, die sowohl beim Mann als auch bei der Frau für sexuelle Unlust sorgen, gehören an erster Stelle chronische Erkrankungen, wie chronisches Nierenversagen, Leberzirrhose, Herzerkrankungen, chronische Schmerzen und möglicherweise auch Diabetes. Auch während und nach einer Krebserkrankung wird oft von Libidoverlust berichtet.
Störungen des Hormonhaushalts, wie eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Überproduktion des „Lust-Killer-Hormons“ Prolaktin (Prolaktinämie), sorgen für weniger Interesse an Sex.

Welche psychischen Ursachen von sexueller Unlust sind möglich?

Bei beiden Geschlechtern kann sexuelle Unlust ein Zeichen für eine Depression oder eine Angststörung sein. Ebenfalls ist dauerhafter Stress eine große Belastung für den Körper, der in der Folge der chronischen Anspannung weniger Energie für sexuelle Interessen bereitstellen kann. Auch individuelle Traumata, schlechte Beziehungserfahrungen, familiäres Klima sowie Gewalt in der Kindheit oder in vorausgegangenen sexuellen Beziehungen kommen als Ursache für sexuelle Unlust infrage. Des Weiteren sind Beziehungsfaktoren, wie beispielsweise Routine und Gewohnheit, andauernde Beziehungskonflikte oder Sexualstörungen beim Partner wie vorzeitiger Samenerguss, ein Problem. Suchterkrankungen wie die Alkoholkrankheit oder eine Drogenabhängigkeit sind ebenfalls Lust-hemmende Faktoren und bedürfen aus vielen Gründen einer ärztlichen Behandlung.

Kann sexuelle Unlust eine Nebenwirkung von Medikamente sein?

Einige Medikamente haben eine verringerte Libido als unerwünschte Nebenwirkung. Dazu zählen zum Beispiel Antidepressiva, Blutdrucksenker oder Chemotherapeutika zur Behandlung von Krebs.

Kann die Einnahme der Pille zu Libidoverlust führen?

Häufig berichten Frauen von geringerem sexuellem Verlangen durch die Einnahme von Verhütungsmitteln, insbesondere der Pille. Das darin enthaltenen Gestagen greift in den Hormonhaushalt ein und wird für die sexuelle Unlust verantwortlich gemacht. Bei einer Umstellung auf eine alternative Verhütungsmethode, wie beispielsweise die Kupferspirale oder mechanische Verhütungsmethoden wie Kondome, wird manchmal von einer gesteigerten Lust auf Sex berichtet. Die Pille kann, muss aber nicht einen Einfluss auf die weibliche Libido haben.

Welche Gründe für sexuelle Unlust kann es bei Männern geben?

Männer leiden bei einem Testosteronmangel an einer herabgesetzten Empfindungsfähigkeit des Penis sowie an einer geringeren sexuellen Appetenz. Die Testosteronproduktion nimmt mit zunemendem Alter ab. Aber es gibt auch angeborenen Testosteronmangel, der auf vielfältige Ursachen zurück zu führen ist.

Wann kann sexuelle Unlust einer Beziehung schaden?

Mangelnde Lust kann auch dann zu einem Problem werden, wenn in einer Beziehung ein Partner mehr Sex möchte und der andere weniger, wobei hier oft ein Unterschied in der jeweiligen Definition für „oft“ und „zu selten“ vorliegt. Weit über 10 Prozent der Paare sind von Problemen dieser Art betroffen. In diesem Fall wird empfohlen, sich diesem Umstand bewusst über Gespräche zu nähern und die Kommunikation mit dem Partner zu suchen.

Welche Lösungsansätze bieten sich bei körperlich bedingter sexueller Unlust?

Um die Ursachen einzugrenzen, wird ein Gespräch mit einem Arzt angeraten. Dabei ist darauf zu achten, dass der Arzt entweder prinzipiell die Zeit für Gespräche dieser Art hat oder sogar auf Sexualmedizin oder Sexualität spezialisiert ist.

Körperliche Ursachen können häufig therapiert oder behoben werden. So ist beispielsweise eine Hormonersatztherapie eine häufig durchgeführte Behandlung, die neben dem sexuellen Lustgewinn viele andere Vorteile und Verbesserungen der Lebensqualität mit sich bringen kann. Sollten die Probleme infolge eines Medikaments auftreten, ist über einen Präparatewechsel nachzudenken.

Was kann gegen psychisch bedingte sexuelle Unlust getan werden?

Für die Behandlung seelischer Ursachen gibt es keine standardisierte Vorgehensweise, sondern es wird eine individuelle Therapie erarbeitet. Dabei kann psychologische Unterstützung hilfreich sein, um beispielsweise etwaige Traumata aufzuarbeiten oder Ängste zu bewältigen. Typischerweise liegt auch eine Therapie mit einem Sexualtherapeuten nahe, der Sorgen nehmen und Strategien zum Lustgewinn vermitteln kann.

Die Einbeziehung des Partners ist in vielen Fällen sinnvoll, da dieser von der Therapie wissen und dementsprechend Rücksicht nehmen sollte. Paartherapien bieten außerdem die Möglichkeit, negative Beziehungsfaktoren zu identifizieren und zu eliminieren.

Alkohol- und Drogenabhängigkeit sollten in jedem Fall therapiert werden, da sie neben einer sexuellen Hemmung viele weitere Probleme verursachen können.

Ist eine Lösung des Problems der sexuellen Lustlosigkeit immer möglich?

Das Problem der sexuellen Unlust kann prinzipiell je nach Ursache unterschiedlich gut behoben werden. Wichtig ist hierbei immer die Mitarbeit des Patienten, sei es bezüglich der Einnahme von Medikamenten oder das Engagement bei einer Psychotherapie. Wenn Betroffene gegenüber der Behandlung offen sind und Probleme immer direkt angesprochen werden, liegt dem Wiedergewinn von Freunde am Sex im Normalfall nichts im Weg.

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Quellen:

  • Basiswissen Urologie, 3. Auflage 2006, Springer Verlag, Autoren: Gasser, Rutishauser (S. 140)
  • Artikel aus der „Zeit“: „Woher kommt die Unlust“ von Wencke Husmann; 8.7.14, Online: www.zeit.de, aufgerufen am 31.3.16
  • Füeßl, H., & Middeke, M. (2014). Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung. Georg Thieme Verlag.
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