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Mitesser und Komedone

Nicht nur Jugendliche leiden unter Mitessern. So besagt eine populationsbasierte Studie aus Deutschland, dass 64 Prozent der 20 bis 29 Jährigen und 43 Prozent der 30 bis 39 jährigen unter Akne leiden. Die Akne wird vor allem durch Mitesser, auch Komedonen genannt, geprägt und stellt die häufigste Hautkrankheit dar.

DrEd klärt über verschiedene Arten von Mittessern und Komedonen auf und wie sie entstehen und behandelt werden. 

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Was ist ein Mitesser überhaupt und welche Arten gibt es?

Ein Mitesser oder Komedo ist ein in der Haut befindlicher Talgeinschluss und die Ursache für Acne comedonica, welche eine Verlaufsform der Acne vulgaris ist. Die Anzahl und das Ausmaß der Komedonen sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Die Acne comedonica ist in der Regel gekennzeichnet durch zahlreiche geschlossene Komedone ("whitehead"). Auch offenen Komedonen ("blackhead"), selten auch leichte Entzündungen, sogenannte Papeln, sind für das Hautbild der Acne comedonica verantwortlich.

Stärkere Verlaufsformen der Akne sind die Acne papulo-pustulosa und der Acne conglobata.

Woher kommt das Wort Komedo?

Das Wort Komedo kommt vom lateinischen "comedere" und bedeutet "essen" oder auch "mitessen", daher wird diese Art der Pickel auch im Deutschen als Mitesser bezeichnet. 1691 wird das Wort erstmals erwähnt und kommt aus der allgemein verbreiteten Meinung, dass die Erkrankung durch Parasiten entstehen würde. Diese Meinung ist sogar bis in das 19. Jahrhundert in der Fachliteratur vertreten.

Der Ausdruck Mitesser oder Komedo hat sich allerdings bis heute gehalten.

Wie entstehen Mitesser?

In der als Lederhaut bezeichneten Hautschicht befinden sich im oberen Bereich die sogenannten Talgdrüsen welche Lipide produzieren, die als Talg oder Sebum bezeichnet werden. Im normalen Zustand der Talgdrüse gelangt der Talg, der für den Schutz der Haut notwendig ist, über kleine Kanäle an die Hautoberfläche und fließt auf natürliche Weise ab. Wenn der Kanal der Talgdrüse sich verschließt, entsteht ein Mikrokomedo, ein Vorläufer des Komedos, und es kommt zur Anhäufung von Talg. Eine Verschließung des Kanals kann durch eine gestörte Keratinisierung, auch Verhornungsstörung genannt, erfolgen.

Dadurch können verschiedene Hautkrankheiten entstehen, unter anderem auch die Bildung von Mitessern. Durch übermäßige Talgproduktion der Talgdrüse kann es auch zu einem Verschluss der Drüsen kommen. Gefördert wird die Talgproduktion durch das männliche Hormon Androgen, welches ebenso bei Frauen vorkommt. Eine Erhöhung der Produktion findet daher vor allem bei Hormonumstellung von Jugendlichen in der Pubertät statt.

Aus den Mitessern können sich auch Papeln, Pusteln oder sogar Knoten bilden, denn der aufgestaute Talg ist ein idealer Nährboden für das Bakterium Propionibacterium acnes. Es kommt im Talgdrüsenkanal vor und vermehrt sich besonders gut in den Komedonen. Das Bakterium besitzt ein Lipase-Enzym, welches Bestandteile des Talgs abbaut, um damit Energie zu gewinnen. Dadurch kann sich das Bakterium vermehren. Durch diesen Stoffwechselweg werden Entzündungsreaktionen in Gang gesetzt und es bilden sich entzündungsfördernde Stoffe.

Leukozyten werden durch diese Stoffe angelockt, was auch Chemotaxis genannt wird. Durch Absterben der Leukozyten entstehen mit Eiter gefüllte Papeln, Pusteln und Knoten, welches weitere Symptome der Acne vulgaris sind.

Wie entstehen geschlossene und offene Komedone?

Wenn sich der Kanal verschließt und sich aufgrund der Anhäufung des Talgs zunächst ein Mikrokomedo bildet, entwickelt sich meist im Verlauf ein geschlossener Komedo ("whitehead"). Daraus anschließend der offene Komedo ("blackhead"). Beim weißen oder geschlossenen Komedo staut sich immer mehr Talg im Kanal an und der Druck, der dadurch entsteht, kann nicht entweichen.

Deshalb wird auch von einer Unterlagerung gesprochen. Der geschlossene Komedo ist nicht entzündet und schmerzt niemals. Der schwarze offene Komedo ist zur Hautoberfläche offen. Die dunkle Färbung des offenen Komedos entsteht dadurch, dass dort der Farbstoff Melanin eingelagert wird. Dieser reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und es kommt zu einer Oxidation des Melaninpigments, wodurch die schwarze Farbe des Mitessers entsteht.

Wo kommen Mitesser vor?

Da sich im Gesicht, Nacken, Brust und auf dem Rücken sehr viele Talgdrüsen befinden, entstehen an diesen Stellen besonders viele Mitesser. Denn dort lagert sich besonders viel Talg ab. Aus den Mitessern können sich besonders am Rücken und an der Brust Knoten entwickeln.

Im Gesicht kommen Mitesser bevorzugt in der sogenannten T-Zone vor. Damit sind die Stirn, die Nase und das Kinn gemeint.

Wie können Mitesser behandelt werden?

Mitesser lassen sich mit der richtigen Pflege bekämpfen. Dabei sollten die Pflegeprodukte nicht die Produktion von Talg fördern. So hilft beispielsweise Salicysäure und Zink die Talgproduktion zu mindern und die Haut zu reinigen.

Eine gründliche Reinigung jeden Tag verhindert Ablagerungen auf den Poren und somit die Bildung von Mitessern. Vor allem nach dem Sport sollte darauf geachtet werden. Hierzu empfehlen sich ganz besonders Gele, die keine Öle enthalten. Ein zusätzliches Peeling verhilft zum öffnen der Poren und zum Entfernen überflüssiger Hautschuppen.

Auch können verschiedene Hausmittel gegen Mitesser angewandt werden. Allgemein sollten jedoch nicht zu viele Pflegeprodukte auf einmal verwendet werden, da der natürliche Schutz der Haut nicht gefährdet werden sollte.

Eine andere Möglichkeit der Bekämpfung von Mitesser besteht in der Hormontherapie bei Frauen. So ist besonders für Frauen, die gleichzeitig eine Empfängnisverhütung erreichen wollen, die Antibabypille eine effektive Option. Denn die Pille enthält Hormone, die gegen das männliche Hormon Androgen wirken, wodurch die Talgproduktion verringert wird. Da eine Übermäßige Talgproduktion zu Komedonen führt, wird somit die Bildung von Mitessern verhindert. Auch die orale Einnahme von Zink hat einen anti-Androgenen Effekt.

Sollen Mitesser ausgedrückt werden?

Nein, denn ähnlich wie beim Ausdrücken von Pickeln führt der Druck, den die Finger auf die Haut ausüben, dazu, dass der Talg ins umliegende Gewebe gelangt oder dass bereits in den Komedo eingelagerte Bakterien noch tiefer in die Haut gepresst werden. Dadurch kann es zu Entzündungen oder sogar Abszessen kommen.

Eine Möglichkeit um Komedone zu bekämpfen, besteht in der Verwendung von sogenannte “Clear-up Strips“. Das sind Steifen die keratolytisch sind. Sie sind somit Horn auflösend und mit ihrer Hilfe kann die verstopfte Talgdrüse wieder frei gelegt werden.

Generell ist es wichtig bei besonderen Problem und Fragen einen Hautarzt aufzusuchen, da durch gezielte Behandlung am effektivsten gegen Komedone vorgegangen werden kann.

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Quellen:

  • T. Schafer, A. Nienhaus, D. Vieluf, J. Berger, J. Ring, Epidemiology of acne in the general population: the risk of smoking.
  • H. Schulz, M. Hundeiker, J. Kreusch (Hrsg.) Kompendium der Dermatoskopie, Springer, Heidelberg, 2016.
  • H. C. Williams, R. P. Dellavalle, S. Garner, Acne vulgaris.

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