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Welche Pillenarten gibt es?

Es werden drei Arten der Pille unterschieden: Die Kombinationspille, die Mikropille und die Minipille. Sie unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Hormone und deren Dosierung.

Deshalb sind sie für unterschiedliche Anforderungen geeignet. Je nach Situation der Patientin wird über das passende Präparat entschieden. Auch innerhalb der Gruppen gibt es wiederum eine Vielzahl verschiedener Pillen. So ist es möglich, Schritt für Schritt ein passendes Präparat für jede Patientin auszuwählen und dessen Wirkung bei wenig Nebenwirkungen zu optimieren.

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Was für eine Pillenart ist die Kombinationspille?

Die Kombinationspille ist die „klassische Pille“ – sie enthält als Wirkstoffe ein Östrogen und ein Gestagen. Die ersten Kombinationspräparate waren Pillen mit einer relativ hohen Östrogendosis, was die Reifung der Eizelle verhindert und einen regelmäßigen Zyklus gewährleistet.

Der Gestagen-Anteil verhindert den Eisprung und verändert die Konsistenz des Gebärmutterschleims, so dass Spermien ihn weniger leicht durchdringen können. Auch wird einer eventuell doch befruchteten Eizelle das Einnisten erschwert.

Durch diese Wirkstoff-Kombination wird eine sehr hohe Sicherheit gewährleistet, weshalb Kombinationspräparate heutzutage am häufigsten eingesetzt werden.

In der Entwicklung der Pillen entstand aus den Kombinationspräparaten bald die sogenannte Mikropille mit geringerer Östrogendosis. Die Mikropille ist somit auch ein – geringer dosiertes – Kombinationspräparat. Die ursprünglichen Kombinationspräparate mit mehr als 0,05 mg Östrogen werden heutzutage kaum noch eingesetzt. Wenn die Rede von einem Kombinationspräparat ist, ist also meistens eine Mikropille gemeint.

Für alle Pillen mit Östrogenen und Gestagenen in Kombination gibt es verschiedene Dosierungsmethoden. Man unterscheidet zwischen den Ein-, Zwei- und Dreiphasenpräparaten, wobei man durch die phasenweise Veränderung der Hormonkomponenten bei den Mehrphasenpräparaten eine Annäherung an den natürlichen Zyklus erreichen möchte.

Was zeichnet die Mikropille als Pillenart aus?

Die Mikropille wurde aus den Kombinationspillen der 1. Generation entwickelt. Heutzutage sind die meisten Pillen Mikropillen, da sie eine deutlich bessere Verträglichkeit aufweisen als ihre Vorgänger. Die Mikropille enthält, ebenso wie Kombinationspillen, Östrogen und Gestagen. In der Mikropille wurde jedoch der Östrogengehalt deutlich verringert. Sie enthält nur noch maximal 0,03 mg des Östrogen-Abkömmlings Ethinylestradiol.

Der Vorteil einer Verringerung des Östrogengehalts besteht im Auftreten weniger Östrogen-bedingter Nebenwirkungen. Zu diesen zählen vor allem Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Bei geringerer Dosierung des Ethinylestradiols wurde in Studien eine Verringerung der Nebenwirkungen gezeigt. Die Mikropille gilt als am besten verträgliche Pille und wird am häufigsten eingesetzt.

Bei der Einnahme einer Mikropille gibt es verschiedene Dosierungsmöglichkeiten: Es wird unterschieden zwischen Ein-, Zwei- und Dreiphasenpräparaten. Je nach Anforderungen und Wünschen der Anwenderin wird über das individuell am besten passende Präparat entschieden.

Dabei muss auch beachtet werden, dass es viele verschiedene enthaltene Gestagene in den unterschiedlichen Mikropillen gibt. Die Mikropillen werden in Generationen unterteilt: Die als erstes auf den Markt gebrachten Pillen werden als Pillen der 1. Generation bezeichnet. Mittlerweile gibt es Mikropillen der 1. bis 4. Generation, die sich durch die enthaltenen Gestagene unterscheiden.

Den Mikropillen der 3. und 4. Generation wurde ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko nachgewiesen. Der behandelnde Arzt klärt die Patientin über diese Gefahr auf und entscheidet über das individuelle Risiko. So kann für jede Patientin die Pille mit dem besten Risiko-Nutzen-Verhältnis ausgewählt werden.

Die Pillenart Minipille

Minipillen sind Pillen, die als alleinigen Wirkstoff nur ein Gestagen enthalten. Sie zählen wie die Hormonspritze, Hormonspirale und Hormonimplantate zu den Gestagenmonopräparaten. Das bedeutet, bei ihnen wird vollständig auf Östrogene verzichtet. Frauen, die kein Östrogen einnehmen dürfen, können demnach alternativ auf Minipillen zurückgreifen. Die Minipille gilt oft auch als „Still-Pille“, da sie als einzige hormonelle Verhütungsmethode auch für Frauen in der Stillzeit geeignet ist.

Es gibt verschiedene mögliche Gestagene, die aber alle auf ähnliche Weise eine Schwangerschaft verhüten: Sie verändern die Konsistenz des Gebärmutterschleims, so dass den Spermien das Eindringen erschwert wird.

Außerdem wird für die Eizelle die Einnistung in der Gebärmutter durch diese Veränderung unwahrscheinlicher – selbst wenn es zur Befruchtung kommt, kann sich das Ei nicht einnisten. Neuere Minipillen mit modernen Gestagenen verhindern zusätzlich den Eisprung und stellen dadurch eine noch sicherere Verhütungsmethode dar.

Die Minipille wird meist durchgenommen. Die Anwenderinnen haben dann keine Menstruationsblutung mehr. Die tägliche Einnahme um die gleiche Uhrzeit ist wichtiger als bei Kombinations- oder Mikropillen, denn für die meisten Minipillen gilt ein Einnahmefenster von drei Stunden. Wenn eine solch regelmäßige Einnahme nicht gewährleistet werden kann, sollte die Minipille nicht zur Verhütung genommen werden.

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