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Frau musste aufstoßen

Aufstoßen ist für die meisten Menschen ein alltäglicher, beiläufiger Vorgang. In Abhängigkeit von der zu sich genommenen Nahrung, beispielsweise Kohlensäure enthaltende Getränke, kann die Häufigkeit und Stärke des Aufstoßens stark variieren.

Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen Aufstoßen dauerhaft gehäuft auftritt. Betroffene sind sich dann unsicher, wie viel Aufstoßen noch normal ist, oder ob das häufige Aufstoßen gegebenenfalls auf eine Krankheit hindeutet, die einen Arztbesuch notwendig macht.

DrEd erklärt alles Wissenswerte rund ums Aufstoßen.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Was ist Aufstoßen?

Beim Aufstoßen entweicht Luft aus dem Magen zurück in die Speiseröhre und in den Mund. Dies kann mit Geräuschen verbunden sein, man spricht dann umgangssprachlich von Rülpsen. Teilweise kann auch etwas Mageninhalt mit der entweichenden Luft „mitgerissen“ werden, und Nahrungsreste werden mit aufgestoßen.

Handelt es sich dabei um sauren Mageninhalt (angedaute Speisereste oder hauptsächlich Magensäure) wird dies auch Reflux oder Sodbrennen genannt. Reflux kann zu unangenehmen Beschwerden führen wie Schmerzen hinter dem Brustbein, Zahnschäden oder Mundgeruch.

Wenn unverdaute Speisereste wieder –entgegen der gesunden, physiologischen Richtung – in den Mund gelangen, spricht man von Regurgitation. Die Speisereste „kommen wieder hoch“, bevor diese den Magen erreicht haben. Dies kann z.B. bei Speiseröhrenverengungen oder –aussackungen der Fall sein. Speiseröhrenaussackungen führen meist auch zu übelriechendem Mundgeruch.

Im Unterschied zum Erbrechen zieht sich der Magen beim Aufstoßen nicht krampfartig zusammen (Magenkonvulsion) und auch die aktive muskuläre Bewegung von Magen und Speiseröhre, die Erbrochenes wieder Richtung Mundhöhle befördert (Antiperistaltik), bleibt beim Aufstoßen aus.

Welche Ursachen kann Aufstoßen haben?

Das gewöhnliche Rülpsen ist meist kein Grund zur Besorgnis. Kohlensäurehaltige Getränke, stark Gas bildende Speisen wie z.B. Hülsenfrüchte, hastiges Essen oder ein lebhaftes Gespräch beim Essen führen dazu, dass viel Luft in den Magen gelangt. Durch das Luft-Aufstoßen gelangt diese wieder nach außen – andernfalls kann es zu Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden kommen.

Folglich sollte das Aufstoßen in solchen Fällen nicht unterdrückt werden. Dass teilweise Nahrungsreste mit der Luft aus dem Magen hinausgeschleudert werden, ist völlig normal. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder –allergien (Laktoseintoleranz, Weizenallergie, Glutensensitivität) können zu vermehrtem Aufstoßen führen.

Das Aufstoßen von saurem Mageninhalt (Reflux) wird durch einen ungenügenden Verschluss des Mageneingangs bedingt. Der Mageneingang wird durch ein Zusammenspiel von muskulären Anteilen und anatomischen Gegebenheiten verschlossen. Bestimmte Medikamente, wie z.B. manche Blutdrucksenker, können dazu führen, dass die muskulären Anteile des Magenverschlusses nicht mehr ausreichend arbeiten. Meist jedoch wird Reflux durch verschiedene Faktoren bedingt.

Bei einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder einer starken Magenschleimhautreizung wird zu viel Magensäure produziert. Dies macht sich ebenfalls durch unangenehmen Reflux bemerkbar.
Wenn der aufgestoßene Mageninhalt stark verdaut ist – dies kann sich z.B. durch starken Stuhlgeruch oder –geschmack äußern – , ist das ein Hinweis auf eine Engstelle (Stenose, Subileus) oder einen Verschluss (Ileus) im dahinter liegenden Verdauungsabschnitt im Darm.

Das Aufstoßen von unverdauten Nahrungsresten (Regurgitation) ist ein Hinweis auf eine Stenose oder eine Schleimhautaussackung im Rachen oder in der Speiseröhre. Eine Stenose kann z.B. durch eine Geschwulst (Tumor) verursacht werden. Schleimhautaussackungen treten an muskulären Schwachstellen am Übergang zwischen Rachen und Speiseröhre auf.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Gelegentliches Luftaufstoßen stellt keinen Grund zur Sorge dar und muss auch nicht ärztlich abgeklärt werden. Anders ist es, wenn das vermehrte Aufstoßen mit dem Konsum von bestimmten Nahrungsmitteln zusammenhängt und der Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit besteht. Ein Test auf Unverträglichkeiten und eine ärztliche Beratung können helfen, einen Allergen-freien Speiseplan zu erstellen und die Beschwerden dadurch zu lindern.

Häufiges Sodbrennen sollte ebenfalls ärztlich abgeklärt werden, um die Ursache für das Sodbrennen zu finden und diese – wenn möglich – zu behandeln. Das Gleiche gilt für auftretende Regurgitationen.

Wie kann häufiges Aufstoßen behandelt werden?

Gegen häufiges Rülpsen hilft es vor allem, langsam und achtsam zu essen. Stark kohlensäurehaltige Getränke und stark blähende Speisen (Hülsenfrüchte, Pizza aus frischem Hefeteig,...) sollten gemieden werden. Bei Vorliegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sollten die entsprechenden Speisen (Milch, Weizen, Gluten,...) ebenfalls abgelehnt werden.

Wenn der Betroffene zusätzlich zum Aufstoßen unter Sodbrennen leidet, wird zunächst empfohlen, auf reizende Nahrung (i.d.R. fettige und scharfe Speisen), Koffein und Alkohol zu verzichten. Reflux-begünstigende Medikamente werden, sofern möglich, vom behandelnden Arzt abgesetzt oder durch andere Medikamente ausgetauscht. Die Behandlung mit Säurehemmern (Protonenpumpeninhibitoren) wie Omeprazol und Pantozol oder Säureblockern (Antazida) wirkt effektiv gegen Sodbrennen und sollte ebenfalls ärztlich überwacht werden.

Wenn eine Magenschleimhautentzündung vorliegt, so wird zunächst nach der Ursache derselben geforscht. Oft liegt eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori vor, die mit einer Kombinationstherapie aus verschiedenen Antibiotika und sogenannten Protonenpumpeninhibitoren kuriert werden sollte.

Das Aufstoßen von Darminhalt gehört zu den medizinischen Notfällen und wird meist chirurgisch, d.h. durch eine Operation, behandelt. Dabei wird die Engstelle bzw. der Darmverschluss beseitigt, um eine ausreichende Nahrungspassage wieder zu ermöglichen.

Speiseröhrenstenosen oder – aussackungen werden sorgfältig ärztlich untersucht und eine geeignete Therapie (z.B. eine Operation) angeboten.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Quellen:

  • Arasteh, K., Baenkler, H. W., Bieber, C., Brandt, R., & Chatterjee, T. T. (2012). Duale Reihe Innere Medizin. Georg Thieme Verlag.
  • Herold, G. (2015). Innere Medizin-Ausgabe 2014. Herold-Verlag.
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