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Mann mit Speiseröhren Problemen beim Arzt

Die Speiseröhre gehört zum Verdauungssystem und ist für den Transport der zerkauten Nahrung wichtig. Bei Erkrankungen der Speiseröhre entstehen in der Regel zunächst Schluckbeschwerden, die manchmal auch schmerzhaft sein können. Es kann außerdem zu Sodbrennen und häufigem Aufstoßen kommen. Eine Untersuchung der Speiseröhre findet meistens endoskopisch statt. So können zum Beispiel Entzündungen und andere Veränderungen der Schleimhaut beurteilt werden.

Die Ursachen für Erkrankungen der Speiseröhre sind sehr unterschiedlich. Dementsprechend zahlreich sind die Behandlungsmöglichkeiten. Erkrankungen der Speiseröhre können unter anderem die Reflux-Krankheit, aber auch Entzündungen, Tumoren, Hernien und die sogenannte Achalasie sein.

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Wie sieht die Speiseröhre aus?

Die Speiseröhre wird in der Fachsprache als Ösophagus bezeichnet. Sie ist die etwa 25 cm lange, schlauchförmige Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Magen. Sie verläuft hinter der Luftröhre im Brustkorb und tritt durch das Zwerchfell in den Bauchraum. Dort mündet sie in den Magen.

Die Wand der Speiseröhre besteht aus drei Schichten. Jede Schicht hat unterschiedliche Eigenschaften. Die Kombination der drei Wandschichten ist für die Funktion der Speiseröhre wichtig. Im Innern ist die Speiseröhre von einem sogenannten Plattenepithel besetzt. Es ist relativ stabil und schützt so die Speiseröhre vor Verletzungen durch feste Bestandteile der Nahrung. Außerdem enthält die Wand der Speiseröhre Drüsen, die Schleim zur besseren Befeuchtung produzieren. Weiterhin befinden sich in der Speiseröhre in verschiedene Richtungen angeordnete Muskelschichten. Sie sind für die Peristaltik, also die Bewegungen der Speiseröhre beim Schlucken wichtig.

Was sind die Aufgaben der Speiseröhre?

Die Speiseröhre dient in erster Linie dem Transport des zerkauten Nahrungsbreis von der Mundhöhle in den Magen. Der Verschluss am Übergang von der Speiseröhre in den Magen erfolgt durch einen sogenannten Sphinkter. Durch einen komplexen Mechanismus in der Anordnung der Muskulatur kommt es normalerweise nicht zu einem Rückfluss der Nahrung aus dem Magen in die Speiseröhre.

Die Speiseröhre stellt einerseits die Verbindung vom Mundraum zum Bauchraum dar. Andererseits wird am Ende der Speiseröhre auch der Übergang in den Magen verschlossen, um ein Aufsteigen der Nahrung mit der Magensäure in die falsche Richtung zu verhindern.

Wie wird die Speiseröhre untersucht?

Die Untersuchung der Speiseröhre erfolgt mit der sogenannten Ösophago-Gastro-Duodenoskopie. Dabei können die Schleimhäute der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) beurteilt werden. Hierfür wird ein flexibles, etwa einen Zentimeter dickes Endoskop mit einem Licht am Ende über den Rachen in die Speiseröhre eingeführt. Eine solche Endoskopie wird bei länger andauernden Schluckbeschwerden, Sodbrennen, starken Magenschmerzen und weiteren Symptomen einer Erkrankung des oberen Magen-Darm-Trakts durchgeführt.

Bei einem Verdacht auf Erkrankungen wie Infektionen mit Helicobacter pylori kann außerdem gleichzeitig eine Biopsie der Schleimhaut genommen werden. Zusätzlich kann eine mögliche Blutung mit dem Endoskop gestillt werden.

Auch bei der Entfernung von Tumoren und eventuell verschluckten Fremdkörpern spielt die Endoskopie eine Rolle.

Weitere Untersuchungsmöglichkeiten sind verschiedene Tests zum Schluckvorgang. Beim Barium-Breischluck wird ein Barium-haltiger Brei wie Nahrung aufgenommen, der im Röntgenbild als Kontrastmittel dient. So kann der Ablauf des Schluckaktes dargestellt werden. Die Funktion des Sphinkters am Eingang zum Magen kann per Ösophagusmanometrie oder Ösophagus-pH-Metrie bestimmt werden.

Welche Erkrankungen der Speiseröhre gibt es?

Zu den Erkrankungen der Speiseröhre zählt unter anderem die Refluxkrankheit, bei der der untere Teil der Speiseröhre den Mageneingang nicht richtig verschließt. Sie wird auch Reflux-Ösophagitis oder GERD (gastro esophageal reflux disease) genannt.

Eine Entzündung der Speiseröhre im Allgemeinen bezeichnet man als Ösophagitis. Sie ist eher selten und kann auch als Begleiterscheinung schwerer Erkrankungen im ganzen Körper auftreten.

Wie in jedem anderen Organ können sich auch in der Speiseröhre gutartige und bösartige Tumoren bilden. Häufiger sind jedoch bösartige Tumoren, deren Entstehung vor allem durch den Genuss von hochprozentigem Alkohol, heiße Getränke, Rauchen und geräucherte Lebensmittel begünstigt wird.

Hernien im Bereich der Speiseröhre zeichnen sich durch eine Verlagerung von Anteilen des Magens aus dem Bauchraum in den Brustkorb aus. Es werden unterschiedliche Arten der sogenannten Hiatushernien unterschieden. Allen gemeinsam ist das Entstehen von Bruchlücken im Zwerchfell, durch die Magenanteile auf die Höhe der Speiseröhre in den Brustkorb gelangen können.

Die Achalasie ist eine neuromuskuläre Störung der Bewegung in der Speiseröhre beim Schlucken. Es kommt erstens zu einer Verminderung der Wandbewegungen der Speiseröhre, die die Nahrung normalerweise Richtung Magen befördert. Zweitens funktioniert das Erschlaffen der Muskulatur nicht, die den Mageneingang verschließt. Die Nahrung bleibt so am unteren Ende der Speiseröhre hängen, wodurch es dort zu einer Erweiterung kommt.

Wie äußern sich Erkrankungen der Speiseröhre?

Zu den Symptomen von Reflux gehört in erster Linie das Sodbrennen. Sodbrennen ist das Gefühl von saurem Aufstoßen, da der Mageninhalt mitsamt der sauren Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Auch ein unangenehmes, übermäßiges Aufstoßen von Luft kann ein Symptom der Refluxerkrankung sein. Häufig tritt das Sodbrennen in der Nacht besonders ausgeprägt auf.

Bei Entzündungen treten oft Schmerzen im Brustbereich auf, die unabhängig von der Nahrungsaufnahme sein können.
Chronische Erkrankungen wie die Achalasie und Tumoren können auch häufig mit einem Gewichtsverlust einhergehen. Ein schneller, ungewollter Gewichtsverlust sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

Welche Ursachen gibt es für Erkrankungen der Speiseröhre?

Die Speiseröhre kann aus unterschiedlichen Gründen erkranken. Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, der Genuss von sehr heißen Speisen und Getränken, Kaffee, Zigaretten und Räucherspeisen sowie ein starkes Übergewicht begünstigen die Schädigung des Epithels der Speiseröhre. Durch das Aufsteigen von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre kommt es zu einer Veränderung des Epithels. Das Epithel schützt die Speiseröhre zwar vor mechanischen Schäden, es bietet aber keinen Schutz vor chemischen Reaktionen mit der Magensäure. Die Schädigung der Plattenepithelzellen führt zu einer Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis). Langfristig kann es auch zu Mutationen der Zellen kommen. Diese sogenannte Dysplasie kann zur Entstehung von Tumoren beitragen.

Bösartige Tumoren der Speiseröhre und des Magens sind ein häufiger Grund für eine Achalasie. Andere Gründe für Bewegungsstörungen der Speiseröhre sind noch Gegenstand der aktuellen Forschung.
Hiatushernien entstehen häufig bei älteren Patienten. Auch Druckerhöhungen im Bauchraum durch eine Schwangerschaft und Übergewicht tragen zur Entstehung von Verlegungen des Magens in den Brustkorb bei.

Welche Medikamente können Erkrankungen der Speiseröhre verursachen?

Auch manche Medikamente können die Entstehung einer Refluxkrankheit begünstigen. Dazu zählen vor allem Calciumantagonisten gegen einen hohen Blutdruck und Diazepam zur Beruhigung.

Warum kann Kaffee der Speiseröhre schaden?

Der Einfluss von Kaffee auf die Refluxkrankheit der Speiseröhre ist umstritten. Sicher ist, dass ein Genuss von zu heißen Getränken im Allgemeinen die Struktur der Speiseröhre schädigen kann. Es wird vermutet, dass das Koffein möglicherweise eine vermehrte Sekretion von Magensäure auslöst. Weitere Mechanismen sind noch Bestandteil der Forschung und bisher nicht ausreichend geklärt. Es kann also individuell getestet werden, inwiefern sich das Kaffeetrinken auf die Refluxsymptomatik auswirkt.

Wie werden Erkrankungen der Speiseröhre behandelt?

Die Reflux-Ösophagitis wird mit Protonenpumpenhemmern wie Pantozol behandelt. Die Heilungsrate beträgt bei regelmäßiger Einnahme bis zu 90 Prozent. Bei Nichtansprechen auf die Therapie sollte eine operative Verengung des Übergangs von der Speiseröhre zum Magen erfolgen.
Die Therapie von Hiatushernien erfolgt nur bei Bedarf mit einem Risiko für Durchblutungsstörungen oder bei anhaltenden Beschwerden. Wenn es bei Hernien zu einer Einklemmung kommt, kann das betroffene Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet werden und unter Umständen absterben. Manche Hernien machen Symptome wie Schmerzen im Brustkorb oder Schluckbeschwerden. Sie können aber auch völlig symptomfrei verlaufen und stellen in diesem Fall meist einen Zufallsbefund dar.

Eine Achalasie wird unterschiedlich behandelt. Die Therapie hat immer das Ziel einer Verbesserung der Passage des Nahrungsbreis durch die Speiseröhre bis in den Magen.

Tumoren der Speiseröhre werden abhängig von einer speziellen Stadieneinteilung behandelt. Gutartige Tumoren können je nach Größe endoskopisch oder operativ entfernt werden. Wenn die Entfernung eines bösartigen Tumors aufgrund der Größe nicht sicher möglich ist, wird meist eine kombinierte Radiochemotherapie angesetzt. So wird der Tumor verkleinert und es kann eine Operation geplant werden.

Welche Maßnahmen tragen zur Gesunderhaltung der Speiseröhre bei?

Die Speiseröhre ist besonders empfindlich für heiße oder sehr saure Speisen und Getränke sowie Nikotin und Alkohol. Die Vermeidung solcher Faktoren trägt entscheidend zu ihrer Gesunderhaltung bei. Außerdem stellen Übergewicht und ungesunde Ernährung mit fettreichen, großen Mahlzeiten ein Risiko besonders für die Entstehung von Reflux dar. Ein gesunder Lebensstil trägt also entscheidend zur Funktion und Gesundheit der Speiseröhre bei.

Bei den Ärzten von DrEd können Sie eine Erstbehandlung gegen Sodbrennen erhalten oder Ihr gewohntes Medikament gegen Sodbrennen anfordern. Die ärztliche Gebühr beträgt 9 €.

Quellen:

  • Arasteh K, Baenkler H-W et al. Duale Reihe Innere Medizin. Stuttgart: Thieme Verlag, 3. Auflage 2012
  • Greten H. Innere Medizin. Stuttgart: Thieme Verlag, 12. Auflage 2005
  • Aumüller G, Aust G et al. Duale Reihe Anatomie. Stuttgart: Thieme Verlag, 2. Auflage 2010

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