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Akne kann mit Isotretinoin behandelt werden

Akne bei Jugendlichen und Erwachsenen ist eine der am häufigsten auftretenden entzündlichen Hauterkrankungen und kann sich in schweren Fällen nicht nur auf Gesicht und Hals sondern auch über den gesamten Oberkörper ausbreiten. Meist bleiben nach dem Abklingen der entzündeten Pusteln Narben zurück. Die Anforderungen an eine Therapie sind somit ganz klar: Die Entzündung soll gemindert, die Bildung von Aknenarben verringert und die Ausbreitung der Akne über den ganzen Oberkörper verhindert werden.

Retinoide, chemisch Verwandte des Vitamin A, in Kapsel- und Gel-Form, werden häufig zur Kurz- und Langzeittherapie verwendet. Isotretinoin gehört hierbei zu den wirkungsvollsten Retinoiden und kann innerlich nicht nur bei schwerer Akne, sondern auch äußerlich bei milderen Formen und zur Unterstützung der Heilung mit weniger Narbenbildung eingesetzt werden.

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Was ist Akne und wie entsteht diese?

Bei der gewöhnlichen Akne, oder Akne Vulgaris, handelt es sich um eine Erkrankung der Haarfollikel, die aus einer hormonellen Veränderung resultiert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich der größte Anteil der Patienten im Alter von 15 bis 18 Jahren befindet. Dennoch leiden 12% aller Frauen und 5% aller Männer unter Akne über das 25. Lebensjahr hinaus. Ein hormonelles Ungleichgewicht, meist durch männliche Sexualhormone (Androgene) verursacht, führt zu einer verstärkten Talgproduktion an den Haarfollikeln. Zudem verhärtet sich die Haut um den Follikel (Hyperkeratinisierung) und es bildet sich ein Komedon, welcher im Volksmund als "Mitesser" bezeichnet wird. In dieser verstopften Talgdrüse kommt es nun zum vermehrten Wachstum vom Bakterium Propionibacterium acnes, welches daraufhin eine Entzündungsreaktion hervorruft.

Die Pickel und Entzündungen sind meist im Gesicht und am Hals, können aber auch auf dem gesamten Oberkörper zu finden sein. Akne kann in verschiedene Schweregrade eingestuft werden. Der Schweregrad der Erkrankung bestimmt zudem, welche Therapien Erfolg versprechen können. Leichtere Formen von Akne führen zu verstärkter Komedonenbildung. Bei der mittelschweren Akne bestehen rötliche Erhebungen und Eiterpusteln. Bei schwereren Formen können sich schmerzhafte, entzündete Knoten unter der Haut bilden, die sich nicht selten zu Abzessen einschmelzen. Nicht selten bleiben bei den Betroffenen nach dem Abklingen der Entzündung ausgeprägte Narben zurück.

Was ist Isotretinoin und wie wirkt es?

Isotretinoin oder 13-cis-Retinsäure gehört zur Substanzfamilie der Retinoide. Die Substanz wurde zuerst in den USA im Jahr 1982 zur Verwendung in der Therapie von schwerer Akne freigegeben und kam unter dem Handelsnamen wie Accutane, Sotret, Myorisan und Amnesteem in den USA auf den Markt. Bis heute bleiben Isotretinoin-Präparate in Kapsel-Form das am häufigsten verschriebene Medikament in der schweren Aknetherapie. Für Patienten mit milderen Formen von Akne kann Isotretinoin auch als Gel (Handelsname Isotrex) auf die Haut aufgetragen werden. Auch mit dieser Form der Anwendung konnten bereits sehr gute Erfolge in der Heilung erzielt werden.

Der Grund hierfür ist simpel: Isotretinoin ist derzeit der einzige bekannte Wirkstoff, der auf alle ursächlichen Faktoren der Ausbildung von Akne eine Auswirkung hat. Es verringert die Talgproduktion und hemmt die Entzündungsreaktion. Durch die verringerte Talgbildung kommt es zu weniger Neuinfektionen mit dem Aknebakterium. Eine genaue Analyse des Wirkmechanismus zeigt, dass Isotretinoin zunächst die Bildung von krankhaften Veränderungen an der Talgdrüse und um den Haarfollikel reduziert, wobei sich auch die Talgproduktion wieder normalisiert. In einer zweiten Wirkungsphase folgt eine Veränderung in der Produktion von strukturgebenden Komponenten der Haut, wie Kollagen und Fibronektin, die zu einer schnelleren Heilung der entzündeten Bereiche beitragen und die Narbenbildung verringern. Patienten, die Isotretinoin erhalten, können, abhängig von der Dosis von Isotretinoin und der Schwere der Erkrankung, nach vier bis sechs Monaten frei von Akne sein.

Wie und wann wird Isotretinoin eingesetzt?

Isotretinoin wird oral bereits mit einer Dosis vom 0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht (kg KG) und Tag wirkungsvoll eingesetzt. Diese Dosis kann je nach Patient auf 2 mg/kg KG/Tag erhöht werden. Sehr gute Ergebnisse wurden bei einer täglichen Einnahme der berechneten Menge Isotretinoin bis zu einer kumulativen Gesamtdosis von 120 mg Isotretinoin pro Kilogramm Körpergewicht beobachtet (das bedeutet, dass z.B. 200 Tage lang täglich 0,5 mg Isotretinoin pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden). Höhere Dosen sind kontraindiziert, versprechen keine bessere Wirkung, sondern sie führen nur zu mehr Nebenwirkungen.

Als Gel wird Isotretinoin bereits bei Komedonen- und mikrozystischer Akne verschrieben. Oral wird es jedoch ausschließlich bei schwerer, entzündlicher Akne vulgaris, die sich resistent gegen alternative Therapieformen oder Antibiotika erwiesen hat, eingesetzt. Auch deshalb, weil Isotretinoin in Tablettenform in Verdacht steht, neben körperlichen Nebenwirkungen auch psychische Nebenwirkungen wie Depressionen hervorzurufen.

Bei schwächerer Akne oder bei einer guten Ansprache auf die Medikation kann der Zeitraum der Einnahme und auch die Dosis ohne Bedenken reduziert und eine schnelle Therapie mit weniger Nebenwirkungen erreicht werden. Bestimmte Faktoren, wie eine familiäre Vorbelastung, ein frühes Auftreten, sehr starke Narbenbildung oder psychosoziale Probleme, können einen frühen Start der Isotretinoin Therapie sinnvoll machen. Das Mindestalter für die Einnahme ist mit zwölf Jahren festgelegt.

Welche Präparate enthalten Isotretinoin?

Isotretinoin ist in folgenden Kapsel-Präparaten enthalten:

  • Aknefug (Deutschland, Österreich)
  • Ciscutan (Österreich)
  • Isoderm (Deutschland)
  • Isogalen (Deutschland)
  • Isotret-HEXAL (Deutschland)
  • Isotretinoin Actavis (Deutschland)
  • Isotretinoin ISIS (Deutschland)
  • Isotretinoin Ratiopharm (Deutschland, Österreich)
  • Roacutan (Deutschland, Schweiz)

Diese Gele und Cremes enthalten Isotretinoin:

  • Isotrex (Deutschland, Österreich)
  • Isotrexin (Österreich)

Welche Nebenwirkungen können bei der Verwendung von Isotretinoin auftreten?

Die häufigsten Nebenwirkungen, welche mit Isotretinoin in Zusammenhang gebracht werden sind Kopfschmerz, trockene Haut und allgemeine Müdigkeit. Es verursacht zudem eine Trockenheit der Schleimhäute in Mund und Nase, welche zu vermehrtem Nasebluten führen können. Auch eine Reizung des Magen-Darm-Traktes sowie eine vorübergehende Lichtempfindlichkeit sind möglich. Zu Beginn der Einnahme ist in einigen Fällen eine Verschlechterung der Infektionen und das Auftreten von Sekundärinfektionen beobachtet worden. Auch eine Rötung der Haut mit zunehmendem Juckreiz kann auftreten.

Es hält sich zudem hartnäckig die Ansicht, dass die orale Einnahme von Isotretinoin zu depressiven Verstimmungen bis hin zu suizidalen Gedanken führen kann. In mehreren unabhängigen Studien konnte zwischen der Aknemedikation und dem Auftreten einer psychischen Störung kein unmittelbarer Zusammenhang gefunden werden. Die Patienten in diesen Studien, welche nach Isotretinoineinnahme über depressive Verstimmungen klagten, litten bereits zuvor unter psychsozialem Druck oder fühlten sich durch die Erkrankung entstellt.

Wann ist Isotretinoin kontrainduziert?

Dem Retinoid wird eine fruchtschädigende Wirkung (teratogene) zugeschrieben, wodurch ein ungeborenes Kind in Gefahr gebracht wird. Das schließt somit eine Verwendung von Isotretinoin-haltigen Medikamenten währen der Schwangerschaft- und Stillzeit vollkommen aus. Neben der Aufklärung der Patientinnen zur teratogenen Wirkung der Substanz wird zunehmend auf einen Schwangerschaftstest vor der erstmaligen Verschreibung von Isotretinoin bestanden. In den USA muss oft zusätzlich ein negativer Test vor jedem Ausstellen eines neuen Rezeptes vorgezeigt werden.

Da Retinoide in ihrer Struktur mit dem Vitamin A verwandt sind, wird die Gabe von Isotretinoin nicht empfohlen bei

  • einer Überdosierung von Vitamin A (Hypervitaminose)
  • bei zusätzlicher Gabe von Vitamin A und
  • bei Leberinsuffizienz.

Es wird zu einer Überprüfung der Leberwerte und der Blutfettwerte während der Isotretinoin-Therapie geraten. Eine Gabe in Kombination mit Tetrazyklinen wie beispielsweise Doxycyclin sollte vermieden werden, da diese in Kombination mit Isotretinoin den Druck innerhalb des Schädels (intrakranieller Druck) steigern können.

Kann ich Isotretinoin zusammen mit der Antibabypille einnehmen?

Ja, medizinische Studien zeigen, dass die parallele Einnahme von Isotretinoin-haltigen Präparaten in Kombination mit hormonellen Verhütungsmitteln auf Progesteron Basis (Implantate, Injektionen, Hormonspiralen) vollkommen verträglich und sicher ist. Auch führt die Einnahme von kombinierten Verhütungspillen nicht zu einer Beeinträchtigung der Insotretinoin-Therapie und vice versa.

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Quellen:

  • Layton, A. (2009). The use of isotretinoin in acne. Dermato-endocrinology, 1(3), 162-169. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 2.9.2015
  • Titus, S., & Hodge, J. (2012). Diagnosis and treatment of acne. American family physician, 86(8), 734-740. Online: www.aafp.org, aufgerufen am 2.9.2015
  • Rademaker, M. (2013). Isotretinoin: dose, duration and relapse. What does 30 years of usage tell us?. Australasian Journal of Dermatology, 54(3), 157-162. Online: www.ncbi.nlm.nih.gov, aufgerufen am 2.9.2015

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