Blasenentzündungen oder auch Harnwegsinfektionen sind häufig mit Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen verbunden und können in vielen Fällen mit einfachen Hausmitteln behandelt werden. Sollten diese jedoch nicht ausreichen, empfiehlt sich eine Therapie mit Antibiotika.

Nutzen Sie unsere Sprechstunde, wenn Sie Symptome einer Blasenentzündung (Zystitis) bemerken. Einer unserer Ärzte wird Ihnen bei Bedarf ein Rezept für ein Medikament gegen Blasenentzündung schreiben. Das Medikament erhalten Sie nach Wunsch von einer deutschen Versandapotheke am nächsten Tag frei Haus.

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Was ist eine Blasenentzündung?

Unter einer Blasenentzündung, auch Zystitis oder Harnwegsinfektion genannt, versteht man eine (meist von Bakterien ausgelöste) Entzündung der Blase. Viele Frauen leiden im Laufe ihres Lebens einmal an einer Blasenetzündung, viele sogar mehrfach. Auch Männern können von Harnwegsinfektionen betroffen sein, dies ist jedoch ungewöhnlicher und ist oft ein Anzeichen für eine andere Erkrankung und sollte immer von einem Arzt weiter untersucht werden.

Welche Symptome treten auf?

Typisch bei Blasenentzündung sind ein Drang, häufig zu urinieren und ein Stechen oder Brennen beim Wasserlassen. Hinzu kommen oft Unterleibsschmerzen und eine erhöhte Temperatur sowie das Gefühl, dass die Blase auch direkt nach dem Urinieren nicht vollständig entleert ist. Der Urin kann verfärbt sein und riecht möglicherweise schlecht.

Was kann ich bei Blasenentzündung tun?

Manchmal heilt eine Blasenentzündung von selbst, wenn man ausreichend trinkt und die Blase so durchspült. Bei manchen Patienten ist eine Behandlung mit einem Antibiotikum erforderlich, um eine Blasenentzündung richtig auszuheilen. Wird eine Blasenentzündung nicht ausreichend behandelt, besteht die Gefahr, dass die Infektion sich ausbreitet und es zu einer weiteren Ausbreitung der Entzündung, z.B. auf das Nierenbecken, kommt.

Wann muss ich zum Arzt gehen?

Wer zum ersten Mal an Blasenentzündung erkrankt ist oder ständig wiederkehrende Infektionen hat, sollte einen Arzt aufsuchen.

Generell wird ein Arztbesuch immer dann empfohlen, wenn die Beschwerden nach ein paar Tagen nicht nachgelassen haben. Dies bedeutet, dass das Immunsystem nicht in der Lage ist, die Blasenentzündung aus eigener Kraft zu bekämpfen. Die Einnahme eines Antibiotikums zur Behandlung bei Blasenentzündung sollte in diesem Fall erfolgen, um die körpereigene Abwehr zu unterstützen und die Heilungschancen zu erhöhen.

Weitere Gründe für einen unverzüglichen Arztbesuch sind ungewöhnliche oder heftige Beschwerden. Wenn Sie unter den folgenden Symptomen leiden, kann sich die Entzündung bereits weiter ausgebreitet haben:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Erbrechen
  • Schmerzen im Rücken oder in den Flanken

Patienten mit relevanten Vorerkrankungen oder häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen, sogenannte Chronische Blasenentzündung, sollten ebenfalls umgehend einen Arzt konsultieren. Zum Beispiel haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko für Zystitis und weitere Komplikationen.

Für Männer und Kinder ist der Besuch beim Arzt besonders wichtig. Bei Männern kann die Blasenentzündung durch andere, schwerwiegende Erkrankungen bedingt sein. Eine genaue Untersuchung ist daher bei männlichen Patienten dringend zu empfehlen. Zu guter Letzt sollten auch schwangere Frauen mit Harnwegsinfekten immer einen Arzt aufsuchen.

Wer ist von Blasenentzündungen betroffen?

Etwa die Hälfte aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Blasenentzündung. Dies hängt mit der Beschaffenheit der weiblichen Harnwege zusammen. Die Harnwege der Frau sind deutlich kürzer als die des Mannes, dadurch können Bakterien leichter in die Blase gelangen und eine Blasenentzündung auslösen.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Meist wird Blasenentzündung von Bakterien der Familie E.Coli ausgelöst. Oft werden diese Fäkalkeime vom Analbereich in die Scheide übertragen und gelangen so in Harnwege und Blase. Frauen haben ein höheres Risiko, an derartigen Entzündungen zu erkranken als Männer, da die Harnröhre und somit der Weg in die Blase bei ihnen deutlich kürzer ist. Es ist für Frauen daher sehr wichtig, beim Gang zur Toilette darauf zu achten, dass Sie von vorne nach hinten wischen müssen. So werden keine Fäkalkeime aus der Analgegend übertragen. Auch Reizungen der Vaginalgegend, etwa durch den Geschlechtsverkehr, können eine Blasenentzündung begünstigen.

Wie kann eine Diagnose gestellt werden?

Manchmal genügt die Auswertung der Symptome, um eine Blasenentzündung zu diagnostizieren, insbesondere wenn Frauen bereits einmal an einem solchen Infekt erkrankt waren und die Symptome kennen. Ein Urintest kann die Diagnose bestätigen und hilft dabei, das auslösende Bakterium genau zu bestimmen und die Infektion so gezielt behandeln zu können. Dies ist besonders zu empfehlen, falls Infektionen andauern oder rasch wiederkehren.

Kann man Blasenentzündungen verhindern?

Ganz verhindern lassen sich Blasenentzündungen zwar nicht, man kann aber immerhin Verhaltensweisen vermeiden, die eine Infektion begünstigen. Am wichtigsten sind regelmäßiges Trinken und regelmäßiges Urinieren. Wer selten trinkt und uriniert, dessen Blaseninhalt bietet einen idealen Nährboden für Bakterien, während die reichliche Flüssigkeitsaufnahme ein kontinuierliches Durchspülen der Blase bewirkt. Auch nach dem Geschlechtsverkehr zu urinieren soll hilfreich sein, da während des Geschlechtsverkehrs übertragene Bakterien so mit dem Urin ausgeschieden werden, bevor es zu einer Infektion kommt.

Welche anderen Erkrankungen ähneln einer Blasenentzündung?

Pilzinfektionen der Scheide sowie manche sexuell übertragbaren Krankheiten können ähnliche Symptome wie eine Blasenentzündung hervorrufen. Auch Seife, Deosprays und Badezusätze können Irritationen der empfindlichen Haut im Genitalbereich hervorrufen und so zu einem Brennen beim Wasserlassen führen.

Wie schnell sollte sich eine Blasenentzündung verbessern?

Die Symptome einer Blasenentzündung sollten innerhalb weniger Tage abklingen. Wenn sie dies nicht tun, ist eine Behandlung erforderlich, um Folgeerkrankungen und einer Verschlimmerung vorzubeugen. Auch wenn die Blasenentzündung innerhalb von zwei Wochen wiederkehrt, ist eine Untersuchung empfehlenswert, ebenso wie bei hohem Fieber oder starken Schmerzen.

Was, wenn mein Antibiotikum nicht hilft?

Die für eine Blasenentzündung verantwortlichen Bakterien sind bisweilen gegen manche Antibiotika resistent. In diesem Fall muss ein anderes Antibiotikum eingesetzt werden. DrEd verschreibt meist das Antibiotikum Fosfomycin. Dieser Wirkstoff hat den Vorteil einer guten Resistenzlage, das heißt, es sind keine Resistenzen gegen die häufig vorkommenden Bakterien bekannt.

Brauche ich ein Rezept?

Antibiotika sind rezeptpflichtig. Sie können Ihren Arzt aufsuchen, oder unsere Sprechstunde besuchen. Wenn Sie ein Rezept für Nitrofurantoin anfordern möchten, besuchen Sie einfach unsere Sprechstunde. Wir können Ihnen - bei entsprechender Eignung - ein Rezept ausstellen.

Welche anderen Auslöser (außer Bakterien) können zur Zystitis führen?

Die Angaben auf dieser Seite beschäftigen sich hauptsächlich mit der bakteriellen Blasenentzündung. Seltener können auch andere Auslöser vorliegen, etwa bei den folgenden Erkrankungen:

Interstitielle Zystitis: Die genauen Ursachen dieser seltenen, chronischen Erkrankung sind nicht bekannt. Meist kommt es zunächst zu einem häufigen Harndrang, in späteren Stadien dann auch zu Schmerzen, Druck und Spasmen bei Harndrang. Schmerzen in Unterleib und Genitalbereich können hinzukommen, ebenso wie auch Muskel- Gelenk- und Kopfschmerzen. Die Symptome entstehen aufgrund einer zu starken Durchlässigkeit der Blasenschleimhaut, welche dazu führt, dass im Urin enthaltene Reizstoffe bis zur Blasenwand durchdringen und dort zu Reizungen und Entzündungen führen. Behandelt wird meist mit Schmerzmitteln und Antidepressiva oder einer Blasenspülung.

Blasenentzündung als Folge einer Strahlentherapie: Blasenentzündung tritt gelegentlich als Nebenwirkung einer Bestrahlung bei Krebs auf.
Blasenentzündung als Folge einer Chemotherapie: Auch eine Chemotherapie kann eine Blasenentzündung auslösen.

Zystitis Cystica: Bei dieser Entzündung kommt es zu blasenartigen Auftreibungen der Blasenschleimhaut. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die durch Bakterien, aber auch mechanische Reizungen bedingt sein kann. Meist ist eine langfristige Gabe von Antibiotika erforderlich.

Wie kann man eine Blasenentzündung behandeln?

Die Behandlung einer Blasenentzündung ist von der Dauer der Erkrankung und der Schwere der Symptome abhängig. Manche Frauen erzielen durch reichliche Flüssigaufnahme bereits eine erhebliche Verbesserung innerhalb weniger Tage, in anderen Fällen ist die Einnahme von Antibiotika notwendig. Ein Antibiotikum wird abhängig vom Medikament und Schwere meist für 1-7 Tage verschrieben und führt gewöhnlich innerhalb eines Tages bereits zu einer deutlichen Verbesserung. Es ist jedoch wichtig, das Antibiotikum wie vom Arzt verordnet einzunehmen, da es sonst zu einer Resistenz der Bakterien und erheblichen Schwierigkeiten in der weiteren Behandlung kommen kann.

Zur Behandlung einer Blasenentzündung können verschiedene Antibiotika verschreiben werden. Die Ärzte von DrEd verschreiben Monuril und Nitrofurantoin. Zusätzlich können Patienten, die unter starken Schmerzen beim Urinieren leiden, weitere Medikamente verschrieben werden.

Zur Unterstützung der Heilung sollte in jedem Fall ausreichend getrunken werden. Dies erhöht die Urinproduktion und hilft ganz erheblich dabei, die Bakterien, die die Entzündung ausgelöst haben, auszuspülen. Nicht selten haben Frauen, die unter immer wieder auftretenden Blasenentzündungen leiden, schon ihr individuelles Bündel an Hausmitteln, die sich bewährt haben.

Was kann ich tun, um die Blasenentzündung ohne Antibiotikum zu heilen?

Ihr Immunsystem kann eine Blasenentzündung manchmal auch ohne Medikamente innerhalb weniger Tage erfolgreich bekämpfen.

Die folgenden Ratschläge haben sich in der Behandlung bewährt:

  • Trinken Sie reichlich Wasser, mindestens 2 Liter am Tag, gerne aber auch etwas mehr, dadurch wird die Blase regelmäßig durchgespült
  • Meiden Sie Alkohol
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol helfen gegen die Schmerzen
  • Warten Sie mit dem Geschlechtsverkehr, bis Ihre Blasenentzündung ausgeheilt ist, sonst kommt es möglicherweise zu zusätzlichen Reizungen

Preiselbeersaft (Cranberry) oder Natrium-Bicarbonat zur Alkalisierung des Urins haben den Ruf, bei Blasenentzündung zu helfen. Dies kann individuell der Fall sein, allerdings konnte das in Studien nicht bewiesen werden. Natrium-Bicarbonat kann sogar die Wirkung von Antibiotika herabsetzen.

Nebenwirkungen bei Behandlung von Blasenentzündung

Oft werden bei Blasenentzündung die Antibiotika Monuril und Nitrofurantoin eingesetzt.

Sie können zu den folgenden Nebenwirkungen führen:

Nebenwirkungen von Nitrofurantoin:

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Zu Beginn der Behandlung können die folgenden Erscheinungen auftreten:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen

Eine Liste mit weiteren, recht seltenen, Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.

Welche Kontraindikationen gibt es?

Sie sollten Nitrofurantoin nicht einnehmen, wenn Sie folgende Kontraindikationen haben:

  • Überempfindlichkeit oder Allergie
  • Niereninsuffizienz

Erkrankungen, die bei Behandlung mit Nitrofurantoin als seltene Nebenwirkung auftreten können und zum sofortigen Absetzen des Medikaments führen sollen, sind:

  • akute und chronische Hepatitis
  • Neuritiden und Polyneuritis
  • Pneumonitis
  • Lungenfibrose
  • hämolytische Anämie

Mit welchen Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen?

  • hormonelle Verhütungsmittel: Nitrofurantoin kann die Wirkung östrogenhaltiger Verhütungspillen herabsetzten
  • Medikamente, die eine Alkalisierung des Urins bewirken, können die Wirksamkeit von Nitrofurantoin vermindern
  • Probenecid oder Sulfinpyrazon hemmen die Ausscheidung von Nitrofurantoin und können bei gleichzeitiger Gabe toxische Blutspiegel bewirken

Für eine komplette Liste der Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage Ihres Medikamentes.

Nebenwirkungen von Monuril

Welche Nebenwirkungen hat Monuril?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Monuril gehören Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Entzündungen des Scheidengangs und der Scheide.

Gelegentlich kann es zu 

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen

kommen.

Worüber muss ich meinen Arzt vor dem Verschreiben eines Antibiotikums informieren?

Unterrichten Sie Ihren Arzt über folgende Umstände:

  • wenn Sie schwanger sind oder stillen
  • wenn Sie Pfeiffersches Drüsenfieber haben
  • falls Sie Leber - Nieren- oder Atembeschwerden haben
  • wenn Sie Diabetiker sind
  • wenn Sie an Blutarmut, Vitamin B-Mangel oder Folsäuremangel leiden
  • wenn Sie an peripherer Neuropathie leiden
  • wenn Sie an Porphyrie leiden
  • bei G6PD-Mangel
  • wenn Sie andere Medikamente einnehmen
  • wenn Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf ein Arzneimittel hatten

Monuril

Monuril ist ein Antibiotikum zur Behandlung von Blasenentzündung bei Frauen. Das Breitband-Antibiotikum wird in Form eines Granulats verschrieben und muss nur ein Mal genommen werden. Es besitzt den Wirkstoff Fosfomycin. Der Wirkstoff hindert Bakterien daran eine schützdende Zellwand aufzubauen. So sterben die Erreger langsam ab. 

Das Antibiotikum wird Mädchen und jungen Frauen ab 12 Jahren bei akuten und unkomplizierten Harnwegsinfektionen verschrieben. Wenn Sie unter einer akuten Blasenentzündung leiden, können unsere Ärzte bei DrEd Ihnen ein Antibiotikum zur Behandlung verschreiben. Dazu füllen Sie einfach einen kurzen Fragebogen aus und erhalten Ihr Medikament am nächsten Werktag per Post.

Nitrofurantoin

Nitrofurantoin ist ein Antibiotikum zur Behandlung akuter Harnwegsinfekte. Viele Frauen sind von Zystitis betroffen und leiden wiederholt an Blasenentzündung.

Wenn Sie unter einer Blasenentzündung leiden, können unsere Ärzte Sie in der Sprechstunde beraten und behandeln.

Wenn Sie Fragen haben, senden Sie uns eine Nachricht an kontakt@dred.com. Wir antworten Ihnen werktags innerhalb von 24 Stunden.

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von Anke, 06.05.2016

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von Nina, 11.05.2016

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von Sabine, 18.04.2016

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